Als erste und älteste deutsche Gedenkstätte über Zwangsarbeit erforscht und vermittelt das 1994 gegründete Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Stadtallendorf die Zusammenhänge von Zwangsarbeit und Mobilisierung zum Zweck der Kriegsvorbereitung und Kriegsführung des deutschen Nationalsozialismus von 1933-45.
Das DIZ verfügt über eine Dauerausstellung und Außenstandorte im ehemaligen Werksgelände. Seit Juli 2020 ist das DIZ ein wichtiger Standort der "Route der Arbeit und Industriekultur Marburg-Biedenkopf". Seit Juli 2022 ist die Gedenkstätte ein Nationales Projekt des Städtebaus.
Schwerpunkte des DIZ Stadtallendorf sind die Themen "Zwangsarbeit und Rüstungsindustrie im Nationalsozialismus 1933-45 in Deutschland" sowie "Industriekultur nach 1945 in der deutschen Nachkriegszeit und der Bundesrepublik als Demokratiegeschichte". Dazu betreibt die Gedenkstätte Grundlagensicherung durch Archivierungen sowie die Aufarbeitung des historischen Werksgeländes und dessen Überformung zu einer Stadt nach 1945. Zu den genannten Themenkreisen organisiert das DIZ Stadtführungen, Vorträge, Ausstellungen und Publikationen. Durchgängig besteht die Möglichkeit zu studentischen Praktika.
Als außerschulischer Lernort verfügt das DIZ über eine enge Beziehung zur Georg-Büchner-Schule Stadtallendorf.
Von Anfang an ist die Aufarbeitung und Dokumentation der Situation der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in den Lagern und Sprengstoffwerken rund um Allendorf in der Zeit von 1938-45 im persönlichen Austausch mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ein besonderes Anliegen des DIZ.
Der Landkreis arbeitet eng mit dem DIZ zusammen.
Die Einrichtung wird gefördert durch die Hessische Landeszentrale für politische Bildung und den Landkreis Marburg-Biedenkopf.
Träger ist der Magistrat der Stadt Stadtallendorf.
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