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AGZ

Die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AGZ) ist ein Förderinstrument zum Erhalt der flächendeckenden Landwirtschaft auch in den sogenannten benachteiligten Gebieten und wurde aus dem Bergbauernprogramm der EWG entwickelt.

Benachteiligte Gebiete zeichnen sich beispielsweise durch Höhenlagen, Hangneigungen, Erreichbarkeit, besondere klimatische Voraussetzungen oder auch geringe Bodenqualitäten aus. Ziel der Förderung ist es, in benachteiligten Gebieten eine standortgerechte und möglichst flächendeckende Landbewirtschaftung zu sichern durch Entschädigung der Landwirte für die entstandenen Einkommensverluste und die zusätzlichen Kosten infolge der mit dem betreffenden Gebiet verbundenen Nachteile.

Derzeit richtet sich die Höhe der AGZ nach der „landwirtschaftlichen Vergleichszahl“ (LVZ). Hiernach sind im Landkreis Marburg-Biedenkopf 124 Gemarkungen als benachteiligt eingestuft. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf besteht aus 22 Gemeinden und 188 Gemarkungen.

Antragsberechtigt sind aktive Betriebsinhaber im Sinne von Artikel 9 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013, die in hessischen benachteiligten Gebieten wirtschaften und ihren Betriebssitz in Hessen haben. Eine Zahlung erfolgt erst ab einem Mindestförderbetrag von 250€ je Zuwendungsempfänger.

Die Ausgleichszulage beträgt im Falle der Grünlandnutzung jährlich mindestens 25 Euro je ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF). In Gemarkungen mit besonders hoher Benachteiligung (niedrige Landwirtschaftliche Vergleichszahl) kann der Fördersatz auf bis zu 136 € je ha LF ansteigen. Im Falle der Ackernutzung werden jährlich 25 € je ha LF gezahlt.

Bestimmte Ackerkulturen (z.B. Weizen, Mais) und aus der Produktion genommene Flächen werden nicht gefördert.

Bis zu einer Betriebsgröße von 100,00 ha förderfähiger Fläche beträgt die Zahlung 100 %, von 100,01 bis 250,00 ha 80 % und von 250,01 bis 500,00 ha 60 % der errechneten Ausgleichszulage. Keine Förderung erfolgt bei über 500,00 ha AGZ-Flächen je Betrieb.

Die Beantragung erfolgt jährlich im Rahmen des Gemeinsamen Antrages mit den anderen Förderprogrammen (Direktzahlungen, HALM).

Für Ackerland galt 2017 ein einheitlicher Fördersatz von 25,00€/ha.

Grünland wurde 2017 mit einem Mindestbetrag von 50,00€/ha (bei LVZ ≥ 25,0) und einem Höchstsatz von 106,15€ (bei LVZ ≤ 16,0) gefördert.

Die Höhe der Fördersätze ist jährlich abhängig von den zur Verfügung stehenden Fördermitteln.

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