Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf setzt die beiden Familienklassen an der Europaschule Gladenbach und an der Grundschule 2 in Stadtallendorf auch im Schuljahr 2026/27 fort. Einmal pro Woche verbringen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Erziehungsberechtigten, einer Lehrkraft sowie einer oder einem Multifamilientrainern oder Multifamilientrainer einen Schultag.
Die Familienklassen fördern die enge Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Familien und der Schule. So entstehen gegenseitiges Verständnis und Vertrauen als wichtige Grundlagen für erfolgreiches Lernen.
„Ich freue mich sehr, dass wir die Familienklassen auch in diesem Schuljahr fortführen können. Mein herzlicher Dank gilt allen Kooperationspartnern für die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit“, betont Landrat Jens Womelsdorf. Das Konzept zeige eindrucksvoll, wie wichtig der Austausch und die gegenseitige Unterstützung der Familien sind. „So wird Hilfe zur Selbsthilfe ganz praktisch gelebt“, unterstreicht Womelsdorf.
„Mit den Familienklassen begleiten und stärken wir Kinder in ihrer sozialen Entwicklung und unterstützen sie dabei, schulische sowie persönliche Herausforderungen besser zu bewältigen. Die enge Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor“, ergänzt Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Landkreises.
Hintergrund:
Die Familienklassen sind ein hessenweites Kooperationsprojekt zwischen dem Hessischen Kultusministerium, den Städten und Landkreisen als Schul- und Jugendhilfeträger sowie den staatlichen Schulämtern. Im Landkreis sind neben der Europaschule Gladenbach und der Grundschule 2 in Stadtallendorf die beiden zuständigen regionalen Beratungs- und Förderzentren, der Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit e.V. Marburg (bsj), das Staatliche Schulamt für den Landkreis Marburg-Biedenkopf, das Hessische Kultusministerium und der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seinem Fachbereich Familie, Jugend und Soziales beteiligt. Bereits 2020 hatten der Landkreis und das Kultusministerium erstmals eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um das Angebot gemeinsam zu finanzieren und umzusetzen.