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Pressemitteilung 174/2026

01.06.2026

Feuerwehrleute treten zum Leistungsvergleich an – Feuerwehrleistungsübung des Kreises in Kirchhain / Team aus Kirchhain-Stausebach sichert sich den 1. Platz

Um noch mehr Mannschaften aus dem Hinterland zur Teilnahme zu motivieren, hatten Landrat und Kreisbrandinspektor im vergangenen Jahr eigens einen, wenn auch inoffiziellen, „Hinterland-Pokal“ gestiftet, der in diesem Jahr erstmals vergeben wurde. Das Team aus Angelburg sicherte sich die Trophäe vor den Feuerwehrleuten aus Bad Endbach-Hartenrod.

Marburg-Biedenkopf – 22 Mannschaften mit rund 150 Feuerwehrleuten sind am Samstag in Kirchhain zum sportlich-fairen Leistungsvergleich angetreten. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte mussten sich, wie bereits im Vorjahr, der neuen Übungsform stellen: Ein Übungseinsatz, der Wissen und Können aus den Bereichen Gefahrstoff, Brandbekämpfung und Menschenrettung forderte. Das Ergebnis der Feuerwehrleistungsübungen: Die drei erst-platzierten Mannschaften, Kirchhain-Stausebach, Ebsdorfergrund-Dreihausen 1 und Marburg-Cappel, vertreten den Landkreis Marburg-Biedenkopf beim Bezirksentscheid, der am 20. Juni ebenfalls in Kirchhain stattfindet. 

Die Feuerwehrleistungsübungen sind in einen theoretischen und praktischen Leistungsteil untergliedert, den alle Mannschaften durchlaufen mussten. Im Theorie-Teil waren 15 Fachfragen aus allen Themengebieten des Feuerwehrwesen innerhalb von zehn Minuten schriftlich zu beantworten. Dann folgte die praktische Übung: Die Einsatzkräfte wurden mit einem Szenario konfrontiert, bei dem es um die Menschenrettung, die Brandbekämpfung und die Freisetzung eines Gefahrstoffes ging: Auf dem Gelände eines Unternehmens tritt ein Gefahrenstoff aus, nachdem einem Gabelstapler-Fahrer ein Behältnis beim Verladen auf ein Regal heruntergefallen ist. Der Gabelstapler und das Gefahrstoffbehälter beginnen zu brennen. Das Feuer und der ausgelaufene Gefahrstoff gefährden den bewusstlos am Boden liegenden Staplerfahrer. 

„Das ist eine Lage, die in jeder Kommune vorkommen kann und die jede Feuerwehr mit Blick auf die Erstmaßnahmen, auch ohne Spezialausrüstung, bewältigen können muss“, erläuterte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

Die Einsatzkräfte hatten also die Aufgabe, die vorgefundene Lage zu erkunden und richtig einzuschätzen sowie die erforderlichen Erstmaßnahmen einzuleiten: Absperrungen einrichten, Menschenrettung, Brandbekämpfung und eine notfallmäßige Dekontamination des Verletzten, also eine erste Reinigung, um Kleidung oder Körperteile, die mit dem Gefahrstoff in Berührung gekommen sind, von dem Stoff zu befreien oder zumindest dessen Konzentration zu verringern.

„Vor allem in der Anfangsphase eines solchen Einsatzes stehen oft zunächst nur kleinere Einheiten für den ersten Angriff zur Verfügung. In der Regel eine Gruppe, die aus neun Einsatzkräften besteht, oder die nächst kleinere Einheit, eine Staffel, mit sechs Feuerwehrleuten. Aber auch diese kleineren Einheiten können bereits sehr wirksame Erstmaßnahmen wie die Menschenrettung einleiten“, erläutert der Kreisbrandinspektor. Gerade im Hinblick auf die Erstmaßnahmen bei einem solchen Unfall orientiere sich die Feuerwehr an der sogenannten GAMS-Regel. Diese Abkürzung stehe für Gefahr erkennen (G), Absperren (A), Menschenrettung (M) und Spezialkräfte anfordern (S). „Diese einfache Regel gehört zum Grund- und Basiswissen aller Feuerwehrleute, sozusagen das kleine Einmaleins der Feuerwehr, und kann deshalb auch schnell abgerufen werden“, sagt Schäfer.

