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Wohnraumkonferenz und -dialoge

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Wohnraumkonferenz 2026: Bauen, Wohnen und Mobilität - Mobilität als Schlüssel für nachhaltige Wohnraumentwicklung

Im Mittelpunkt der diesjährigen Wohnraumkonferenz stand der Themenschwerpunkt „Bauen, Wohnen und Mobilität“. Der Landkreis lud wohnungspolitische Akteur*innen sowie Vertreter*innen aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zu einem fachlichen Austausch ein.

Landrat Jens Womelsdorf eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Teilnehmenden aus Kommunen, Politik, Planung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. In seiner Einführung betonte er, dass Wohnen eines der zentralen Zukunftsthemen im kommunalen Raum bleibt und nicht isoliert betrachtet werden kann. Vielmehr seien Aspekte wie Mobilität, Flächennutzung, Klimaschutz und Infrastruktur eng miteinander verknüpft und gemeinsam zu denken. 

Zugleich hob er hervor, dass bezahlbarer und bedarfsgerechter Wohnraum eine zentrale Voraussetzung für soziale Stabilität, Familienfreundlichkeit und die Sicherung von Fachkräften ist. Gerade vor dem Hintergrund eines angespannten Wohnungsmarktes in zentralen Lagen und demografischer Veränderungen im ländlichen Raum seien neue Lösungsansätze erforderlich. Auch die Erreichbarkeit von Wohnstandorten spiele eine entscheidende Rolle, da sie den Zugang zu Arbeit, Bildung, medizinischer Versorgung und gesellschaftlicher Teilhabe maßgeblich beeinflusst. 

Vor diesem Hintergrund wurde die Wohnraumkonferenz als Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Impulse weiterentwickelt. Aufbauend auf dem Themenschwerpunkt „Bauen, Wohnen und Klimaschutz“ im Jahr 2024 wurde der Fokus in diesem Jahr konsequent um den Aspekt Mobilität erweitert.

Dr. Florian Krummheuer vom Fachbereich Integrierte Verkehrsplanung der Universität Kassel beleuchtete in seinem Vortrag zum Thema „Mobilität als Teil der Wohnraumentwicklung im ländlichen Raum“ die Rolle von Mobilität für die Entwicklung attraktiver Wohnstandorte und stellte die Bedeutung von Erreichbarkeit sowie integrierter Planung heraus.

Daran anschließend wurde anhand von Praxisbeispielen verdeutlicht, wie Wohnraumentwicklung und Mobilität gemeinsam gedacht und integriert umgesetzt werden können. Das Fachzentrum nachhaltige Mobilitätsplanung Hesse (Öffnet in einem neuen Tab)n stellte Ansätze einer integrierten Mobilitätsplanung im ländlichen Raum vor, während der Wetteraukreis Einblicke in die praktische Umsetzung von Mobilitätsstationen gab. Die Beiträge zeigten, dass insbesondere vernetzte und multimodale Mobilitätsangebote einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Daseinsvorsorge leisten und zugleich neue Entwicklungsperspektiven für ländliche Räume eröffnen.

Im anschließenden World Café diskutierten die Teilnehmenden in vier Themenfeldern Innenentwicklung und Flächensparen, Bauleitplanung und Mobilitätsanbindung, ÖPNV und neue Mobilitätsformen sowie Wohnstandorte und Erreichbarkeit. Der Austausch zeigte, dass insbesondere die stärkere Verzahnung von Planungsebenen, die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie die Integration neuer Mobilitätsangebote zentrale Herausforderungen und zugleich Chancen darstellen.

Ein weiterer Bestandteil der Veranstaltung war der begleitende „Markt der Möglichkeiten“, der während der Pausen zum Austausch und zur Information einlud. Dort präsentierten verschiedene Aussteller ihre Projekte, Angebote und Ansätze rund um die Themen Wohnen, Mobilität und nachhaltige Entwicklung.

Vertreten waren unter anderem die sigo green GmbH (Öffnet in einem neuen Tab), SundS Immobilien Marburg (Öffnet in einem neuen Tab), EcoLibro (Öffnet in einem neuen Tab), Regiomobil (Öffnet in einem neuen Tab), der Verein Dorfbeweger e.V. (Öffnet in einem neuen Tab) sowie das Fachzentrum nachhaltige Mobilitätsplanung Hessen (Öffnet in einem neuen Tab).

In interaktiven Diskussionsrunden wurden zentrale Fragestellungen vertieft, darunter Innenentwicklung und Flächensparen, die Verknüpfung von Bauleitplanung und Mobilität, der öffentliche Personennahverkehr sowie neue Mobilitätsformen.

Die Wohnraumkonferenz machte deutlich, dass eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche und Akteure entscheidend ist, um zukunftsfähige Lösungen für Wohnen und Mobilität zu entwickeln. Die gewonnenen Impulse sollen in sich daran anschließenden Austauschformaten vertieft werden.

Die Wohnraumkonferenz 2027 wird den Schwerpunkt auf Arbeit und Ausbildung legen. 

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