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Pressemitteilung 056/2023

22.02.2023

Folgemeldung 909: Wochenbericht des Gesundheitsamtes weist 490 Corona-Neuinfektionen aus – RKI-Inzidenz im Wochendurchschnitt bei 163,6

Marburg-Biedenkopf – Das Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat vom 13. bis 19. Februar 2023 (Kalenderwoche 7) 490 Corona-Neuinfektionen registriert. Die Gesamtzahl der seit März 2020 bestätigten Corona-Fälle im Kreis hat sich in dieser Zeit um 503 auf 121.821 erhöht. Darin sind neben den Neuinfektionen auch Nachübermittlungen und Datenkorrekturen enthalten. Die vom Robert Koch-Institut (RKI) angegebene Inzidenz für Marburg-Biedenkopf lag im Wochendurchschnitt bei 163,6. 

31 Personen wurden mit oder wegen einer Corona-Infektion stationär im Krankenhaus behandelt. Davon benötigten vier Personen eine intensivmedizinische Betreuung. Die Zahl der genesenen Fälle hat sich im Berichtszeitraum um 322 auf 120.764 erhöht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion beträgt weiterhin 471.


Betroffene Altersgruppen:

Die Neuinfektionen innerhalb einer Woche verteilen sich auf die Altersgruppe 0 bis 4 Jahre: ein Fall; auf die Altersgruppe 5 bis 14 Jahre: zehn Fälle; auf die Altersgruppe 15 bis 34: 154 Fälle; auf die Altersgruppe 35 bis 59: 202 Fälle; auf die Altersgruppe 60 bis 79: 80 Fälle; auf die Altersgruppe 80+: 43 Fälle. 


Kommunales Verteilungsmuster der Corona-Neuinfektionen zum Stichtag/Ende Berichtszeitraum (hier: 19. Februar 2023; Zahlen der Vorwoche in Klammern)

Amöneburg: 13 (10)
Angelburg: 23 (5)
Bad Endbach: 9 (14)
Biedenkopf: 13 (10)
Breidenbach: 6 (11)
Cölbe: 19 (10)
Dautphetal: 20 (12)
Ebsdorfergrund: 32 (16)
Fronhausen: 7 (1)
Gladenbach: 22 (12)
Kirchhain: 22 (22)
Lahntal: 27 (12)
Lohra: 6 (7)
Marburg: 171 (128)
Münchhausen: 10 (3)
Neustadt: 10 (5)
Rauschenberg: 5 (2)
Stadtallendorf: 19 (9)
Steffenberg: 7 (3)
Weimar: 18 (10)
Wetter: 27 (19)
Wohratal: 3 (0)
Unklar: 1 (0) = hier läuft aktuell noch die Zuordnung im Rahmen der Fallermittlung
Gesamt MR-BID: 490 (321)


Impfen

Impfungen gegen COVID-19 erfolgen seit 1. Januar 2023 schwerpunktmäßig über die Haus- und Fachärzte. Das Gesundheitsamt führt das Impfangebot für Menschen mit erschwertem Zugang zum Gesundheitssystem fort. Falls der Bedarf einer Impfaktion gegen COVID-19 in einer Einrichtung, Organisation oder einem Verein wahrgenommen wird, ist eine Kontaktaufnahme an das Gesundheitsamt per E-Mail an Impfenmarburg-biedenkopfde möglich.

Zusätzlich bietet das Gesundheitsamt Personen ab 12 Jahren, die keinen Impftermin über ihren Haus- oder Facharzt vereinbaren können, ein öffentliches Impfangebot gegen COVID-19 an. Interessierte können jeden Freitag zwischen 10 und 12:30 Uhr im Impfpunkt Mitte (MEDI-LEARN) in der Bahnhofstraße 24 in Marburg das Angebot ohne vorherige Terminvereinbarung wahrnehmen. Personen von 12 bis 15 Jahren müssen von einer oder einem Sorgeberechtigten zur Impfung begleitet werden.

Beim Impfangebot stehen die Impfstoffe von Moderna (Spikevax®), BioNTech/Pfizer (Comirnaty®) und die angepassten Impfstoffe gegen die Omikron-Varianten BA.1 sowie BA.4/BA.5 zur Verfügung. Bei einer Impfung mit den Impfstoffen von Novavax und Valneva wird um vorherige Anmeldung per E-Mail (siehe unten) gebeten.

Für einen beschleunigten Ablauf kann das Aufklärungsmerkblatt, sowie der Anamnese- und Einwilligungsbogen vorab durchgelesen und ausgefüllt werden. Diese sind auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de (Öffnet in einem neuen Tab)) oder auf der Landkreis-Homepage (https://corona.marburg-biedenkopf.de/Impfungen/Impfungen.php) zu finden.

Des Weiteren werden der Impfpass und, wenn vorhanden, die Krankenkassenkarte sowie gegebenenfalls medizinische Unterlagen benötigt. Für Fragen zur Impfung ist das Impfteam per E-Mail unter Impfenmarburg-biedenkopfde erreichbar.


Bewertung der Corona-Lage durch das Gesundheitsamt:

In der Berichtswoche sind die Fallzahlen weiter gestiegen (plus 56,1 Prozent gegenüber Kalenderwoche 6). Auch die Ausbrüche in Alten-/Pflegeheimen haben auf moderatem Niveau zugenommen.

Der Anstieg der Fallzahlen geht einher mit der zunehmenden Verbreitung leicht übertragbarer Omikron-Sublinien von BA.2 sowie Omikron-Rekombinanten, zum Beispiel XBB.1.5. Beide zusammen machen inzwischen einen Anteil von über 40 Prozent aus und verdrängen die bisher dominierende Omikron-Sublinie BA.5 zunehmend. Hinweise für eine zunehmende Krankheitsschwere bei diesen Sublinien beziehungsweise Rekombinanten gibt es bislang nicht. Dies deckt sich mit der beobachteten Situation im Landkreis.

Für die kommende Woche erwartet das Gesundheitsamt gleichbleibende bis leicht steigende Fallzahlen. Zum eigenen Schutz und zum Schutz vulnerabler Gruppen sowie zur Vorbeugung einer Überlastung des Gesundheitssystems ist es wichtig, dass die während der Corona-Pandemie erlernten Maßnahmen in eine Kultur der Rücksichtnahme übergehen: 

  • Bei Zeichen einer akuten Atemwegsinfektion zu Hause bleiben bis zur Besserung der Symptome
  • Situationsangepasst Maske tragen.

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