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Pressemitteilung 393/2022

30.06.2022

Mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft – Ortslandwirte tagten in Cölbe-Bürgeln

Nach über zwei Jahren Corona-Pandemie trafen sich kürzlich die Ortslandwirtinnen und Ortslandwirte des Landkreises Marburg-Biedenkopf wieder von Angesicht zu Angesicht. Neben Vorträgen standen stand auch die Verabschiedung ehemaliger Mitglieder des Gebietsagrarausschusses auf dem Programm. Sie erhielten Dankesurkunden des Landes Hessen.

Marburg-Biedenkopf – Nach über zwei Jahren Corona-Pandemie trafen sich kürzlich die Ortslandwirtinnen und Ortslandwirte des Landkreises Marburg-Biedenkopf wieder von Angesicht zu Angesicht zur Ortslandwirteversammlung. Gut 200 Teilnehmende und Gäste folgten der Einladung von Kreislandwirt Frank Staubitz nach Cölbe-Bürgeln in die Mehrzweckhalle.

Neben der Gelegenheit zum Austausch und zum Wiedersehen standen drei Programmpunkte auf der Tagesordnung. Carsten Gath von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) stellte zunächst die zu erwartende Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) ab 2023 vor. Die GAP ist ein umfangreiches Steuerungs- und Finanzierungsinstrument für die europäische Landwirtschaft und auch für den Umweltschutz relevant. 

So müssen im Zuge der nationalen Umsetzung unter anderem Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität, zum Klima-, Boden- und Gewässerschutz beachtet und ausreichend finanziert werden. Gath ist bei der WIBank in der Abteilung Landwirtschaftsförderung als Leiter der Gruppe Flächenprogramme tätig. Er berichtete auch davon, dass der GAP eine Reform bevorstünde, die zu einigen tiefgreifende Änderungen in der Landwirtschaft führen würden. 

Beispielsweise sei davon auszugehen, dass die Auszahlung von Fördermitteln der Europäischen Union an hiesige landwirtschaftliche Betriebe stärker als bisher an Umwelt- und Klimaleistungen geknüpft würden. Die Landwirtschaft werde damit nicht nur wettbewerbsfähig, sondern vermehrt umweltverträglich sein müssen. 

Allerdings, so Carsten Gath, sei eine abschließende Rechtsverordnungslage voraussichtlich erst zum Jahresende zu erwarten. Grund hierfür: Die EU-Kommission habe erhebliche Nachbesserungen von der Bundesregierung verlangt, nachdem diese Anfang des Jahres eine entsprechende Umsetzungsstrategie vorgelegt hatte. Tenor der europäischen Kritik: die deutsche Agrarpolitik müsse umweltfreundlicher werden. 

Im Anschluss informierte Heike Wagner über aktuelle Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit mit Bezug zur Landwirtschaft. So etwa zum Erzeuger-Verbraucher Dialog, dem Projekt Bauernhof als Klassenzimmer, zum Thema der Blühflächen sowie zur Ökomodellregion und deren Schafwollpellet-Projekt. Wagner ist Leiterin des Fachbereichs Ländlicher Raum und Verbraucherschutz beim Landkreis Marburg-Biedenkopf. Außerdem berichtete Wagner von Projekten, die den Dialog zwischen Landwirten und Verbrauchern verbessern sollen, wie etwa das Höfe-Radeln und das Kelterwiesen-Projekt. 

Schließlich wurden die nach den Agrarwahlen 2022 ausgeschiedenen Ortslandwirtinnen und Ortslandwirte sowie Mitglieder des Gebietsagrarausschusses geehrt und verabschiedet. Kreislandwirt Staubitz bedankte sich für viele Jahre ehrenamtliches Engagement für den landwirtschaftlichen Berufsstand und überreichte die Urkunden des Landes Hessen.

 

Hintergrund

Die Ortslandwirte unterstützen den Kreisausschuss durch Beratung, Stellungnahmen und Auskünfte. So unter anderem in Fragen des Grundstücksverkehrs, der Landschaftspflege und -pläne sowie der Agrar- und Marktstruktur und Regionalplanung.

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