Marburg-Biedenkopf – Die Hinterland-Klinik in Biedenkopf verfügt ab sofort über eine neue, hochmoderne digitale Röntgenanlage. Rund 300.000 Euro hat die Anschaffung und Installation der Technik gekostet. Die neue Anlage verbessert die diagnostischen Möglichkeiten der Klinik, reduziert die Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten sowie die Mitarbeitenden und sorgt für effizientere Arbeitsabläufe im Krankenhausalltag.
„Eine moderne medizinische Ausstattung ist ein wesentlicher Baustein für eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung. Die neue Röntgenanlage verbessert nicht nur die diagnostischen Möglichkeiten unserer Hinterland-Klinik. Sie kommt vor allem den Patientinnen und Patienten im gesamten Hinterland zugute. Die neue Röntgenanlage ist eine gezielte Investition in die Zukunft unserer Hinterland-Klinik und stärkt den Gesundheitsstandort Biedenkopf nachhaltig“, betonte Landrat Jens Womelsdorf bei der Vorstellung der neuen Anlage am Dienstag in Biedenkopf.
Röntgenuntersuchungen zählen zu den wichtigsten und am häufigsten eingesetzten bildgebenden Verfahren in der Medizin. Sie ermöglichen Ärztinnen und Ärzten einen schnellen Blick in das Körperinnere und liefern wichtige Hinweise für die Diagnose und Behandlung zahlreicher Erkrankungen und Verletzungen. Ob Knochenbrüche, Gelenkverletzungen, Erkrankungen der Lunge oder andere Veränderungen im Brustkorb – moderne Röntgentechnik ist für eine schnelle und zuverlässige medizinische Einschätzung unverzichtbar.
Die neue Anlage ersetzt ein Vorgängermodell aus dem Jahr 1996, das damit 30 Jahre im Einsatz war, und bietet dabei gleich mehrere Vorteile:
Bessere Diagnostik
Dank moderner digitaler Detektoren entstehen schärfere und detailreichere Aufnahmen. Auch kleine Veränderungen können dadurch besser erkannt werden. Zudem ermöglicht die digitale Bildverarbeitung eine gezielte Anpassung von Kontrast und Helligkeit, wodurch die Auswertung der Aufnahmen zusätzlich erleichtert wird.
Niedrigere Strahlendosis
Die eingesetzte Technik benötigt deutlich weniger Strahlung als ältere Systeme. Eine präzise Dosiskontrolle sorgt dafür, dass sowohl Patientinnen und Patienten als auch das medizinische Personal bestmöglich geschützt werden.
Effizientere Arbeitsabläufe
Die Bilder stehen innerhalb weniger Sekunden zur Verfügung und können unmittelbar ausgewertet werden. Durch die direkte digitale Speicherung im Informationssystem des Krankenhauses werden Arbeitsabläufe vereinfacht und Wartezeiten reduziert.
„Mit der neuen Anlage schaffen wir optimale Voraussetzungen für eine zeitgemäße Diagnostik. Das ist ein großer Vorteil, vor allem für die Patientinnen und Patienten. Präzisere Bilder, geringere Strahlenbelastung und schnellere Untersuchungen bedeuten eine noch bessere medizinische Versorgung direkt vor Ort. Gleichzeitig profitieren unsere Mitarbeitenden von modernen, digitalen Prozessen, die den Klinikalltag erleichtern“, sagte Konstantin von Heydwolff, Geschäftsführer der Hinterland-Klinik.
„Die Menschen im Hinterland müssen sich auf eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung verlassen können“, erklärte Landrat Jens Womelsdorf. Mit der Übernahme der Klinik habe der Kreis Verantwortung für die Gesundheitsversorgung in der Region übernommen. „Die Investition in moderne Medizintechnik zeigt, dass wir diesen Weg konsequent weitergehen und die Klinik Schritt für Schritt zukunftsfähig aufstellen“, betonte Womelsdorf.
Für die neue Röntgenanlage hat die kreiseigene Betreiber-Gesellschaft der Hinterland-Klinik Fördermittel des Landes für Kliniken eingesetzt.