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Pressemitteilung 411/2021

28.07.2021

Schulsozialarbeiter sind Lotsen für Kinder und Jugendliche – Wichtige Unterstützung macht junge Menschen auch in Corona-Zeiten stark

Marburg-Biedenkopf – Im Rahmen der Unterstützung der Kinder und Jugendlichen während der Corona-Pandemie arbeitet der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seinem Fachbereich Familie, Jugend und Soziales daran, die schulische Bildung mit den sozialpädagogischen Angeboten für Schülerinnen und Schüler in Krisenzeiten zu verbinden. Das Ziel ist, eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler zu fördern und sie in der Streitschlichtung als Konfliktlotsen auszubilden.  

Durch die Corona-Pandemie fühlen sich die jungen Menschen oftmals nicht ernst genommen, schlecht informiert, einsam und haben Angst um ihre Zukunft. Aus diesem Grund will die Schulsozialarbeit als ein Angebot der Jugendhilfe ihnen zur Seite stehen. Die Schulsozialarbeit für die jungen Menschen am Lernort Schule nimmt eine wichtige Brückenfunktion zwischen regionalen Angeboten der Jugendhilfe und der Schule ein. Sie ist ein leicht zugängliches und verlässliches Angebot der Jugendhilfe für alle Kinder und Jugendlichen einer Schule. Dabei unterstützt sie auch die Schülerinnen und Schüler kurzfristig, situativ und flexibel, plant aber auch langfristig präventive Maßnahmen und Projekte. 

„Die Schulsozialarbeit unterstützt die Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern im Schulalltag, arbeitet mit den Eltern zu Erziehungsfragen, fördert die soziale Kompetenz, hilft dabei Konfliktfälle an Schulen zu reduzieren, regt Schulentwicklungsprozesse an und verbessert das Schulklima“, sagt Landrätin Kirsten Fründt. Darüber hinaus betont sie, dass die Schulsozialarbeit heute aus der Schulgemeinschaft nicht mehr wegzudenken sei. 

Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter arbeiten viel mit Kleingruppen, außerhalb des Unterrichts oder auch im Klassenverband. Sie greifen auch die Interessen und Bedürfnisse der jungen Menschen auf, bieten eigene Projekte an und vermitteln in geeignete Angebote aus der Region. Sie bilden mit ihrem speziellen Blickwinkel ein wichtiges Bindeglied zwischen schulischer Unterrichtspädagogik und der Sozialpädagogik. Dies geschieht etwa im Rahmen der Angebote Soziales Lernen oder Kompetenztraining, um beispielsweise Schülerinnen und Schüler in der Streitschlichtung und als Konfliktlotsen auszubilden. Durch ihre Fachkenntnisse tragen sie zum gegenseitigen Verstehen bei und ermöglichen somit einen Perspektivwechsel. 

Einzelnen Schülerinnen und Schülern widmen sie sich aber auch intensiv, um bei Problemen abzuklären, welche weiterführenden Unterstützungsangebote infrage kommen. Sie übernehmen dabei eine Lotsenfunktion innerhalb des Hilfesystems. 

In der Zeit des Lockdowns waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulsozialarbeit für die Kinder und Jugendlichen auch erreichbar. Ob digital über Telefon, E-Mail, Videokonferenzen, virtuelle Kunstprojekte, analoge Postkartenaktionen oder in Präsenz durch Beratungsspaziergänge und Gartenzaungespräche. Uwe Pöppler, der Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, vertritt die Meinung, dass „in Krisenzeiten Kinder und Jugendliche zur Bewältigung schwieriger Lebenssituationen Ansprechpersonen benötigen“ und er fügt hinzu: „Für uns ist deshalb wichtig: an den Schülerinnen und Schüler dranzubleiben, bestehende Kontakte aufrecht zu erhalten und zu versuchen, die soziale Isolation zu durchbrechen“. 

Weitere Informationen über die Angebote der Schulsozialarbeit unter https://www.marburg-biedenkopf.de.

 

Hintergrund:

Schulsozialarbeit ist ein wachsendes Aufgabengebiet. Der Kinder- und Jugendhilfereport 2021 führt an, dass bundesweit 2006 insgesamt 1.751 Fachkräfte in der Schulsozialarbeit tätig waren und 2018 schon 6.676 Personen. Vom Landkreis finanziert gab es im Schuljahr 2001/2002 an 11 Schulen Angebote der Schulsozialarbeit und im Schuljahr 2020/2021 insgesamt an 35 Schulen mit 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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