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Landsynagoge Roth

Die Landsynagoge Roth, befindet sich einem Ortsteil der Gemeinde Weimar im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen. Sie ist eine ehemalige Synagoge im Eigentum des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Mit Leben gefüllt wird sie durch die hervorragende Arbeit des Arbeitskreises Landsynagoge Roth.

Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge nicht niedergebrannt, um angrenzende Gebäude nicht zu gefährden, allerdings wurde die gesamte Inneneinrichtung zerstört. Am 9. Februar 1939 musste die jüdische Gemeinde die Synagoge verkaufen. 

1990 kaufte die Gemeinde Weimar (Lahn) das Gebäude mit finanzieller Unterstützung des Landkreises. Im Mai 1995 beschloss der Kreisausschuss des Landkreises, die Synagoge zu einem symbolischen Preis zu erwerben und zu restaurieren. Von 1993 bis 1995 fand die Außensanierung statt. Die Finanzierung lag zu je einem Drittel bei der Gemeinde, dem Landkreis und dem Land Hessen. In den Jahren 1997 und 1998 erfolgte die durch den Landkreis finanzierte Innensanierung. Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten wurde die Synagoge im März 1998 mit einer feierlichen Veranstaltung der Öffentlichkeit übergeben. Die Landsynagoge Roth ist seitdem sowohl Gedenk- wie auch Veranstaltungsort.

Der Arbeitskreis Landsynagoge Roth

Der Arbeitskreis Landsynagoge Roth e.V. wurde im Jahr 1996 gegründet. Seit 1998 besteht ein Nutzungsvertrag zwischen dem Landkreis als Eigentümer des Gebäudes und dem Arbeitskreis. Der Verein setzt sich für den Erhalt der ehemaligen Synagoge in Roth und deren Nutzung als Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust im heutigen Landkreis Marburg-Biedenkopf, als Lernort für Schülergruppen, Konfirmandengruppen sowie Erwachsene und als Stätte kultureller Begegnungen ein. Der Verein führt aus diesen Gründen regelmäßig Veranstaltungen in der ehemaligen Synagoge durch. 

Veranstaltungen in der Synagoge werden vom Arbeitskreis Landsynagoge Roth organisiert. Der Verein setzt sich für den Erhalt und die Nutzung ein. Sie ist Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust im Landkreis und Lernort für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene. Sie ist Veranstaltungsort für Konzerte, Vorträge und andere kulturelle Angebote.

Der Arbeitskreis Landsynagoge Roth wurde vielfach für seine Arbeit ausgezeichnet (z.B. 2003 mit dem Otto-Ubbelohde-Preis, 2005 mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis und 2006 mit dem Ersten Förderpreis Hessische Heimatgeschichte) und auch die Sanierung der Synagoge selbst als Gebäude wurde 2005 mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet.

Link zu den Internetseiten des Arbeitskreises Landsynagoge Roth e.V.:

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