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Pressemitteilung 138/2017

03.04.2017

Projekt zur Gewaltprävention setzt auf Migrantinnen: Landkreis qualifiziert interessierte Frauen zu interkulturellen Mediatorinnen

Marburg-Biedenkopf – Geflüchtete Frauen und Mädchen über Formen der Gewalt und entsprechende Schutzmöglichkeiten informieren, das ist das Ziel des bundesweiten Projekts MiMi-Gewaltprävenion mit Migrantinnen für Migrantinnen.

Hierzu bietet der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit dessen Büro für Integration und dem Frauenbüro, interessierten Frauen mit Migrationshintergrund ab dem 21. April 2017 kostenlos die Möglichkeit, sich zur interkulturellen Mediatorin qualifizieren zu lassen. Weitere Partner sind das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. Hannover sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg.

Innerhalb von etwa 50 Stunden werden in einem Theorieteil unter anderem Grundkenntnisse zur Gewaltprävention, zu Fragen sexualisierter Gewalt sowie Informationen zu rechtlichen Aspekten und Hilfsmöglichkeiten vermittelt. Im Praxisteil stehen die Planung, Durchführung und Evaluation eigener Informationsveranstaltungen im Vordergrund. Schließlich werden die erlernten Kenntnisse in Gruppenarbeiten eingeübt.

Ziel ist es, die Teilnehmerinnen während der Schulung inhaltlich und methodisch darauf vorzubereiten, die hierbei erlangten Kenntnisse kultur,- sprach- und geschlechtersensibel vermitteln zu können. Die Ausbildung endet mit der Übergabe eines Teilnahmezertifikates.

Erwartet werden neben dem grundlegenden Interesse, sich für Flüchtlinge zu engagieren und Informationsveranstaltungen zur Gewaltprävention durchführen zu wollen und insbesondere gute Kenntnisse der deutschen Sprache sowie einer der folgenden Sprachen: Arabisch, Dari, Farsi, Paschto, Kurdisch (Kurmanci), Türkisch, Serbisch/Bosnisch/Kroatisch, Russisch, Englisch oder Französisch.

Die Einführungsveranstaltung wird am 21. April 2017 zwischen 17:00 und 20:30 Uhr angeboten. Danach folgen, jeweils samstags von 09:00 bis 17:00 Uhr, sechs weitere Termine: am 22. April, 29. April, 13. Mai, 20. Mai, 10 Juni sowie am 24. Juni 2017. Alle Termine finden im Seminarraum 2 im Herrmann-Jacobson-Weg 1, 35039 Marburg, statt.

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 25 Personen begrenzt. Bewerbungen unter Angabe des Namens, der Kontaktdaten sowie der Sprachkenntnisse, des Alters und der Art der bisherigen Erfahrungen in der Arbeit mit geflüchteten Frauen und Mädchen nimmt ab sofort das Büro für Integration des Landkreises Marburg-Biedenkopf unter der Telefonnummer 06428 447-2213 oder per E-Mail an HesslerCmarburg-biedenkopfde entgegen. Bewerbungsschluss ist der 14. April 2017.

Hintergrund

Das bundesweite Projekt MiMi-Gewaltprävention mit Migrantinnen für Migrantinnen zielt darauf ab, geflüchtete Frauen und Mädchen über Formen von Gewalt und Schutzmöglichkeiten zu informieren. Sie sollen dabei kultur-, sprach-, und geschlechtersensibel von geschulten MiMi-Mediatorinnen für Gewaltprävention über ihre Rechte und Möglichketen der Unterstützung informiert werden.

Nach dem erfolgreichen Start des in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg entwickelten Gewaltpräventions-Projekts etwa in Berlin, Hamburg, Mannheim, Dresden und Gütersloh im vergangenen Jahr startet 2017 die MiMi-Gewaltprävention unter andere min München, Stuttgart und im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

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