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Pressemitteilung 319/2023

10.10.2023

Kreis gibt Sport im Hinterland mehr Raum – Spatenstich für den Anbau an der Lahntalhalle in Biedenkopf

(v.l.): Rainer Höhn (Stadtrat Biedenkopf), der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert, Landrat Jens Womelsdorf, der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, Peter Riethmüller (Architekt, „Staubach+Partner“), Albert Wiemers (KTV Obere Lahn), Philipp Hohmann (Bauleiter, „Staubach + Partner“) sowie Hartmut Jesberg (Fachbereich Schule und Gebäudemanagement, Landkreis Marburg-Biedenkopf) beim Spatenstich.

Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf erweitert die Lahntalhalle in Biedenkopf um ein Turnhallenfeld mit Geräteraum. Das Ziel: Insbesondere hochwertige Möglichkeiten zum Turnen für den Schul- und Vereinssport schaffen. Vertreterinnen und Vertreter des Kreises sowie aus Politik, Schule sowie der beauftragen Firmen haben sich nun zum Spatenstich getroffen. Die Arbeiten sollen nach derzeitigem Stand im Herbst 2024 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten liegen bei rund 3,4 Millionen Euro, davon fördert das Land Hessen über sein Förderprogramm „KIP macht Schule“ rund 1,7 Millionen Euro. Die übrigen Kosten trägt der Landkreis.

Die bestehende Halle aus dem Jahr 1991 wird bereits von Schülerinnen und Schülern der Lahntalschule, der Beruflichen Schulen sowie von verschiedenen Sportvereinen genutzt. Auch der geplante Anbau wird dann für den Schulsport mit Fokus auf das Turnen zur Verfügung stehen. Außerhalb der Schulzeiten soll die Hallenerweiterung vom Turnverein KTV Obere Lahn für das Turnen genutzt werden und wird daher von der Ausstattung auch bundesligatauglich sein. Der Anbau ist eingeschossig und schließt auf der Südseite an die vorhandene Turnhalle an. In der bereits bestehenden Turnhalle sollen eine neue Kletterwand und eine neue Bodenturnfläche installiert werden.

„Die Erweiterung stärkt Biedenkopf auch als Schulstandort. Ich freue mich, dass Firmen aus der Region dabei tatkräftig mithelfen“, betonte Landrat Jens Womelsdorf. Auch der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow freut sich über den Start der Arbeiten. Der Erweiterungsbau sei ein komplexes Projekt, das sich aber lohne: „Dadurch gewinnen wir zusätzliche Kapazitäten und Möglichkeiten für den Sport“, sagte Zachow. 

Der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert bezeichnete die Erweiterung als wichtiges Signal für die Bedeutung des Schul- und Vereinssports, zumal Bewegung für eine positive Entwicklung junger Menschen unverzichtbar sei. Gleichzeitig werde Biedenkopf als Schulstandort damit noch einmal aufgewertet. Rainer Höhn, Stadtrat von Biedenkopf, bedankte sich bei Kreisverwaltung und Kreistag für ihr Engagement, um den Erweiterungsbau möglich zu machen. Diesem Dank schlossen sich auch Sabine Schäfer-Jarosz, Schulleiterin der Lahntalschule sowie Holger Leinweber, Leiter der Beruflichen Schulen Biedenkopf, an. 

Die geplante Erweiterungsfläche der Sporthalle liegt in der Hochwasserauslaufzone der Lahn. Deshalb werden nicht nur bauliche Maßnahmen als Hochwasserschutz getroffen, sondern auch sogenannte Retentionsflächen geschaffen. Das sind Flächen, auf die das Hochwasser ablaufen kann. Die Erweiterung ist zudem als Mischbau geplant: Neben Stützen und Sockeln aus Stahlbeton und Holzbindern als Träger ist für die Fassade eine vertikale Holzverkleidung vorgesehen. Sanitär- und Toilettenräume befinden sich in der Bestandshalle und werden mitgenutzt. Zudem wird der Erweiterungsbau mit Strom und Wärme aus der Bestandshalle versorgt werden, sodass kein zusätzlicher Wärmeerzeuger erforderlich wird. 

Auch heimische Firmen sind an dem Bau beteiligt. Um die Elektronik kümmert sich die Firma „Schüler&Meisel“ aus Gladenbach, bei der Beleuchtung setzt der Kreis komplett auf LED-Technik. Für den Rohbau ist das Bauunternehmen „Scheld“ aus Biedenkopf verantwortlich. Bauleiter ist Philipp Hohmann von „Staubach+Partner“ aus Fulda, um die Planung für den Bereich Heizung/Lüftung/ Sanitär kümmert sich das Büro Schleiter aus Rauschenberg.

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