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Sport vernetzt mit ALBA Berlin

Gemeinsame Pressemitteilung

ALBA BERLIN Basketballteam e.V., Turn- und Sportverein „Eintracht“ 1920 e. V. Stadtallendorf, Magistrat der Stadt Stadtallendorf und Kreisausschuss Marburg-Biedenkopf

Projekt „Sport vernetzt“ mit ALBA Berlin ist gestartet 

Kinder für den Sport begeistern

Es handelt sich um ein Projekt, das durch Vermittlung des Landkreises nach Stadtallendorf geholt werden konnte und mit einem Letter of Intent, also einer klaren Absichtserklärung, von den Partnern ALBA Berlin, Eintracht Stadtallendorf, Stadt Stadtallendorf und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf unterschrieben wurde.

Es handelt sich dabei um ein Konzept der Berliner Fachleute um den ehemaligen Basketball-Nationalspieler Henning Harnisch, der Vizepräsident von ALBA Berlin und Initiator des Projekts ist. Das Ziel von „Sport vernetzt“ lautet, insbesondere benachteiligten Kindern über das Projekt Zugänge zu Spiel-, Sport- und Bewegungsangeboten“ zu ermöglichen. Kern der Idee ist es, dass qualifizierte Trainer*innen aus den Sportvereinen motivierende Bewegungsangebote an Kitas und Schulen schaffen. So entwickeln junge Menschen schon früh Freude an Bewegung und pflegen im Optimalfall auch langfristig einen gesunden und aktiven Lebensstil als Freizeit- oder sogar einmal als Profisportler*innen. 

In Zusammenarbeit mit der Auridis-Stiftung hat ALBA Berlin insgesamt sieben Standorte in Deutschland ausgesucht, um mit diesen gemeinsam Kinder für den Sport zu begeistern. Stadtallendorf ist dabei in Bezug auf die Einwohnerzahl der kleinste und zudem der einzige Ort im Bundesland Hessen. Harnisch hat bereits seit vielen Jahren Erfahrungen gesammelt, wie man Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter an den Sport heranführen und dafür begeistern kann. Das gilt erst recht für sozial benachteiligte Kinder.

Für die Stadt Stadtallendorf ist das eine große Chance, die Erfahrungen aus Berlin für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt für die Förderung des Sports zu nutzen. 

Der TSV Eintracht Stadtallendorf hatte bereits vor Jahren einen ähnlichen Ansatz mit einem Sportangebot in den Grundschulen verfolgt und erhofft sich nunmehr gezielte Beratungen und Hilfestellungen aus Berlin. Mitte des Jahres 2021 könnte an die Umsetzung gedacht werden, sofern die coronabedingten Inzidenzzahlen das zulassen.

Mit dem Projekt verfolgen ALBA BERLIN und der TSV Eintracht Stadtallendorf folglich eine ganzheitliche Sportidee, bei der sich Sportvereine aktiv an der Stadtentwicklung beteiligen und sich in sozial herausfordernden Räumen als Sozialakteur engagieren. Dort vernetzen sie gemeinnützige Organisationen, Grundschulen, Kitas und die Kommune, um jungen Menschen ungeachtet ihrer sozialen Herkunft einen niedrigschwelligen Zugang zu Bewegung zu ermöglichen.

Das Projekt will insbesondere die Ausgangslage sozial benachteiligter Kinder verbessern und damit den gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen. Damit hängt unter anderem zusammen, dass die gesundheitliche Entwicklung vieler Kinder in Deutschland aufgrund mangelnder körperlicher Aktivität gefährdet ist. Kinder, die in sozial-herausfordernden Lebenslagen aufwachsen, haben allgemein schlechtere Zugänge zu Bewegungsangeboten und häufig werden diese Angebote zielgruppen-unspezifisch oder von sportpädagogisch unqualifiziertem Personal betreut.

Neben der gesundheitlichen Dimension hat körperliche Inaktivität auch enorme ökonomische Auswirkungen. Die verursachten Kosten körperlicher Inaktivität sind sehr hoch und werden in unterschiedlichen Studien für Deutschland auf 2,4 Milliarden bis zu 12,8 Milliarden Euro geschätzt, je nach Einrechnen von direkten und indirekten Kosten. Ein Anstieg der körperlichen Aktivität um 20 % könnte demnach auch zu einer bedeutenden Kostenersparnis in Deutschland führen. Die Präventionseffekte würden ökonomisch bis auf die kommunale Ebene spürbar sein, heißt es zum Beispiel in einer Studie des Londoner Centre for Economics and Business Research. 

ALBA übernimmt die strategische und operative Beratung für den TSV Eintracht zur Umsetzung von „Sport vernetzt“, stellt sein erworbenes Know-How bestmöglich zur Verfügung und wirkt unterstützend im Prozess der Umsetzungsvorbereitung mit. Sämtliche hierfür anfallenden Kosten übernimmt ALBA. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf arbeitet bei dem Projekt ebenfalls mit und unterstützt das Modellprojekt zudem mit insgesamt 7.500 Euro. Die Stadt Stadtallendorf koordiniert vor Ort.

Alle Partner sind sich dahingehend einig, dass das Projekt eine echte Win-Win-Situation darstellen kann und freuen sich darauf, das jetzt gestartete Projekt in Stadtallendorf auf den Weg bringen und umsetzen zu können.

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