Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Schulträger setzt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Endbach und mit finanzieller Unterstützung des Bundes ein starkes Zeichen für die Förderung des Sports im Hinterland: In Bad Endbach-Hartenrod entsteht derzeit eine neue Drei-Feld-Sporthalle in der Nähe der Mittelpunktschule. Sie wird künftig als moderne Sportstätte für Schulen und Vereine dienen. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, der Bau soll Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten: Rund 13 Millionen Euro.
Der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Peter Neidel betonte beim Richtfest am Dienstag, 3. März, den hohen technischen Standard der Halle. Ein Richtfest markiert traditionell den Übergang vom Rohbau zum Innenausbau und macht die Form der Halle nun deutlich sichtbar. „Der Neubau ersetzt die im Jahr 2025 abgerissene alte Sporthalle und wird nicht nur den schulischen und sportlichen Bedürfnissen der Vereine gerecht, sondern setzt auch neue Maßstäbe in Sachen moderner Gebäudetechnik“, betonte Neidel. Das neue Gebäude erfülle höchste Umweltstandards. Neben einer Photovoltaikanlage und Wärmepumpen zur Heizungsversorgung soll die Halle außerdem mit einer Anlage zur Nutzung von Regenwasser für die Toiletten-Spülung ausgestattet werden. „Mit dieser Ausstattung tragen wir maßgeblich zu einer energieeffizienten Nutzung bei“, macht Neidel deutlich.
„Mit einer Investitionssumme von rund 13 Millionen Euro – finanziert durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Gemeinde Bad Endbach und den Bund als Fördergeldgeber – stellt der Neubau auch einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der regionalen Infrastruktur dar“ betonte Landrat Jens Womelsdorf. Er dankte dem heimischen Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen Staatssekretär im Bundesbau-Ministerium, Sören Bartol, dafür, dass er sich in Berlin für eine Förderung des Projekts stark gemacht habe. Das Projekt werde durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglicht und sei eine wertvolle Bereicherung für die gesamte Region. „Gleichzeitig ist das natürlich auch ein wichtiger Beitrag, um den Sport in der Region zu fördern“, waren sich Landrat und Erster Kreisbeigeordneter einig.
An den Gesamtkosten beteiligen sich die Gemeinde Bad Endbach mit einer Millionen Euro sowie der Bund mit rund 2,4 Millionen Euro. Die übrigen Kosten trägt der Landkreis.
„Endlich wieder Sport! – unter diesem Motto freuen wir uns mit den Schülerinnen, Schülern, Vereinen und Sportbegeisterten über den Neubau“, sagte Bad Endbachs Bürgermeisterin Erika Weber. Sie bedankte sich beim Ersten Kreisbeigeordneten Peter Neidel für die schnelle und unbürokratische Lösungsfindung zur Hallennutzung der Dreifelderhalle. „Die Sporthalle ermöglicht es den Schulen, Vereinen unserer Gemeinde und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, Sport- und Freizeitaktivitäten in Einklang zu bringen. Jedem sollte jedoch bewusst sein, dass sich die Gemeinde Bad Endbach weiter verschuldet. Der freiwillige Betrag von 1.000.000 Euro, so wurde es in der Vergangenheit vertraglich festgelegt, wird für die Schulsporthalle von der Gemeinde investiert,“ so Weber. Die Gemeinde Bad Endbach stehe für viele Gemeinden, welche immer mehr Vorgaben erfüllen müssten und nicht mehr in der Lage seien, wichtige Sanierungen der Infrastruktur durchzuführen, sagte die Bürgermeisterin. „Für die Vereine versuchen wir als Gemeinde eine Lösung zum Erhalt der Volkshalle zu finden.
Mit der Übergabe der neuen Halle ist für die Gemeinde die Abgabe der Volkshalle durch das Förderprogramm verpflichtend“, stelle Erika Weber fest.
Harmonische Architektur im Einklang mit der Natur
Das architektonische Konzept wurde mit Blick auf den Standort der Halle in unmittelbarer Nähe zur Mittelpunktschule in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Dersch entwickelt. Die Außenwandkonstruktion basiert größtenteils auf einer Holzrahmenbauweise. Sie wurde modular vorgefertigt, Facharbeiter haben sie anschließend vor Ort montiert. Die Nordfassade hingegen ist eine Massivwand aus Stahlbeton. Die neue Sporthalle ist mit einer großzügigen Fensterfront ausgestattet, die den Nutzerinnen und Nutzern nicht nur eine schöne Aussicht bietet, sondern auch für eine angenehme Belichtung mit Tageslicht sorgt.
Aktueller Baufortschritt: Alles im Zeitplan
Inzwischen sind zahlreiche Bauabschnitte weit vorangeschritten. Die Arbeiten an den Heizungs-Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen sowie an den Trockenbauarbeiten haben im Januar begonnen. Auch die Aufträge für Fliesenarbeiten, Bodenbelagsarbeiten und die Prallwände sind bereits an Firmen vergeben. Die Zimmerer- und Rohbauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen.
Ein Sportzentrum für Schule, Vereine und größere Veranstaltungen
Nach der Fertigstellung wird die Halle sowohl der Mittelpunktschule als auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung stehen. Mit allen zukünftigen Nutzern fand eine enge Abstimmung statt, um die jeweiligen Bedarfe berücksichtigen zu können. Zudem wird die Halle mit einer Kapazität von bis zu 1.000 Personen auch für größere Veranstaltungen – mit Einzelgenehmigung – genutzt werden können.