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Pressemitteilung 283/2019

19.08.2019

Ackern für den Artenschutz – Biotop bei Amöneburg enthält seltene Pflanzenarten

Marburg-Biedenkopf – Zuweilen per Hand oder unter Einsatz von schwerem Gerät: die untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Marburg-Biedenkopf kümmert sich auf vielerlei Weise um den Artenschutz. So auch im Biotop „Unter der Waschbach“ bei Amöneburg. Nach umfangreichen Arbeiten informiert seit Freitag, 16. August, eine Hinweistafel über den Artenreichtum vor Ort.

Sumpfstendelwurz, Breitblättriges Knabenkraut, Wundersegge, Sumpf-Dreizack und das Schmalblättrige Wollgras, so lauten die Namen einiger Arten, die sich im Biotop „Unter der Waschbach“ bei Amöneburg finden. Genau hier, in einem sogenannten Quellsumpf, finden viele seltene Pflanzenarten die Voraussetzungen um zu gedeihen.

„Es ist immer wieder bemerkenswert, mit welchem Artenreichtum wir es in unserem Landkreis eigentlich zu tun haben“, sagt Landrätin Kristen Fründt. Das läge auch an „der vielfältigen Arbeit der Mitarbeitenden in der Unteren Naturschutzbehörde, aber auch des Fachdienstes Agrarförderung und Agrarumwelt“, so Fründt. Einer Arbeit, die neben dem entsprechenden Wissen einiges an Weitsicht mit sich bringe.

„Auch das Biotop bei Amöneburg wird bereits seit Jahrzehnten durch den Kreis betreut“, sagt Gabriele Spill-Ebert von der Unteren Naturschutzbehörde. „Zum Beispiel indem wir einen Teil der Fläche mit der Hand mähen und von einem ortsansässigen Bio-Landwirt nachhaltig bewirtschaften lassen, um die Artenvielfalt zu erhalten“, sagt Spill-Ebert. Allerdings braucht es von Zeit zu Zeit umfassendere Arbeiten zum Artenerhalt. „Bei dem Biotop handelt es sich gewissermaßen um eine in die Fläche gehenden Quelle. Sammelt sich zu viel Wasser, breiten sich nach längerer Zeit auch solche Arten aus, die die selteneren Arten verdrängen“, erläutert die Biologin.

Um einer sogenannte „Vernässung“, auch aufgrund des hohen Grundwasserspiegels, vorzubeugen, wurden zuletzt verzweigte, flache Rinnen und Mulden neu angelegt sowie mit einem Spezialbagger verlandete Gräben geräumt und vertieft. Das dadurch abgeleitete Oberflächenwasser sammelt sich nun in mehreren Flachwassertümpeln und schafft so wiederum Lebensraum für Amphibien- und Libellen. Welche Tier- und Pflanzenarten sich mittlerweile „Unter der Waschbach“ finden, darauf weist seit Neuestem eine Schautafel am Wegrand, direkt am Premium-Wanderweg „Amanaburch-Tour“, hin.

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