An Gebäuden, in Gärten oder auf Höfen nutzen verschiedene Tierarten bauliche Strukturen oder geschützte Bereiche, um dort zu brüten, Nahrung zu suchen oder die kalte Jahreszeit zu überstehen. So nutzen im Frühjahr und Sommer unter anderem Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge kleine Spalten im Mauerwerk oder Hohlräume in Holz als Nistplätze. Auch Eidechsen halten sich gerne in warmen, sonnenexponierten Bereichen wie Trockenmauern oder Steinstrukturen auf. Fledermäuse und Vögel wiederum finden Unterschlupf in Dachstühlen, hinter Fassadenverkleidungen oder in Gebäudespalten, wo sie ihre Ruhe- und Nistplätze einrichten. Im Herbst und Winter suchen schließlich Igel Schutz unter Holzstapeln, in dichten Hecken oder in ruhigen Gartenecken und nutzen diese Bereiche als Winterquartier.
Viele dieser und weiterer Tierarten, die im Bereich menschlich geprägter Orte ihre Lebensstätten einrichten, sind gesetzlich besonders geschützt. Während sensibler Zeiten – insbesondere während der Fortpflanzungs-, Aufzucht- oder Ruhephasen – dürfen diese häufig gefährdeten Arten nicht gestört oder aus ihren Lebensstätten vertrieben werden. Nur so kann ihr Überleben und der Fortbestand der Arten gesichert werden.
Um die Lebensräume vor und hinter der eigenen Haustür in den Fokus zu rücken, sucht die Naturschutzbehörde des Landkreises nun Fotos von Lebensstätten wildlebender Arten an Häusern, in Gärten oder auf Höfen. Für eine Teilnahme an der Aktion genügt es, ein entsprechendes Foto aufzunehmen und dieses dann per E-Mail an heimlicheuntermietermarburg-biedenkopfde zu senden. Für jede Jahreszeit werden die spannendsten Fotos ausgewählt und auf Postkarten des Landkreises veröffentlicht.
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