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Route der Arbeits- und Industriekultur des Landkreises Marburg Biedenkopf

Region verstehen • Arbeit begreifen • Industrie präsentieren • Kultur erleben

Route der Arbeits- und Industriekultur

Marburg-Biedenkopf ist keine Industrieregion wie etwa das Ruhrgebiet. Der Kreis ist vielmehr ländlich strukturiert. Und dennoch hat der Landkreis eine der höchsten Industriedichten Europas und zahlreiche Weltmarktführer sind vom Landkreis aus tätig. Nimmt man den Bereich der Arbeitskultur hinzu, so wird ein facettenreiches und vielschichtiges Bild von tollen unternehmerischen Leistungen in Handwerk und in der Industrie deutlich, das unseren Landkreis prägte und bestimmt. 

Fotosammlung Erwin Schneider

Für die Route der Arbeits- und Industriekultur spielt die Digitalisierung der vom Kreis erworbenen Fotosammlung Erwin Schneider aus Niederlaasphe eine bedeutende Rolle. Im Raum der Industriekultur im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf wird im Rahmen der Route der Arbeits- und Industriekultur ein Ausschnitt aus dem fotografischen Lebenswerk von Erwin Schneider aus Niederlaasphe gezeigt. In seiner fast 60-jährigen Schaffenszeit entstand eine große Anzahl von Bildern aus den verschiedenen Landkreisen der Region, die heute eine großartige Sammlung an bedeutenden Zeitdokumenten darstellen. Begonnen hat die Faszination Fotografie für Erwin Schneider mit dem Kauf seiner ersten Kamera im Jahr 1949. In mehr als einem halben Jahrhundert hielt Erwin Schneider Städte und Dörfer, Kirchen, Burgen und Schlösser, Wohnhäuser und Fabrikanlagen in Bilddokumenten fest. Dabei war ihm immer auch der Blick auf die technischen Neuerungen wichtig, weshalb Industrieanlagen, Strommasten oder Windkrafträder ebenso auf seinen Bildern erscheinen wie Menschen bei den verschiedensten modernisierten Arbeitsprozessen. Die Qualität seiner Aufnahmen, die alle im selbst eingerichteten Fotolabor entwickelt wurden, brachte ihm bald die Nachfrage nach Reproduktionen ein. Kostbare alte Glasplatten und teilweise zerstörte Originalabzüge konnte Erwin Schneider mit Hilfe seiner Reproduktionstechnik wieder sichtbar machen. So zeigen seine großformatigen Abzüge heute das, was auf den Originalen für das menschliche Auge schon „verschwunden“, d.h. fast gänzlich verblasst war.


Übersichtskarte der Standorte

Standorte

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