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Pressemitteilung 236/2019

26.06.2019

Erstes inklusives Betreuungsangebot ist jetzt „Haus der kleinen Forscher“ – Ausgezeichneter naturwissenschaftlicher Lernort in Stadtallendorf

Im gemeinsamen Betreuungsangebot des Landkreises für Schülerinnen und Schüler der Landgräfin-Elisabeth-Schule und der Bärenbachschule in Stadtallendorf können die Kinder, ob mit oder ohne Handicap, gemeinsam ihrem Forscherdrang nachgehen.

Marburg-Biedenkopf – Seit Montag, 24. Juni 2019, ist das gemeinsame Betreuungsangebot des Landkreises Marburg-Biedenkopf für Schülerinnen und Schüler der Landgräfin-Elisabeth-Schule und der Bärenbachschule in Stadtallendorf ein „Haus der kleinen Forscher“. Das entsprechende Zertifikat haben Landrätin Kirsten Fründt und Eva Dauzenroth von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg überreicht.

Damit wird die dauerhafte Förderung frühkindlicher Bildung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ausgezeichnet. „Kinder sind geborene Forscher, Entdecker und sind allem Neuen gegenüber sehr aufgeschlossen. Im gemeinsamen Betreuungsangebot für Schülerinnen und Schüler der Landgräfin-Elisabeth-Schule und der Bärenbachschule in Stadtallendorf können sie, ob mit oder ohne Handicap, gemeinsam ihrem Forscherdrang nachgehen. Ganz im Sinne gelebter Inklusion“, freute sich Landrätin Kirsten Fründt über die Auszeichnung des Angebots.

Neben den Kenntnissen naturwissenschaftlicher Zusammenhänge würden zugleich die Sprach- und Sozialkompetenz, aber auch ein Gewinn an Selbstbewusstsein gefördert. „Eben das, was Kinder für ihren späteren Lebensweg benötigen“, sagte Sabine Otto vom Fachdienst Betreuungsangebote an Grundschulen. Die Themen der Projekte würden meist von den Mädchen und Jungen selbst eingebracht. Gespräche der Kinder untereinander oder Beobachtungen der Kinder gäben die Impulse für ihre Forschungsprojekte. Gemeinsam mache man sich dann an die Umsetzung.

Zuletzt ging es beispielsweise um die Beantwortung der Frage, aus welchen Materialien ein Vogelnest besteht und wie es haltbar gebaut wird? Antworten darauf fanden die Kinder auch im Naturschutz-Informationszentrum in Amöneburg und bei einem gemeinsamen Forschernachmittag mit Eltern, Großeltern und Geschwistern. 

Oft brauche es dazu nicht mehr als Alltagsgegenstände und Naturmaterialien, um den Dingen auf den Grund zu gehen, so Otto. Ideen hierzu finden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betreuungsangebote unter anderem in regelmäßigen Fortbildungen der IHK Kassel-Marburg „IHK Forscherkids“ und lokalen Netzwerkpartnern der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.

„Mit der Zertifizierung möchten wir pädagogische Einrichtungen unterstützen, die das Interesse der Kinder an Technik und Naturwissenschaften aufgreifen, den Entdeckungsgeist fördern und damit ihre Bildungschancen insgesamt verbessern“, sagte Eva Dauzenroth von der IHK.

Sie versteht das Engagement der IHK als eine Investition in die Zukunft „unserer stark durch die Industrie geprägten Region“. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung hätten die Unternehmen in unserer Region ein starkes Interesse, junge Menschen für die sogenannten MINT-Berufe zu gewinnen. Dementsprechend freue sie sich über ein weiteres „Haus der kleinen Forscher“. Stadtallendorf ist nach Amönau, Bürgeln-Betzisdorf, Cölbe, Gönnern und Wetter mittlerweile der sechste Betreuungsstandort, der diese Auszeichnung erworben hat.

Hintergrund

Mit dem Zertifizierungsverfahren möchte die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ erreichen, dass die Bildungsbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) Eingang in die Angebote der frühkindlichen Bildung finden, das Engagement der teilnehmenden pädagogischen Einrichtungen wertschätzen und sie bei ihrer Qualitätsentwicklung unterstützen.

Die Zertifizierung ist an feste Qualitätskriterien gebunden, die sich am Deutschen Kindergarten-Gütesiegel und den „Prozessbezogenen Qualitätskriterien für den naturwissenschaftlichen Unterricht“ orientieren. Sie wird für zwei Jahre verliehen, dann können sich die Einrichtungen neu bewerben.

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