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Pressemitteilung 020/2020

24.01.2020

Stadt und Landkreis gemeinsam gegen Krebs – Aktionstag gegen Krebs am 4. Februar im Cineplex

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (vorne r.) und Landrätin Kirsten Fründt (vorne l.) stellen gemeinsam mit Mitgliedern des AK Onkologie, Linda Noack (hinten v.l.), Christiane Schmitt, Britta Thomé, Petra Gebhardt-Charis, Prof. Dr. Thomas Wündisch und Georg Koch, das Programm zum Aktionstag gegen Krebs am Weltkrebstag, 4. Februar, vor.

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DER UNIVERSITÄTSSTADT MARBURG UND DES LANDKREISES MARBURG-BIEDENKOPF

Marburg. Der Umgang mit der Erkrankung Krebs sowie Begleitungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in allen Phasen der Erkrankung stehen unter anderem beim Aktionstag gegen Krebs am Weltkrebstag am 4. Februar im Mittelpunkt. Veranstaltet wird der Aktionstag bereits zum vierten Mal vom Arbeitskreis Onkologie des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg. Landrätin Kirsten Fründt und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies stellten gemeinsam mit weiteren Akteur*innen das Programm für den Tag vor.

„Für die meisten Menschen ist die Diagnose Krebs ein großer Schock. Mit dem ‚Aktionstag gegen Krebs‘ möchten wir die Besucherinnen und Besucher dabei unterstützen, sich mit der Endlichkeit des Lebens auseinanderzusetzen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies während der Pressekonferenz zu der Veranstaltung am 4. Februar. „Dieses Thema wird für akut kranke Menschen oft ungewünscht schnell sehr aktuell, aber auch gesunden Menschen bietet diese Fragestellung immer auch die Möglichkeit, das eigene Leben zu reflektieren“, ergänzte der OB.

„Gesundheit ist keine Selbstverständlichkeit. Deshalb ist es äußerst wichtig das gesellschaftliche Bewusstsein für den Umgang und die Folgen von Krebs, aber auch für vorhandene Unterstützungsmöglichkeiten, zu stärken. Mit dem Aktionstag wollen wir zeigen, dass Betroffene nicht alleine sind und Hilfe und Unterstützung im Kreis bekommen“, sagte Landrätin Kirsten Fründt. Gemeinsam mit dem OB und weiteren Akteur*innen stellte sie das Programm für den Aktionstag vor, der am 4. Februar von 17 bis 20 Uhr im Kino Cineplex stattfindet. Dabei soll das Thema Krebs mit unterschiedlichem Verlauf im Mittelpunkt stehen und Fragen nachgegangen werden wie „Wie gehe ich mit der Erkrankung um? Wo finde ich Begleitung und Unterstützung in allen Phasen der Erkrankung? Was ist wirklich wichtig im Leben?“.

Der Aktionstag wird um 17 Uhr mit einem Grußwort der Landrätin und des Oberbürgermeisters eröffnet. Von 17.30 Uhr bis etwa 19.10 Uhr wird der Film „Das Beste kommt zum Schluss“ gezeigt, ein Film über zwei an Krebs erkrankten Männern mit unterschiedlichem Verlauf der Erkrankung. Er soll Anregung geben zu Fragen und zur Diskussion in anschließender Expert*innenrunde. Doch vorher sind alle dazu eingeladen, an einer etwa zehnminütigen „Bewegten Pause“ mit Christiane Schmitt vom Verein „Leben mit Krebs“ teilzunehmen.

Die Expert*innenrunde startet um 19.20 Uhr. Bis zum Ende der Veranstaltung gegen 20 Uhr beteiligen sich daran Prof. Dr. Thomas Wündisch, Direktor des Anneliese-Pohl-Krebszentrums Marburg, Dr. Hans-Albrecht Oehler, Allgemeinarzt und Palliativmediziner, Birgit Thomé, Koordinatorin der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung Marburg, sowie ein betroffenes Ehepaar. An Ständen von Kliniken, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen im Foyer gibt es außerdem weitere Informationen.

Der Arbeitskreis Onkologie, der bereits zum vierten Mal den Aktionstag gegen Krebs veranstaltet, besteht aus Vertreter*innen von Kliniken, niedergelassenen Ärzt*innen, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Krankenkassen, dem hessischen Krebsregister, dem Fachbereich Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Gesunden Stadt Marburg. Ziel ist die verstärkte Vernetzung der einzelnen Institutionen im Landkreis und in der Stadt Marburg untereinander sowie die Aufklärung der Bevölkerung über Krebserkrankungen und vorhandene Angebote zur Bewältigung der Krebserkrankung.

Hintergrund

Der Weltkrebstag wurde 2007 von der Welt-Krebsorganisation „Union nationale contre le cancer“ (Internationale Vereinigung gegen Krebs, UICC) ausgerufen. Am Weltkrebstag 2020 stehen die Themen Vorbeugung, Erforschung und Behandlung im Mittelpunkt. Es beteiligen sich zahlreiche Mitgliedsorganisationen mit vielfältigen Aktionen und dem Ziel, die Bevölkerung rund um das Thema Krebs zu informieren, aufzuklären und Halbwissen zu beseitigen. Es wird besonders für die Krebsvorsorge geworben, denn je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Nach Angaben der UICC erkranken weltweit jährlich mehr als zwölf Millionen Menschen und rund acht Millionen Menschen sterben an den Folgen. In Deutschland sind jährlich etwa 500.000 Menschen von einer Neuerkrankung betroffen, davon etwa 2000 Kinder. Nach Angabe des Epidemiologischen Bulletins des Robert Koch Instituts vom 9. Februar 2015 ist die häufigste Krebsart bei Männern der Prostatakrebs mit 64.500 Neuerkrankungen pro Jahr und bei Frauen Brustkrebs mit 69.700 Neuerkrankungen pro Jahr, gefolgt von Lungen- und Darmkrebs. Vorbeugende Maßnahmen, um das Risiko, an Krebs zu erkranken, zu verringern, sind regelmäßige körperliche Bewegung, Nichtrauchen, eine gesunde Ernährung sowie Schutz vor UV-Strahlung.

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