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Pressemitteilung 392/2022

30.06.2022

Monatsbilanz des KreisJobCenters: Zahl der Arbeitslosen steigt – Grund ist der Wechsel von Ukraine-Flüchtlingen in das SGB II

Marburg-Biedenkopf – Im Juni ist die Zahl der arbeitslosen Menschen, die Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II beziehen, deutlich angestiegen. Grund hierfür ist der Rechtskreiswechsel der geflüchteten Menschen aus der Ukraine vom Bereich Asyl in das SGB II. Das KreisJobCenter (KJC) des Landkreises Marburg-Biedenkopf meldet in seiner aktuellen Statistik 3.936 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die als arbeitslos registriert sind. Das ist ein Anstieg von 1.113 Personen oder 39,4 % gegenüber dem Vormonat Mai.

Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat ist ein Anstieg der Arbeitslosen in der Zuständigkeit des KreisJobCenters um 995 Personen oder 33,8 Prozent zu verzeichnen. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt in diesem Monat bei drei Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 2,2 Prozent.

„Der deutliche Anstieg der Zahl der Arbeitslosen im SGB II kommt für uns nicht überraschend. Wir haben den Wechsel von geflüchteten Menschen aus der Ukraine vom Bereich Asyl in die Grundsicherung für Arbeitssuchende in den vergangenen Wochen intensiv begleitet und sind darauf vorbereitet. Wir sind in einer guten Ausgangssituation, der Arbeitsmarkt im Landkreis Marburg-Biedenkopf hat sich im vergangenen halben Jahr erholen können. Nun geht es daran, die geflüchteten Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Auch, um ihnen ein Stück Normalität zu ermöglichen“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow. Für die Geflüchteten aus der Ukraine biete der Wechsel in das SGB II durch die Unterstützung durch das KJC bei der Integration in den Arbeitsmarkt mehr Perspektiven, sich ein Leben hier aufzubauen. Dies sei besonders für diejenigen wichtig, die in der nächsten Zeit wegen des Krieges und des Ausmaßes an Zerstörung nicht in ihre Heimat werden zurückkehren können, so Zachow weiter.

Aktuell liegt die Zahl der Bedarfsgemeinschaften bei 6.690. Damit steigt sie im Vergleich zum Vormonat um 1.053 beziehungsweise 18,7 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresmonat bedeutet dies einen Anstieg um 930 Bedarfsgemeinschaften oder 16,1 Prozent. Auch die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten steigt im Vergleich zum Vormonat auf 8.928 Personen und damit um 1.449 Personen beziehungsweise 17,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist ein Anstieg um 1.307 Personen oder 17,2 Prozent zu verzeichnen.

Bei den Angaben zu den Bedarfsgemeinschaften und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten handelt es sich um einen zum Stichtag 13. Juni 2022 ermittelten vorläufigen Bestand. Der endgültige Bestand für den Berichtsmonat Juni wird von der Bundesagentur für Arbeit nach einer Wartezeit von drei Monaten festgeschrieben.

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