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Pressemitteilung 448/2022

28.07.2022

Eine Art Schutzschild: Versicherungs-Plakette ist das Exponat des Monats – Schild diente als Beleg für den Versicherungsschutz

Ein Versicherungsschild der Nassauischen Brandversicherungsanstalt ist als Exponat des Monats August im Hinterlandmuseum im Schloss Biedenkopf zu sehen. Solche Plaketten belegten den Versicherungsschutz eines Gebäudes.

Marburg-Biedenkopf – Ein Versicherungsschild der Nassauischen Brandversicherungsanstalt ist das Exponat des Monats August im Hinterlandmuseum im Schloss Biedenkopf. Das Geschäftsgebiet der Versicherungsanstalt umfasste ab 1868 auch den Kreis Biedenkopf. Von hier stammt auch die Plakette. Monika Strohmann hat sie an das Museum gestiftet. 

Das Schild zeigt das Stammwappen der Grafen von Nassau mit dem goldenen stehenden Löwen vor blauem, mit goldenen Schindeln besetztem Grund. Die Aufschrift „Nassauische Brand-Versicherungs-Anstalt“ und die Löcher in den Ecken verweisen auf die Funktion des Schildes: An einem Gebäude angebracht, belegte die Plakette den Versicherungsschutz. 

Die Nassauische Brandversicherungsanstalt war 1806 durch landesherrliches Edikt gegründet worden. Davor unterstützte der Staat Brandgeschädigte durch Sachspenden wie beispielsweise Holz oder mit der Genehmigung für eine Sammlung („Kollekte“). Weil die Ergebnisse aber zu unterschiedlich und nicht voraussehbar waren und oft nicht ausreichten, führten die Territorialstaaten „Brandkassen“ ein: Die Gebäude wurden geschätzt und versichert, die Besitzer mussten entsprechende Beiträge bezahlen.

Besonders im 19. Jahrhundert wurde die Feuerversicherung auch als Instrument der allgemeinen Landesentwicklung benutzt: Häuser mit Strohdächern und zu nah beieinander stehende Gebäude stellten ein hohes Brandrisiko dar. Die Beseitigung von Strohdächern und die Errichtung von Brandschutzmauern war daher ein vorrangiges Entwicklungsziel. Um dieses Vorhaben voranzubringen, wurde der Hausbau finanziell gefördert, vorausgesetzt der Bauherr hatte eine Brandschutzversicherung abgeschlossen. 

Zu sehen ist das Exponat des Monats während der Öffnungszeiten des Hinterlandmuseums, dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 2,50 Euro, für Kinder bis 14 Jahre 1,30 Euro. Für den Besuch des Museum wird weiterhin das Tragen einer FFP2-Maske oder zumindest einer OP-Maske dringend empfohlen.

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