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Pressemitteilung 107/2022

03.03.2022

Brücker Mühle ist weiterer Ankerpunkt der Route der Arbeits- und Industriekultur – Interaktiver Lernort macht Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft begreifbar

Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (li.) übergab im Beisein von Amöneburgs Bürgermeister Michael Plettenberg (re.) sowie Vertreterinnen und Vertretern des Brücker Vereins die offizielle Hinweistafel an Müllermeister Thomas Kleinschmidt.

Marburg-Biedenkopf – Die Brücker Mühle in Amöneburg ist ein weiterer Ankerpunkt der Route der Arbeits- und Industriekultur im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Am Montag, 28. Februar, hat der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow den Ankerpunkt offiziell eröffnet. Die historische Mühle ist damit die 4. Station der Route, mit der die Arbeits- und Industriekultur der Region in den Fokus gerückt wird. 

„Die Zeugnisse der Arbeits- und Industriekultur machen einen wichtigen Teil der Geschichte des Kreises sichtbar und fördern die regionale Identität. Die Mühlen waren über Jahrhunderte hinweg innovativ und wichtiger Bestandteil von technischen Neuerungen“, so Marian Zachow. Er übergab Müllermeister Thomas Kleinschmidt und seiner Frau Sabine Walter das Hinweisschild mit der Aufschrift „Wir sind Standort der Route der Arbeits- und Industriekultur“. Zachow betonte, dass gerade die Brücker Mühle mit ihrer Geschichte, dem Fachwissen und den Zusatzaufgaben wie der Wasserversorgung ein ideales Beispiel darstelle. Der Routenstandort ergänze sich zudem bestens mit dem neuen Mühlenmuseum. 

„Die Umwidmung von ‚Wir werden‘ in ‚Wir sind Standort‘ der Arbeit-Industrie-Kultur Route des Landkreises Marburg-Biedenkopf ist ein Meilenstein rund um die Brücker Mühle. Ich freue mich, dass nach der Realisierung des Mühlenmuseums ein weiteres überregionales Projekt fertiggestellt ist und unser Verein damit seine Angebote ausbauen kann“, sagte Reiner Nau, Vorsitzender vom Brücker Verein, der selbst an der Verwirklichung dieser Idee mitgewirkt hat. 

Auch Thomas Kleinschmidt von der Brücker Mühle äußerte sich positiv zu diesem Projekt: „Wir haben in der Brücker Mühle die Voraussetzungen für die Anerkennung des Berufs des Müllers als immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO erfüllt. Daher passt eine weitere Würdigung durch den Standort der Route der Arbeits- und Industriekultur des Landkreises hervorragend in diesen Zusammenhang.“

Die vom Landkreis erstellte Dauerausstellung wurde von der Bonner Firma Con Cultura in enger Zusammenarbeit mit Anna Margarethe Becker und Dr. Markus Morr vom Fachdienst Kultur und Sport in der Stabsstelle Dezernatsbüro der Landrätin geplant. Die Umsetzung des Konzepts erfolgte in Zusammenarbeit mit der heimischen Firma Fus & Sohn sowie der Firma BluForm. Die Umsetzungsplanungen stammen vom Mainzer Architekten Peter Kneip. 

Wer kann einen Müllersknoten binden? Wie schwer waren die Mehlsäcke, die ein Müller tragen musste? Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, das selbst herauszufinden. Die Firma Con Cultura hat bei der Konzeption vor allem die Ursprünglichkeit und Echtheit des Standortes hervorgehoben und erstellte ein nachhaltiges Vermittlungskonzept. In der Brücker Mühle können sich Besucherinnen und Besucher interaktiv mit der Arbeit des Müllers beschäftigen. In der Umsetzung ist es Thomas Kleinschmidt, der Müllermeister selbst, der an Hörstationen von seiner Arbeit, den Gefahren oder dem Wandel der Arbeitswelt in der Mühle erzählt. Mitmach-Stationen verknüpfen dies mit dem eigenen Erleben. 

Neben dem Museum und dem ehemaligen Pumpenraum mit der alten Maschinerie, gibt es in der Brücker Mühle einen Bioladen, ein Gasthaus sowie zahlreiche kulturelle und musikalische Veranstaltungen. 

Während der regulären Öffnungszeiten des Ladens der Brücker Mühle, mittwochs bis samstags von 9:30 bis 18:00 Uhr, kann der Ankerpunkt der Route der Arbeits- und Industriekultur besucht werden. Zu diesen Zeiten bietet das Mühlenmuseum auch Führungen an. Dazu nimmt die Brücker Mühle unter der Telefonnummer 06422 850864 Voranmeldungen entgegen. Das Mühlencafé ist dienstags bis sonntags von 12:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Ebenfalls gehören das Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf, das Dokumentations- und Informationszentrum Stadtallendorf und das Regionalmuseum Gladenbach-Weidenhausen zu den bereits eröffneten Stationen der Route der Arbeits- und Industriekultur, die durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf führt. Weitere Stationen, wie etwa bei der Firma Basalt Nickel in Dreihausen, die Behring-Route in Marburg und der Güterbahnhof in Fronhausen sollen ebenfalls in diesem Jahr fertiggestellt werden. Auf die jeweiligen Objekte weisen Schilder mit dem Hinweis „Wir werden Standort“ beziehungsweise „Wir sind Standort“ hin. 

Brücker Mühle Amöneburg

Am Friedenstein 6, 35287 Amöneburg

Weitere Informationen im Internet unter www.lkmb.de/route.

Die Mühle schlägt als Ankerpunkt der Route der Arbeits- und Industriekultur eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und wird so auch zu einem interaktiven Lernort. Hör- und Mitmachstationen machen das Müllerhandwerk dort begreifbar.

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