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Pressemitteilung 292/2020

10.07.2020

Projekt „NULL bis SECHS BUNT“ bietet wieder vollumfängliche Beratung an – Angebot unterstützt pädagogische Fachkräfte und geflüchtete Familien

(von links) Freuen sich gemeinsam über die Rückkehr zu den Regelangeboten von „NULL bis Sechs BUNT“: Lisa Konur (Projektleitung „NULL bis SECHS BUNT“) und Landrätin Kirsten Fründt (beide vorne) sowie Sebastian Weber (Vorstandssprecher Kinderzentrum Weißer Stein Marburg-Wehrda e.V.), Uwe Pöppler (Fachbereichsleiter Familie, Jugend und Soziales) und Siegfried Heppner (Fachbereich Familie, Jugend und Soziales).

Marburg-Biedenkopf – Nach der Wiederaufnahme des Regelbetriebs in den Kindertagesstätten bietet auch das Projekt „NULL bis SECHS BUNT“ wieder ein vollumfängliches Beratungsangebot an. Das Angebot richtet sich an geflüchtete Familien mit Kindern bis zur Einschulung und an pädagogische Fachkräfte in den Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege. Mit einer Zuwendung in Höhe von rund 21.200 Euro fördert das Hessische Sozialministerium auch in diesem Jahr das Unterstützungsangebot.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Landkreises Marburg-Biedenkopf mit seinem Fachbereich Familie, Jugend und Soziales und dem Kinderzentrum Weißer Stein Marburg-Wehrda. Finanziert wird das Angebot aus Mitteln des Landkreises, des Hessischen Sozialministeriums und durch eine Eigenbeteiligung des Kinderzentrums.

„Ich freue mich, dass das Land auch für 2020 wieder seine Zusage der Mitfinanzierung gegeben hat. Seit 2016 leistet ‚NULL bis SECHS BUNT‛ einen wichtigen Beitrag zur Integration von Kindern aus geflüchteten Familien. Insbesondere nach den mehrmonatigen Einschränkungen des Angebots der Kindertagesstätten ist es für Kinder mit einem besonderen Unterstützungsbedarf wichtig, dass die Rückkehr zu den Regelangeboten wieder möglich ist“, so Landrätin Kirsten Fründt.

Gerade Flüchtlingsfamilien, die noch wenig mit dem deutschen Bildungssystem vertraut sind, können die Erfahrungen und Informationen fehlen, um ihren Kindern eine optimale Förderung zu bieten.

„Durch niedrigschwellige Beratung der zugewanderten Familien sowie durch die Teilnahmen an Eltern-Kind-Gruppen sollen die Familien eine Unterstützung bei Fragen der Entwicklung und Förderung ihrer Kinder erhalten. Damit stärken wir gleichzeitig auch die Erziehungskompetenz der Eltern. Die Unterstützung der Zusammenarbeit von Elternhaus und Kindertagesstätte ist uns ein weiteres wichtiges Anliegen“, erklärte Lisa Konur, Projektverantwortliche für „NULL bis SECHS BUNT“ des Kinderzentrums.

Die pädagogischen Fachkräfte in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung stehen mit der Aufnahme von Kindern mit Fluchterfahrungen vor der Herausforderung, Zugangswege zu den betroffenen Kindern zu finden und Sprachbarrieren auch im Kontakt mit den Eltern zu überwinden. Die kreative Suche nach Möglichkeiten zur Integration in die Gesamtkindergruppe und hilfreiche Wege zur Stabilisierung der Kinder sind wesentliche Inhalte der Arbeit.

Deshalb unterstützt „NULL bis SECHS BUNT“ Kindertagesstätten und Kindertagespflege durch Informieren, Beobachten, Beraten, Vernetzen und Vermitteln in weiterführende therapeutische oder begleitende Angebote für die Familien. Hierfür bilden gemeinsame Kontakt- und Beratungsgespräche mit Eltern und Fachkräften der Kindertagesbetreuung, unterstützt durch einen Dolmetscherservice, die Basis.

„Frühzeitige Hilfen für geflüchtete Familien lohnen sich. Sie fördern kindliche Entwicklungsverläufe, wenn sie möglichst früh im Lebenslauf der Kinder ansetzen. Aus Sicht der Jugendhilfe erzielen frühe Hilfen einen doppelten Gewinn: Sie haben einen hohen Wert für das Wohlergehen der Kinder und sparen der Gesellschaft durch eine rechtzeitige Prävention hohe Folgekosten durch später aufwendige und kostspielige Hilfen“, erläuterte Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales.

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