Inhalt anspringen

Behindertenfahrdienst

Bei dem Fahrdienst in der Zuständigkeit des Landkreises Marburg-Biedenkopf und des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV) handelt es sich um eine Leistung im Rahmen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen (Hilfe zur Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft), ohne eine weitere Bedarfsprüfung und ohne Anrechnung von Vermögen. Neben den behinderungsbedingten Einschränkungen in der Bewegungsfähigkeit darf das Einkommen eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten.

Beschreibung

Der Behinderten-Fahrdienst wird vom Diakonischen Werk Biedenkopf, vom Deutschen Roten Kreuz Biedenkopf, vom Club Behinderter und ihrer Freunde in Stadtallendorf und den Taxen und Mietwagen im Landkreis durchgeführt.

Mit dem Fahrdienst soll schwerstbehinderten Menschen die Teilnahme am Gemeinschaftsleben erleichtert werden. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf, Fachbereich Familie, Jugend und Soziales – Fachdienst Soziales/Widerspruchsstelle – gewährt hierfür Zuschüsse.

Der Landeswohlfahrtsverband Hessen ist nach dem Hessischen Ausführungsgesetz zum Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) für die Eingliederungshilfe und somit auch für die Nutzung von Behinderten-Fahrdiensten zuständig, wenn die Person die Schulbildung beendet bzw. erstmals vor Erreichen der individuellen Regelaltersgrenze nach § 235 Abs. 2 SGB VI einen entsprechenden Bedarf hat und die persönlichen Voraussetzungen zur Nutzung vorliegen.

Ein Antrag ist beim LWV Hessen, Ständeplatz 6-10 in 34117 Kassel, beim Fachbereich 204 für Menschen mit einer Körperbehinderung bzw. 206 für Menschen mit geistiger Behinderung zu stellen.

Die berechtigten Personen können zwischen der Benutzung von Taxen oder Mietwagen oder Spezialfahrzeugen der Hilfsorganisationen frei wählen. Begleitpersonen und Sachen können nur kostenlos befördert werden, wenn das verwendete Fahrzeug dies zulässt. Bei der Benutzung der Fahrzeuge wird in der Regel nur Hilfestellung gegeben, die unmittelbar mit der Beförderung zusammenhängt (Hilfe beim Ein- und Aussteigen).

Übernommen werden Fahrten zu Verwandten und Bekannten, zum Besuch von Veranstaltungen geselliger und kultureller Art, Fahrten zu Behörden, Einkaufsfahrten u.ä.

Fahrten zu ärztlichen oder sonstigen therapeutischen Maßnahmen, zum Arbeitsplatz, zu Ausbildungsstätten oder teilstationären Einrichtungen können nicht abgerechnet werden. Bei medizinischer Behandlung haben Krankenversicherte die Möglichkeit der Übernahme der Fahrtkosten durch die Krankenkasse.

Vielen Dank fürs Teilen

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos ...