Ein respektvolles Miteinander bedeutet, die Grenzen anderer Menschen zu achten. Aufmerksamkeit, Interesse oder Komplimente sind nur dann positiv, wenn sie willkommen sind. Catcalling hingegen überschreitet persönliche Grenzen und kann das Sicherheitsgefühl von Menschen nachhaltig beeinträchtigen.
Öffentliche Räume sollten Orte sein, an denen sich alle Menschen frei, sicher und respektiert bewegen können – unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, sexueller Orientierung oder Identität. Die Sensibilisierung für Catcalling ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt.
#keinkompliment
Um auf das Ausmaß von verbalen sexuellen Belästigungen aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben, können Erfahrungen mit Catcalling an die E-Mail-Adresse #keinkomplimentmarburg-biedenkopfde gemeldet werden.
Die Meldungen werden anonymisiert gesammelt und für Sensibilisierungs- und Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Im Rahmen von Aktionen rund um den bundesweiten Anti-Catcalling-Tag, der jährlich am zweiten Freitag im Juni stattfindet, können gemeldete Vorfälle durch lokale Initiativen symbolisch an den Orten sichtbar gemacht werden, an denen sie sich ereignet haben. Ziel ist es, auf sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum aufmerksam zu machen und gesellschaftliche Diskussionen anzustoßen.
Zur Meldung eingeladen sind alle Personen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, die selbst Catcalling erlebt oder entsprechende Situationen beobachtet haben. Hilfreich sind Angaben zur Art des Vorfalls sowie – soweit bekannt – zu Ort, Datum und Uhrzeit. Die Meldungen können selbstverständlich anonym erfolgen.
Darüber hinaus freuen wir uns über Menschen, die die Aufklärungsarbeit unterstützen möchten, beispielsweise durch die Mitwirkung an Aktionen oder Veranstaltungen zum Thema Catcalling und respektvolles Miteinander im öffentlichen Raum.
Auch Zeug*innen können einen wichtigen Beitrag leisten: Wer Catcalling beobachtet, kann – sofern die Situation dies sicher zulässt – deutlich machen, dass ein solches Verhalten nicht akzeptabel ist. Die Aktion „Kein Kompliment!“ setzt sich dafür ein, sexuelle Belästigung im Alltag sichtbar zu machen und Betroffene zu stärken.