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Pressemitteilung 379/2019

22.10.2019

Ärzte aus Tansania informieren sich über Gesundheitswesen – Gäste aus Afrika besuchen Gesundheitsamt des Kreises

Amtsärztin Dr. Birgit Wollenberg (rechts) gibt den Besuchern Dr. Elichilia Shao (2.v.l) und Dr. Credianus Mgimba (3.v.l) aus Tansania konkrete Einblicke in die Arbeitsweise des Gesundheitsamtes Marburg-Biedenkopf. Unterstützt wird sie dabei von der Dolmetscherin Evaline Irene Mosha (links).

Marburg-Biedenkopf – Gesundheit ist überall auf der Welt ein wichtiges Thema. Die Ärzte Dr. Credianus Mgimba und sein Kollege Dr. Elichilia Shao aus Tansania haben daher das Marburger Gesundheitsamt besucht, um sich gemeinsam mit dem Kreis über Gesundheit und Prävention auszutauschen. Dabei erhielten sie in einer Führung und in Vorträgen rund um das Thema Gesundheit Einblicke in die Arbeitsweise des Gesundheitsamtes.

Als Regional Medical Officer hat Dr. Credianus Mgimba große Verantwortung, denn er ist für über 1,8 Millionen Menschen in der Region Kilimanjaro verantwortlich, wenn es um die öffentliche Gesundheit geht. Zusammen mit seinem Kollegen Dr. Elichilia Shao besuchten die beiden Ärzte aus Tansania das Marburger Gesundheitsamt, um Einblicke in die Gesundheitsarbeit des Kreises und Möglichkeiten zum gemeinsamen Austausch zu erhalten.

Dr. Birgit Wollenberg, Leiterin des Gesundheitsamtes Marburg-Biedenkopf, begrüßte die Besucher und erläuterte die wichtigsten Aufgaben des Gesundheitsamtes im Dienst für die Bevölkerung: Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung durch Überwachung, Begutachtung, Beratung und vielfältige Steuerungs- und Moderationsaufgaben in allen gesundheitlichen Belangen. Dabei zeigten sich schnell Gemeinsamkeiten im ärztlichen Fachgespräch: Medizinisches Fachwissen und der hohe Stellenwert von Impfungen sind wichtige Punkte in Sachen Gesundheit, waren sich Gastgeberin und Besucher einig.

Anschließend stand ein Vortrag über das Beratungs- und Behandlungsangebot der sozialpsychiatrischen Flüchtlingshilfe in Marburg-Biedenkopf (SoFhi) auf der Tagesordnung. Auch hier zeigten sich schnell gemeinsame Erfahrungen. Sowohl in Tansania als auch in Deutschland gelten psychische Störungen häufig noch als Tabu, Betroffene werden nicht selten sozial ausgegrenzt. Danach stellte der zahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes das Marburger Modell mit seiner Erfolgsgeschichte auf dem Gebiet der Kariesprävention durch Zahnfluoridierung vor. Den Abschluss der Vortragsreihe bildete eine Fallvorstellung zum Umgang mit Tuberkulose. Der Besuch fand im Rahmen der Partnerschaftsschließung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg mit vier Gesundheitsinstitutionen, darunter auch der Universitätsklinik Kilimanjaro Christian Medical Centre (KCMC) und dem Kilimanjaro Clinical Research Institute (KCRI) aus Tansania, statt. Die Gäste bedankten sich für die Einblicke in die konkrete Arbeitsweise des Gesundheitsamtes, Gastgeber und Gäste wollen den Kontakt aufrechterhalten und im Austausch bleiben.

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