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Pressemitteilung 359/2023

10.11.2023

Mehr Sicherheit für Radfahrende – Kreis und Stadt Kirchhain unterzeichnen Vereinbarung für Radschutzstreifen

Dietmar Menz, Erster Stadtrat von Kirchhain, Landrat Jens Womelsdorf, Sebastian Grimm vom Team Radverkehr des Landkreises und Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann (v.l.) bei der Unterzeichnung der Vereinbarung zur Markierung eines beidseitigen Radschutzstreifens.

Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Kirchhain stärken gemeinsam den Radverkehr: Dazu haben sie eine Vereinbarung zur Markierung eines beidseitigen Radschutzstreifens auf Rad-Pendlerrouten unterzeichnet. Konkret handelt es sich dabei um die Kreisstraße (K) 14 sowie die Gemeindestraße Alsfelder Straße. Dabei tragen Kreis und Stadt die Kosten anteilig im Verhältnis der jeweiligen Streckenlänge. 

Die Maßnahme ist Teil des Radverkehrskonzeptes der Stadt Kirchhain. Mit Radschutzstreifen sollen die Rad-Pendlerroute 1, die ab der K 14  an der Röthestraße, über die Hindenburgstraße und zur Niederrheinischen Straße verläuft, und die Rad-Pendlerroute 4 in der Alsfelder Straße versehen werden. Die Pendlerroute 1 erstreckt sich über fast drei Kilometer und die Pendlerroute 4 über knapp 1,3 Kilometer, was zusammen eine Gesamtlänge von etwas mehr als vier Kilometern ergibt. Der Landkreis und die Stadt Kirchhain wollen bei den Planungsleistungen sowie der anschließenden Umsetzung der Maßnahme zusammenarbeiten, auch um die Kosten durch diese Synergieeffekte insgesamt zu reduzieren. Der Kostenanteil des Landkreises wird dabei 69,85 Prozent betragen, die Stadt übernimmt die restlichen 30,15 Prozent. 

Ein Radschutzstreifen ist eine unterbrochene Linie auf der Fahrbahn, die von Fahrzeugen nur bei Bedarf überfahren werden darf. Beispielsweise um dem Gegenverkehr auszuweichen. Der Radverkehr darf dabei nicht gefährdet werden. Auch dürfen Fahrzeuge dort nicht parken. Ziel des Schutzstreifens ist es, die Sicherheit der Radfahrenden zu erhöhen.

„Wir freuen uns sehr, wenn wir die Gemeinden und Städte bei der Umsetzung ihrer Radverkehrskonzepte unterstützen und somit einen weiteren Beitrag zur Mobilitätswende leisten können“, sagte Landrat Jens Womelsdorf. Ziel sei es, bis 2030 den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen im Kreis von vier auf acht Prozent zu verdoppeln. „Und dafür brauchen wir eine gute Infrastruktur, um unseren Beitrag zum Klimaschutz, für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger und für eine höhere Lebensqualität zu leisten“, so der Landrat weiter. „Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad nicht mehr nur in ihrer Freizeit, sondern für ihren täglichen Arbeitsweg. Die geplanten Radschutzstreifen werden diese Routen nun noch sicherer machen“, ergänzte der Bürgermeister der Stadt Kirchhain, Olaf Hausmann. 

Die Planung und Umsetzung werden federführend durch das Team Radverkehr des Fachdienstes Kreisentwicklung und Klimaschutz betreut. Das Team bereitet die Ausschreibung der Planungsleistungen vor und stimmt diese mit der Stadt Kirchhain sowie dem Fachbereich Mobilität und Verkehrsinfrastruktur ab.


Hintergrund: Der Radverkehrsentwicklungsplan
 

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat gemeinsam mit seinen Kommunen einen Radverkehrsentwicklungsplan (RVEP) abgestimmt, der 181 Infrastrukturmaßnahmen umfasst. Zu diesen Maßnahmen zählt auch die Entwicklung innerstädtischer Radverkehrskonzepte für die Mittelstädte des Landkreises. 

Für die Umsetzung des RVEPs setzt der Kreis ein Drittel der für die Verkehrsinfrastruktur eingeplanten Haushaltsmittel ein. Zwischen 2021 und 2026 sind das ungefähr sechs Millionen Euro. Von den 181 Maßnahmen für den Radverkehr befindet sich etwa ein Drittel in alleiniger Baulast des Landkreises. 

Bei der Erstellung des RVEPs fand zunächst eine Abstimmung mit den Kommunen statt. Danach konnten Bürgerinnen und Bürger aktiv ihre Ideen einbringen, wodurch weitere Maßnahmen hinzukamen.

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