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Pressemitteilung 126/2022

03.03.2022

Gesundheitsamt geht Hinweisen auf Krebsfälle nach – Erste Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf auslösende Faktoren / Weitere Nachforschungen geplant

Marburg-Biedenkopf – Das Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf geht aktuell Hinweisen auf eine fragliche Häufung von Krebsfällen im Marburger Stadtteil Michelbach nach. Erste Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf mögliche gesundheitsschädliche oder krebsauslösende Ursachen. Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Gießen und dem Hessischen Krebsregister bringt das Gesundheitsamt dennoch weitere Nachforschungen auf den Weg, um den Hinweisen auf den Verdacht einer Häufung von Krebserkrankungen auf den Grund zu gehen.

Das Gesundheitsamt wurde von einem Arzt auf eine fragliche Häufung von Krebserkrankungen in Michelbach aufmerksam gemacht. Zwischen 2010 und 2021 soll demnach bei acht Personen eine Krebsform aufgetreten sein, die die Blut- und Immunzellen betrifft. Die vorhandenen Informationen hat das Gesundheitsamt daraufhin dem Hessischen Krebsregister zur statistischen Auswertung zugeleitet, um die Frage zu klären, ob eine Häufung von Krebsfällen aus diesen Angaben abgeleitet werden kann.

„Parallel zu dieser Überprüfung durch das Krebsregister haben wir sofort umfangreiche Voruntersuchungen zu in Frage kommenden umweltbezogenen Ursachen veranlasst. Uns war es wichtig, schnell die Überprüfung möglicher Quellen, wie etwa Trinkwasser oder Erdboden, zu veranlassen. Dabei ergaben sich bisher aber weder Hinweise auf krebsauslösende Substanzen oder Radioaktivität im Trinkwasser noch auf verdächtige Sachverhalte aus den Daten des Altlasten-Registers. Auch Nachforschungen bei der Unteren Bodenschutzbehörde ergaben keine Hinweise“, erläutert Amtsärztin Dr. Birgit Wollenberg, die Leiterin des Gesundheitsamtes.

Das Hessische Krebsregister sei zu dem Ergebnis gekommen, dass das Auftreten dieser Art von Krebserkrankungen in Teilen Michelbachs im Vergleich zu den Vergleichsdaten aus Hessen und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf zumindest statistisch erhöht sei. Aufgrund der geringen Fallzahl könne aber keine endgültige Beurteilung abgegeben werden. Daher seien weitergehende Untersuchungen empfehlenswert.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat daher eine vertiefende und weitergehende Abklärung veranlasst, um Klarheit zu schaffen und um herauszufinden, ob es sich um eine zufällige Häufung handelt oder ob es erkennbare Ursachen geben könnte. Dabei sollen die Erkrankungsfälle, sofern die Betroffenen dazu bereit sind, untersucht werden. „Die Betroffenen sollen strukturiert befragt werden, ob es in ihrem privaten oder beruflichen Umfeld krebsauslösende Faktoren geben könnte, um eventuelle gemeinschaftliche bestehende Ursachen herausfinden zu können. Die Befragung soll kurzfristig erfolgen, um möglichst schnell Klarheit zu schaffen, ob weitergehende Untersuchungen erforderlich sind“, so Dr. Wollenberg.

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