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Pressemitteilung 241/2026

20.07.2026

Landrat verabschiedet langjährigen Leitenden Notarzt – Dr. Andreas Jerrentrup war in dieser Funktion 20 Jahre ehrenamtlich im Rettungsdienst engagiert

Dr. Andreas Jerrentrup (2.v.li.) wurde als Leitender Notarzt verabschiedet. Maik Klein (Leiter der Rettungsleitstelle), Dr. Martin Sassen (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst), Landrat Jens Womelsdorf und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (v.li.) dankten Jerrentrup für die gute Zusammenarbeit.

Marburg-Biedenkopf – 20 Jahre lang war Dr. Andreas Jerrentrup in leitender Funktion als Notarzt im Rettungsdienst für den Landkreis Marburg-Biedenkopf tätig. Landrat Jens Womelsdorf hat ihn nun mit der Übergabe der Abberufungs-Urkunde im Marburger Landratsamt verabschiedet und sein langjähriges Engagement, das ehrenamtlich geleistet wird, gewürdigt.

Die Funktion als Leitender Notarzt hatte Jerrentrup seit dem Jahr 2006 inne. Eine Funktion mit viel Verantwortung: Denn ein Leitender Notarzt („LNA“) übernimmt bei Großschadenslagen wie großen Unfällen, Explosionen oder auch im Katastrophenfall die medizinische Gesamtleitung am Einsatzort. Er koordiniert also die medizinischen Einsatzkräfte und ist wichtige Ansprechperson für die Kräfte vor Ort. Er arbeitet dabei mit der dem Organisatorischen Leiter oder der Organisatorischen Leiterin Rettungsdienst, kurz „OLRD“, zusammen. Gemeinsam koordinieren sie dabei die medizinischen Rettungsmaßnahmen und stellen die Versorgung durch den Rettungsdienst auch bei größeren und komplexen Einsatzlagen sicher.

„Es ist absolut keine Selbstverständlichkeit, sich so viele Jahre ehrenamtlich und in so einer verantwortungsvollen Position zu engagieren. Umso dankbarer bin ich, dass Dr. Andreas Jerrentrup über die Jahre stets ein zuverlässiger Partner im Leitungsdienst des Rettungsdienstes war“, betont Landrat Jens Womelsdorf. Der Kreis als Rettungsdienst-Träger habe von seiner Fachkenntnis und Erfahrung in hohem Maße profitiert.

Auch die für die Tätigkeit erforderliche hohe Einsatzbereitschaft sei hervorzuheben, so Womelsdorf. Die Funktion als Leitender Notarzt wird rund um die Uhr aus einem Pool an qualifizierten Ärztinnen und Ärzten sichergestellt. Stand Anfang Juni 2026 sind im Kreis neun LNA und 14 OLRD berufen.

Dr. Martin Sassen, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst beim Kreis, betonte, Jerrentrup sei ein exzellenter Notfallmediziner. Durch seine ruhige und geduldige Art und die Fähigkeit, stets in Zusammenhängen zu denken, bringe er die idealen Voraussetzungen für eine Tätigkeit als LNA mit. Auch Lars Schäfer, Kreisbrandinspektor und Leiter der Gefahrenabwehr, sowie Maik Klein, Leiter der Rettungs-Leitstelle beim Kreis, dankten Jerrentrup für die lange und gute Zusammenarbeit. Als Leitender Notarzt hört Jerrentrup aus Kapazitätsgründen auf, denn auch hauptberuflich hat der 57-järhige Kirchhainer eine Leitungsfunktion inne: Er ist Chefarzt der Notfallmedizin am Universitätsklinikum in Marburg und arbeitet damit auch weiterhin an der Schnittstelle von Notaufnahme und Rettungsdienst.

Auch Dr. Susanne Betz hat Landrat Jens Womelsdorf kürzlich als Leitende Notärztin verabschiedet. Sie war neun Jahre in dieser Funktion tätig. Auch ihr dankte der Landrat für das langjährige und Engagement und die verlässliche Zusammenarbeit.

Hintergrund: Der Kreis als Rettungsdienst-Träger

Der Landkreis ist nach den gesetzlichen Vorgaben Träger des Rettungsdienstes. Er stellt also den organisatorischen Rahmen für den Rettungsdienst. Die Leitenden Notärztinnen und Notärzte sind daher ehrenamtlich für den Kreis tätig. Für die Erfüllung der rettungsdienstlichen Aufgaben können Landkreise auch Hilfsorganisationen beauftragen. In Marburg-Biedenkopf übernehmen diese Aufgaben der DRK Rettungsdienst Mittelhessen, die Johanniter-Unfall-Hilfe, (Regionalverband Mittelhessen) sowie der Malteser Hilfsdienst (Diözese Fulda).

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