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Pressemitteilung 498/2016

08.12.2016

Renaturierung: Rotes Wasser kann zurück ins alte Bett – Bach zwischen Hof Fleckenbühl und der Rondehäuser Mühle in Cölbe leistet Beitrag zur biologischen Vielfalt

Sie besuchten das Renaturierungsprojekt „Rotes Wasser“ in Cölbe: Bauarbeiter Werner Dönges und Werner Richenbächer von der Firma Heinrich Richenbächer, Martina Meß vom Bauamt in Cölbe, Jürgen Könnemann vom Fachbereich Bauen, Umwelt und Naturschutz, der Bürgermeister von Cölbe Volker Carle, Geschäftsführer vom Bio-Hof „die Fleckenbühler“ Herrmann Schleicher, Herbert Diehl von der Oberen Wasserbehörde im Regierungspräsidium Gießen, Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Roland Polivka vom Planungsbüro Bioplan, Betriebsleiter Uwe Weimar von „die Fleckenbühler“, Ortsvorsteher von Cölbe-Bürgeln Jörg Block und Klaus Renner von „die Fleckenbühler“. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Marburg-Biedenkopf – Die Arbeiten zur Renaturierung des Flusses „Rotes Wasser“ zwischen Schönstadt und Bürgeln in der Gemeinde Cölbe sind abgeschlossen. Am vergangenen Donnerstag informierten der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und Cölbes Bürgermeister Volker Carle gemeinsam mit Vertretern des Kreises aus dem Fachbereich Bauen, Wasser- und Naturschutz sowie weiteren zuständigen Funktionsträgern über das Projekt.

Das 1,5 Kilometer lange Gewässer „Rotes Wasser“ inmitten eines Tals entlang der Bundesstraße 3 zwischen der Rondehäuser Mühle und dem Hof Fleckenbühl in der Gemeinde Cölbe wurde in der Vergangenheit auch als Mühlengewässer genutzt. Da die Mühle jedoch die Durchgängigkeit für Fische und andere Gewässertiere verhinderte und die Wasserrechte bereits 1994 abgegeben wurden, beschlossen die zuständigen Behörden gemeinsam mit den Grundstückeigentümern die Umleitung des Baches in sein ursprüngliches Bett.

Mit der Gemeinde Cölbe als Träger konnte der Bau im September 2016 innerhalb zweier Wochen vollendet werden. Die Untere Naturschutzbehörde hatte dafür 110.000 Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe bewilligt. „Die Renaturierung ist Beispielhaft für die Strategie der Biodiversität und Gewässerentwicklung im Landkreis Marburg-Biedenkopf“, stellte der Erste Kreisbeigeordnete fest.

Da der alte Mühlenbach erhalten wurde und mehrere stille Gewässer in seiner Umgebung angelegt und vergrößert wurden, hat sich die Wasserfläche in der Aue mehr als verdoppelt. Mittelfristig können sich hier Lebensräume für zahlreiche, auch gefährdete, heimische Tier- und Pflanzenarten entwickeln. Durch die Renaturierung werden die Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt, die Durchgängigkeit des Gewässers für Fische und andere Gewässerbewohner wieder hergestellt sowie ein Beitrag zum Hochwasserschutz geleistet.

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