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Pressemitteilung 153/2018

07.05.2018

Arbeitskreis informiert über Organspende – Mehr als 10.000 Menschen warten auf Spenderorgane

Insgesamt 2.764 Spenderorgane wurden im vergangenen Jahr erfolgreich verpflanzt und haben Patienten das Leben gerettet oder zu einer besseren Lebensqualität verholfen. 2016 wurden noch 3.049 Organe transplantiert. Organspende-Ausweise liegen auch im Gesundheitsamt und im Landratsamt aus.

Marburg-Biedenkopf – Am Mittwoch, 30. Mai 2018, informiert und berät der Arbeitskreis Organspende im Marburger Cineplex-Kino rund um die Themen Organspende und Organtransplantation. In der Zeit von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr stehen Fachleute für allgemeine Auskünfte und eine fachliche medizinische Beratung zur Verfügung. Betroffene berichten zudem über persönliche Erfahrungen.

Zu Beginn des Jahres veröffentlichte die Deutsche Stiftung Organtransplantation besorgniserregende Zahlen: Während mehr als 10.000 Patienten die Transplantation eines Organs benötigen, fiel die Zahl der transplantierten Organe auf einen neuen Tiefstwert. 2017 gab es bundesweit nur noch 797 Organspender, 60 weniger als im Jahr davor. Auch die Anzahl der gespendeten Organe ist um 9,5 Prozent auf 2.594 Organe gesunken. Insgesamt 2.764 Spenderorgane wurden im vergangenen Jahr erfolgreich verpflanzt und haben Patienten das Leben gerettet oder zu einer besseren Lebensqualität verholfen. 2016 wurden noch 3.049 Organe transplantiert.

„Mit dieser Aktion möchten wir, besonders in der aktuellen Situation, ein Bewusstsein für das Thema Organspende in der Bevölkerung schaffen“, erklärt Dr. Nils Ludwig, vom Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf. „Unser Wunsch ist es, die Bürgerinnen und Bürger durch gute persönliche und fachliche Informationen aufzuklären, offene Fragen zu besprechen und damit eventuelle Unsicherheiten abzubauen. Letztlich ist es das Ziel, die Bürgerinnen und Bürger in die Lage zu versetzen, ihre selbstbestimmte Entscheidung bezüglich der Organspende zu treffen und damit Klarheit für sich und die Angehörigen zu schaffen“, erläutert Ludwig.

„Auf einem Organspende-Ausweis kann jeder seine Erklärung zur Spende schriftlich dokumentieren“, ergänzt Dr. Birgit Wollenberg, die Leiterin des Gesundheitsamtes. „Grundsätzlich kann man einer Spende von Organen und Geweben uneingeschränkt zustimmen, die Spende beschränken oder einer Spende widersprechen“.

Informationsmaterial und Organspende-Ausweise lassen sich über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) beziehen. Sie liegen auch im Gesundheitsamt und im Landratsamt aus. Auch die Krankenkassen stellen ihren Versicherten Organspendeausweise zur Verfügung. Bei Fragen können sich Interessierte außerdem an das Infotelefon Organspende wenden, das unter der Telefonnummer 0800 904-0400 erreichbar ist.

Bereits in der Vergangenheit hat der Arbeitskreis Organspende zum Beispiel durch die Radtour auf sich Aufmerksam gemacht. Mittlerweile eingebettet in einer gemeinsamen Initiative der Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf „Gesundheit fördern – Versorgung stärken“ arbeitet der Arbeitskreis Organspende weiter daran, die Bevölkerung auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen.

Im Arbeitskreis vertreten ist der Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Universitätsstadt Marburg, der Förderverein Organspende Marburg e.V. (Hilfsgemeinschaft für Transplantierte und Dialysepatienten), das Transplantationszentrum der Universitätsklinik Gießen-Marburg (Standort Marburg), die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) und die Selbsthilfegruppe Dialysepatienten und Transplantierte Mittelhessen e.V.

Unter der Moderation des Gesundheitsamtes treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreises regelmäßig, um verschiedene Schritte zu erörtern, mit denen man die Bevölkerung über die Möglichkeit der Organspende aufklären kann. Interessierte erreichen den Arbeitskreis Organspende unter LudwigNmarburg-biedenkopfde.

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