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Pressemitteilung 084/2026

16.03.2026

Landkreis Marburg-Biedenkopf zeichnet Engagement für Denkmäler aus – 13. Denkmalschutzpreis geht nach Amöneburg, Niederklein und Ginseldorf

Gemeinsame Freude über gelebten Denkmalschutz: Die diesjährigen Gewinner mit Landrat Jens Womelsdorf (links) und dem Ersten Kreistagsbeigeordneten Peter Neidel (rechts).

Marburg-Biedenkopf – Am Dienstag, 10. März, verlieh der Landkreis Marburg-Biedenkopf den Denkmalschutzpreis an die Familien Schulist aus Amöneburg, Familie Neubauer aus Niederklein und Familie Wetzstein aus Ginseldorf. Landrat Jens Womelsdorf überreichte gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Peter Neidel und Ulrich Klein, Vorsitzender des Denkmalbeirats, die Preise an die Gewinnerfamilien im Sitzungssaal des Landratsamtes in Marburg.

Bereits zum 13. Mal hat der der Kreis nun den Denkmalschutzpreis verliehen. Jede Gewinnerfamilie erhielt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.  Als sichtbares Zeichen haben die Preisträger eine Plakette bekommen, die sie an den Gebäuden anbringen können. „Die Eigentümerinnen und Eigentümer, die sich mit so viel Einsatz und Herzblut um ihre Gebäude kümmern, erhalten für jeden von uns auch ein Stückchen unserer Heimat“, sagte Landrat Jens Womelsdorf. 

Die Gewinnerfamilie Schulist ist mit ihrem Hotel und Gasthaus „Dombäcker“ eine feste Institution auf dem Marktplatz in Amöneburg. Seit vielen Jahren pflegt und saniert die Familie ihr Gebäude. Die Arbeiten an Fassade, Dach, Gauben und Innenräumen wurden über Jahre hinweg immer wieder mit viel Liebe für das „Alte Gemäuer“ ausgeführt. Die prägende Außenfassade zum Marktplatz hin ist der älteste Gebäudeteil. Jedoch zeigt auch der Rest des Hauses Charakter, zum Beispiel, durch den Kachelofen im Flur und die liebevollen Details im Himmelbett des Gästezimmers. Familie Schulist hat sich in ihrer aktuellsten „Sanier-Runde“ den Fenstern angenommen und sie an die Außenfassade angepasst.

Auch mit dem Einhaus „An der Hauptstraße“ hat die Gewinnerfamilie Neubauer aus Niederklein ein besonderes Auge für ihr Denkmal bewiesen. Das Haus war ursprünglich mehr Stall und Scheune. Heute bietet es Wohnraum für eine Familie. Es besteht nun aus Küche, Wohnzimmer, Esszimmer und Kinderzimmer. Der Charakter des Hauses zeigt sich durch die freiliegenden Sandsteinwände in der Küche und die offene Deckenbalken. Auch das Geländer als leichte Glaskonstruktion trägt seinen Teil zur Erscheinung des Hauses bei. Aus der Tenne wurde ein Wohn- Essbereich mit freigelegter Decke und einer lichtdurchfluteten Glasfront. Man kann das alte Scheunentor weiterhin erkennen. Familie Neubauer hat auch den Garten in eine Wohlfühloase mit großen Sandsteinquadern auf der bepflanzten Terrasse verwandelt.

Gewinnerfamilie Wetzstein aus Ginseldorf hat ein ehemaliges Stallgebäude in das „Hessen-Cottage“ umgewandelt. Das, was einst ein kleines Nebengebäude am Rinnweg war, ist jetzt zu einer Unterkunft für Feriengäste geworden. Die Familie zog aus den wenigen Quadratmetern den maximalen Nutzen und machte durch kluge Raumkonzepte etwas Besonderes daraus. Die frisch sanierten Scheunentore stehen einladend weit geöffnet und bieten einen Blick auf die sanierte Fassade und die maßgefertigte Haustür. Das moderne Bad ersetzt das alte Holzlager. Ob freiliegendes Fachwerk, der sichtbare Sandsteinsockel oder der ausgebaute Heuboden: In jedem Winkel des zweistöckigen Gebäudes findet man die Geschichte des Hauses. Die Komplettsanierung des Gebäudes ist in Gesichtspunkten des Klimaschutzes, Energieverbrauchs und der Denkmalpflege gut gelungen.

„Denkmalschutz ist nicht kompliziert und langweilig, sondern vielfältig, kreativ und nachhaltig.“, betonte Landrat Jens Womelsdorf. Er nannte die drei gewinnenden Denkmäler als besten Beweis dafür.

Familie Neubauer aus Niederklein hat mit dem Einhaus „An der Hauptstraße“ neuen Wohnraum für eine Familie geschaffen.
Mit ihrem Hotel und Gasthof „Dombäcker“ zählt Familie Schulist aus Amöneburg zu einer der drei Gewinnerfamilien.
Familie Wetzstein aus Ginseldorf hat ein ehemaliges Stallgebäude in das „Hessen-Cottage“, eine Ferienunterkunft verwandelt.

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