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Pressemitteilung 423/2022

13.07.2022

Förderung des Kreises von Sonnenkraftwerken geht weiter – 100.000 Euro Fördergeld aus Zukunftspaket / Kreis informierte bei Online-Veranstaltung über Vorteile der Nutzung von Sonnenenergie

Marburg-Biedenkopf – Die Kampagne des Kreises zur Förderung privater Solar-Anlagen geht in die Verlängerung: Der Kreis wird Sonnenkraftwerke auf Dächern und Balkonen mit 100.000 Euro aus seinem Corona-Zukunftspaket II fördern. Das hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung Anfang Juli beschlossen.

Die erste Auflage dieses Förderprogramms war sehr gut nachgefragt: Das zur Verfügung stehende Budget in Höhe von 50.000 Euro ist ausgeschöpft. Die Nachfrage aber ist weiterhin hoch. Daher soll dieses erfolgreiche Programm fortgesetzt werden, mit dem Ziel weitere Anreize zum Ausbau der Erneuerbaren Energien im privaten Bereich zu geben.

Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf hat zugesagt, die Fortführung der Solardach-Kampagne mit weiteren 15.000 Euro zu fördern. Die Sparkasse hatte bereits die erste Auflage des Förderprogramms mit 40.000 Euro unterstützt.

Die Anschaffung einer Solaranlage lohnt sich in der Regel vielfach: Sie spart Energiekosten, steigert den Wert der Immobilie und die Sonne als Energiequelle ist kostenlos, nahezu unerschöpflich und in der Ökobilanz besser als die fossile Energiegewinnung. Sonnenstrom lässt sich vielseitig nutzen: Neben der Versorgung der elektrischen Haushaltsgeräte kann mit Strom auch nachhaltig Wärme erzeugt werden. Die zunehmend an Fahrt gewinnende Elektromobilität bietet weitere Optionen für die Nutzung der eigenen Sonnenenergie.

Eine Orientierung, ob sich eine Solaranlage lohnt, bietet das Solardachkataster im Internet unter https://www.energieland.hessen.de/solar-kataster. Dort können Interessierte das eigene Dach finden und sich erste Eckdaten zur eigenen Anlage ausgeben und berechnen lassen.

Pro Kilowatt Peak (kWp) der Solaranlagen fördert der Landkreis 100 Euro, der maximale Förderungsbeitrag beträgt 500 Euro pro Anlage. Einen Bonus von 100 Euro gibt es bei einer Kombination aus Stromspeicher und neuer Dachsolaranlage. Die Förderung kann nicht mit anderen kommunalen Solar-Förderungen kombiniert werden.

Antragsberechtigt sind Privatpersonen und Vereine mit Wohn- oder Vereinssitz im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Anlagen, die innerhalb des Jahres 2022 installiert wurden oder werden, sind förderfähig. Die Förderung ist auf einen Antrag pro Haushalt/Antragsteller begrenzt. Des Weiteren muss ein Fachbetrieb die Anlagen installieren. Eine Ausnahme bilden dabei Stecker-Solaranlagen für den Balkon.

Weitere Informationen und das Antragsformular gibt es online unter www.klimaschutz.marburg-biedenkopf.de.

Online-Veranstaltung hatte Vorteile von Solaranlagen zum Thema

Bei einer Online-Veranstaltung informierte der Landkreis Marburg-Biedenkopf in Zusammenarbeit mit der Sames Solar GmbH darüber, wann sich eine Photovoltaik-Anlage lohnt. Dabei präsentierte der Kreis auch sein aktuelles Förderprogramm für Solaranlagen und Balkonsolarsysteme. Über 150 Interessierte nahmen teil.

Jojakim Sames von der Sames Solar GmbH sprach über wichtige Themen rund um Solaranlagen. Sames ist als Solarteur, also Fachkraft für den Bau und die Instandhaltung von Solaranlagen. So könne man mit einer Kilowattstunde Strom annährend acht Stunden am Computer arbeiten, neun Liter Wasser aufkochen oder eine 10 Watt LED Lampe 100 Stunden lang betreiben. Sames erklärte auch, wie sich der Selbstversorgungsgrad mit Strom durch Speichersysteme sinnvoll steigern lässt und dass ein Eigenversorgungsgrad von bis zu 85% des Strombedarfes technisch möglich ist. Eine vollständige Unabhängigkeit von Stromlieferanten sei hingegen wirtschaftlich und technisch sehr aufwändig und daher nicht unbedingt zu empfehlen. Speicher würden sich auch deshalb lohnen, um den Eigenverbrauch zu erhöhen und so unabhängiger von tendenziell steigenden Strompreisen zu werden. Denn durch die Speicher müsse weniger Strom für den eigenen Bedarf hinzugekauft werden.

Auch die Frage, wie gut sich Heiztechnik mit einer Solaranlage kombinieren lässt, war Thema. Laut Sames sei vor allem ein Heizstab, der mit Solarenergie betrieben wird, in einem Warmwasserspeicher hilfreich. Dadurch sei es möglich, Kosten für Gas oder Heizöl spürbar zu senken. Mit intelligenter Technik sei es zudem möglich, den Verbrauch von Solarstrom zu steuern. Um Strom-Vernetzungen ging es bei der Veranstaltung ebenfalls: So ist es beispielsweise möglich, Nachbarinnen und Nachbarn Solarstrom zur Verfügung zu stellen, wenn der Stromertrag über dem Eigenbedarf liegt.

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