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Pressemitteilung 348/2022

07.06.2022

Bund bringt 77 Millionen Euro für den Glasfaserausbau in den Kreis – „Graue-Flecken-Programm“ soll schnelleres Internet in der Fläche ermöglichen

Fachwerk und Fortschritt: Um auch den Anschluss der ländlichen Region an die Datenautobahn weiter zu verbessern, hat Marburg-Biedenkopf als einer der ersten Kreise in Deutschland eine Förderung aus dem „Grau-Flecken-Programm“ erhalten. Sören Bartol, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (2. v. li.) übergab in Lohra-Wilershausen den Förderbescheid an den Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow. Mit dabei Klaus Bernhardt (li.), Geschäftsführer der Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH, sowie Rosemarie Wolny, Erste Beigeordnete der Gemeinde Lohra.

Marburg-Biedenkopf – Die Bundesregierung bringt 77 Millionen Euro zum weiteren Ausbau von schnellem Internet im Landkreis Marburg-Biedenkopf ein. Am Samstag, 4. Juni 2022, hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Sören Bartol, in Lohra-Willershausen den entsprechenden Förderbescheid des Bundes an den Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow, überreicht.

Mehr als 98 Prozent der Haushalte im Landkreis Marburg-Biedenkopf können mit mindestens 50 Mbit/s im Internet surfen. „Wir aber wollen mehr. Für unsere Haushalte und Schulen genauso wie für unsere Unternehmen. Ich freue mich sehr darüber, dass uns das ,Graue-Flecken-Förderprogramm‘ hierzu die Möglichkeiten bietet“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow.

Während mittlerweile bereits sämtliche Schulen in Trägerschaft des Kreises mit schnellem Glasfaseranschluss bis ins Haus ausgestattet seien, sollen nun mit dem Förderprogramm rund weitere 27.000 Adressen folgen.

Die bisher eingesetzte Technologie brachte Glasfaser nur bis zu den Verteilerkästen und den Internetzugang von da aus per Kupferleitungen an den Hausanschluss. Damit waren aus technischen Gründen vorwiegend nur Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s möglich. Und genau diese Anschlüsse sollen nun Glasfaserverbindungen bis zum Hausanschluss und damit höhere Bandbreiten bekommen.

Investiert werden sollen hierzu rund 155 Millionen Euro. Das Land Hessen hatte bereits eine Förderung von bis zu 62 Millionen Euro zugesagt, der Bund übernimmt nun weitere 77 Millionen Euro. „Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist damit einer der ersten Landkreise in Deutschland, der eine Förderung nach dem Graue-Flecken-Förderprogramm erhält. Damit wird der Landkreis auch weiterhin einer der am besten versorgten Gebiete in Deutschland sein“, freute sich Staatssekretär Sören Bartol.

Den restlichen Betrag, etwa 15,5 Millionen Euro und damit 10 Prozent der Gesamtinvestition, bringen der Landkreis und die Städte und Gemeinden jeweils zur Hälfte ein. Dabei erfolgt die Aufteilung von dem Eigenanteil der Kommunen entsprechend der Bevölkerungsgröße aller beteiligten Kommunen.

Wie Rosemarie Wolny, die Erste Beigeordnete der Gemeinde Lohra mitteilte, sei auch in dieser Gemeinde das Interesse in der Bevölkerung groß. „Jetzt können wir auf die Fragen Antworten liefern und ich bin froh, dass auch die Gemeinde Lohra mit von der Partie ist, um dieses Gemeinschaftsprojekt zu realisieren“, sagte Wolny.

Bereits in Kürze soll die Breitband GmbH die Ausschreibung für die anstehenden Arbeiten auf den Weg bringen. Im Idealfall ist das Verfahren bis zum Jahresende abgeschlossen. Dann könnte bereits im kommenden Jahr der Baubeginn sein.

Hintergrund

Seit Frühjahr 2021 können Kommunen beim Bund einen Antrag auf Förderung des Glasfaserausbaus in so genannten „Grauen Flecken“ stellen. Das sind Gebiete mit einer Internetversorgung von weniger als 100 Mbit/s. Bislang waren nur sogenannte „Weiße Flecken“ förderfähig, also Gebiete, in denen die Versorgung unter 30 Mbit/s lag. Ausgenommen von dieser Aufgreifschwelle waren Anschlüsse für sozioökonomische Schwerpunkte wie zum Beispiel für Schulen, Krankenhäuser, kleine und mittlere Unternehmen in Gewerbegebieten. Eine Förderung darf generell nur dann vorgenommen werden, wenn durch privatwirtschaftliche Unternehmen kein Ausbau erfolgt. Der Bund trägt in diesen Fällen etwa 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, die Bundesländer etwa 40 Prozent.

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