Für die praktische Übung ist ein zeitlicher Rahmen vorgegeben: Gruppe und Staffel haben jeweils bei 7,5 Minuten Zeit, die gestellte Aufgaben zu meistern. Lediglich bei Fahrzeugen ohne Löschwassertank gibt es 60 Sekunden mehr, da erst eine Wasserversorgung aufgebaut werden muss.

Im Hinblick auf die Aufgaben, die Feuerwehren in einer modernen, von der Technik geprägten Zeit bewältigen müssen, sollen die Feuerwehrleistungsübungen die bereits erworbenen Kenntnisse in Theorie und Praxis festigen, ergänzen und damit den allgemeinen Leistungsstand anheben. Im Mittelpunkt stehen die fachliche Qualifikation und die Leistung des ganzen Teams im Umgang mit den Einsatzmitteln, die der Feuerwehr zur Verfügung stehen

„Die Einsatzkräfte unserer Feuerwehren, die an dem Wettbewerb teilnehmen, bereiten sich oft intensiv auf diesen Tag vor und trainieren. Das fördert nicht nur den Team-Geist, sondern stärkt auch die Fähigkeiten im Umgang mit Fahrzeugen und Geräten, die man im Einsatz braucht. Der Spaß an der Sache und sich gemeinsam einer Herausforderung zu stellen, sowie die Ernsthaftigkeit echter Feuerwehr-Einsätze liegen hier dicht beieinander. Das macht die Arbeit der freiwilligen Feuerwehrleute so besonders“, betonte Landrat Jens Womelsdorf bei der Siegerehrung. Er dankte den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz und die Bereitschaft, sich ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Sein Dank galt auch der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhain, die den Wettkampf einmal mehr auf dem Kirchhainer Festplatz ausgerichtet hatte und sich auch zur Ausrichtung des Bezirksentscheids für den Regierungsbezirk bereit erklärt hat.

Um noch mehr Mannschaften aus dem Hinterland zur Teilnahme zu motivieren, hatten Landrat und Kreisbrandinspektor im vergangenen Jahr eigens einen, wenn auch inoffiziellen, „Hinterland-Pokal“ gestiftet, der in diesem Jahr erstmals vergeben wurde. Das Team aus Angelburg sicherte sich die Trophäe vor den Feuerwehrleuten aus Bad Endbach-Hartenrod.

Die Platzierungen:

Platz 1: Kirchhain-Stausebach

Platz 2: Ebsdorfergrund-Dreihausen 1

Platz 3: Marburg-Cappel

Platz 4: Ebsdorfergrund-Beltershausen

Platz 5: Weimar-Mitte

Platz 6: Marburg-Mitte

Platz 7: Kirchhain-Langenstein

Platz 8: Amöneburg-Mardorf

Platz 9: Esbdorfergrund-Rauischholzhausen

Platz 10: Kirchhain-Schönbach

Platz 11: Stadtallendorf-Schweinsberg

Platz 12: Kirchhain-Himmelsberg

Platz 13: Amöneburg-Roßdorf

Platz 14: Amöneburg-Erfurtshausen

Platz 15: Kirchhain-Mitte

Platz 16: Ebsdorfergrund-Dreihausen 2

Platz 17: Kirchhain-Betziesdorf

Platz 18: Angelburg

Platz 19: Bad Endbach-Hartenrod

Platz 20: Kirchhain-Niederwald/Kleinseelheim

Platz 21:Rauschenberg-Mitte

Platz 22: Rauschenberg-Ernsthausen/Albshausen/Josbach

Siegerehrung: Die drei erst-platzierten Mannschaften aus Kirchhain-Stausebach, Ebsdorfergrund-Dreihausen 1 und Marburg-Cappel vertreten den Landkreis Marburg-Biedenkopf beim Bezirksentscheid, der am 20. Juni ebenfalls in Kirchhain stattfindet.
Tempo! Bei Leistungsvergleich der Feuerwehren kam es auf Schnelligkeit, Team-Arbeit und das sichere -Beherrschen des Feuerwehr-Handwerks an.
Unter den wachsamen Augen der Schiedsrichter mussten die Mannschaften ihre Könen unter Beweis stellen. Das sichere Beherrschen der nötigen Handgriffe und das richtige Vorgehen hatten Einfluss auf die Platzierung.

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