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VIP – Verbund Integration und Prävention

Elternschule und frühe Förderung für Zuwandererfamilien –
Integration und Prävention verbinden

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf bietet mit der „Aufsuchenden Elternschule“ ein Unterstützungsangebot für Eltern türkischer und russischer Herkunft mit Kindern von zwei bis fünf Jahren an, in dem neben der Stärkung der Erziehungskompetenz und einer Anleitung zur zweisprachigen Erziehung auch die Integration der ganzen Familie gefördert wird.

Im Projekt "VIP-School – Visiting Immigrant Parents – Aufsuchende Elternschule für Zuwandererfamilien mit Kindern von 2–6 Jahren", das von der Europäischen Union gefördert wurde, wurden zunächst Struktur und Arbeitsmaterialien entwickelt – in Kooperation mit den Partnerorganisationen "Vereinigung Türkischer Eltern in Österreich" Wien, "Andragoski zavod Maribor – Ljudska Universa" (Volkshochschule Maribor), Slovenien und "European Multicultural Foundation" London, UK.

Anschließend wurde das Projekt mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen im Büro für Integration fortgesetzt und weiter entwickelt. Seit Juli 2010 wird das Projekt in Kooperation mit dem Kinderzentrum Weißer Stein Marburg-Wehrda e.V. (als Träger) mit erweiterter Zielsetzung, zusätzlichen Zielgruppen und neuen Bausteinen ausgebaut. Der neue Name "VIP - Verbund Integration und Prävention" knüpft an die bisherige erfolgreichen Angebote an und betont die Verstärkung der Vernetzung und des Präventionsgedankens. 

Bausteine der VIP-School:

0–1 Jahre

  • Willkommensbesuche bei Familien mit Neugeborenen
  • Willkommenstag für Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr
  • Hausbesuche bei Familien mit Kindern bis zwei Jahre

2–5 Jahre

  • Hausbesuche mit Anleitungen zu Übungen und Spielen
  • Mutter-Kind-Gruppen für türkisch-stämmige und für russlanddeutsche Mütter

5–6 Jahre

  • Mütter-Gruppe (interkulturell) zur Vorbereitung auf den Schuleintritt

0–6 Jahre

  • Beratung
  • Informationsveranstaltungen und Seminare
  • Eltern-/Mütter-Café
  • Angebote der Kooperationspartner

In der aufsuchenden Elternschule erhalten junge Zuwanderer-Eltern, insbesondere die Mütter, eine Hilfestellung und Beratung bei der Erziehung und Förderung ihrer 2–5 jährigen Kinder. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Sprachentwicklung (Muttersprache und Zweitsprache) gelegt. Die Hilfestellung erfolgt hauptsächlich individuell bei den Familien zu Hause durch zweisprachige AnleiterInnen und in parallelen Mutter-Kind-Gruppen. Hausbesuche und Mütter-Kind-Gruppen gehören zusammen und sind für die angemeldeten Familien verpflichtend. Zusätzlich werden Kurse, Seminare und Informationsveranstaltungen angeboten, die die Eltern in ihrer Erziehungsarbeit und der Förderung ihrer Kinder vertiefend unterstützen. Diese weiteren Bausteine sind frei wählbar und ergänzen das Angebot. An ihnen können auch Familien teilnehmen, die nicht zu den Hausbesuchen und Mutter-Kind-Gruppen angemeldet sind.

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