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Pressemitteilung 281/2026

28.08.2026

„Haus, in dem Kinder forschen“ – Betreuungsangebot in Oberrosphe ausgezeichnet / Landrat Jens Womelsdorf und Bundestagsabgeordneter Sören Bartol besuchen Betreuungsangebot

Landrat Jens Womelsdorf (li.), Bundestagsabgeordneter Sören Bartol (2.v.li.) und Bürgermeister Sven Schmidt (2.v.re.) freuen sich gemeinsam mit den Kindern, den Betreuungskräften, Lehrkräften und den Verantwortlichen des Landkreises über die Auszeichnung „Haus, in dem Kinder forschen“.

Marburg-Biedenkopf – Das Betreuungsangebot des Landkreises Marburg-Biedenkopf an der Außenstelle der Burgwaldschule Wetter in Oberrosphe ist als „Haus, in dem Kinder forschen“ zertifiziert worden. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Stiftung „Kinder forschen“ die kontinuierliche Förderung von frühkindlicher Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz: MINT) sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die offizielle Plakette wurde im Rahmen der Zertifizierungsveranstaltung überreicht. Mit dabei waren unter anderem Sören Bartol, Mitglied des Deutschen Bundestages, Landrat Jens Womelsdorf, Wetters Bürgermeister Sven Schmidt sowie Tanja Pfeifer, Fachbereichsleitung des Fachbereiches Haus der Bildung. Für kontinuierliches Engagement in der frühen Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erhielt die Einrichtung die Zertifizierung zum „Haus, in dem Kinder forschen“.

Das Thema „Bienen und ihre Lebensräume“ standen im Mittelpunkt: Die kleinen Forscherinnen und Forscher der Grundschule haben sich intensiv mit den Insekten und ihren unterschiedlichen Lebensräumen auseinandergesetzt. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die Erforschung und Gestaltung eines Sandariums als künstlich angelegten Lebensraum- und Nistbereich für Wildbienen. Gemeinsam wurde das Sandarium gestaltet und weiterentwickelt. Die Kinder beschäftigten sich mit Sand, Wasser, Steinen und weiteren Naturmaterialien und erforschten, welche Bedeutung diese für den Lebensraum von Wildbienen haben. Der Imker Florian Bäcker unterstützte die Kinder als Experte und beantwortete ihre Fragen rund um Bienen, Waben und Honig.

„Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen verstehen, wie die Welt um sie herum funktioniert. Wenn sie dabei selbst ausprobieren, tüfteln und Lösungen entwickeln können, macht Lernen nicht nur Spaß, sondern bleibt auch nachhaltig im Gedächtnis. Ich freue mich deshalb sehr über die Auszeichnung und darüber, dass hier ein Ort geschaffen wurde, an dem Kinder ihre Neugier ausleben und mit Freude Neues entdecken können“, betont Sören Bartol.

„Die spannenden Ergebnisse der Forschungsaktivitäten zeigen, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig für wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern. Forschen bedeutet nicht nur, Antworten zu finden, sondern vor allem Fragen zu stellen und eigene Entdeckungen zu machen. Gleichzeitig erfahren die Kinder am Beispiel der Bienen, wie wichtig der verantwortungsvolle Umgang mit Natur und Umwelt ist“, sagte Landrat Jens Womelsdorf.

Um solche Projekte fundiert begleiten zu können, nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bildungs- und Betreuungsangebote regelmäßig an Fortbildungen teil. Gemeinsam mit den Kindern erkunden sie alltagsnahe Phänomene und fördern dabei nicht nur naturwissenschaftliche, sondern auch wichtige überfachliche Kompetenzen – darunter Sprach- und Sozialkompetenz, Feinmotorik, methodisches Lernen und ein gestärktes Selbstbewusstsein.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war das Stationsangebot rund um das Thema Bienen. An verschiedenen Gruppentischen konnten die Gäste selbst aktiv werden. So konnte Honig probiert werden und Kerzen hergestellt werden.

Ein weiteres Glanzlicht ist die Galerie, die den zertifizierten Forschungsprozess rund um das Sandarium dokumentiert. Hier können die Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Phasen der Forschungsaktivität der Kinder erleben und die entstandenen Ergebnisse betrachten.

Die Zertifizierung zum „Haus, in dem Kinder forschen“ basiert auf Grundlage fester Qualitätskriterien, die sich unter anderem am Deutschen Kindergarten Gütesiegel sowie an den prozessbezogenen Qualitätsstandards für naturwissenschaftlichen Unterricht orientieren. Sie wird für zwei Jahre vergeben. Danach können sich Einrichtungen erneut bewerben. Ziel der Stiftung „Kinder forschen“ ist es, das Engagement pädagogischer Einrichtungen zu würdigen und deren Qualitätsentwicklung zu fördern.

Bundestagsabgeordneter Sören Bartol formt mit den Kindern Kugeln aus Erde und Blumensamen, die anschließend zu Hause gepflanzt werden können und so Lebensraum für Bienen und andere Insekten schaffen.
Landrat Jens Womelsdorf (Mitte), Bürgermeister Sven Schmidt (li.) und Bundestagsabgeordneter Sören Bartol verteilen Geschenke an die Kinder sowie die Forscherpässe, die jedes Kind zum Abschluss des Projekts erhält.

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