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Pressemitteilung 732/2022

01.12.2022

Bundesweiter Warntag am 8. Dezember – Möglichkeiten zur Warnung der Bevölkerung werden erprobt

Marburg-Biedenkopf – Am kommenden Donnerstag, 8 Dezember 2022, findet der 2. bundesweite Warntag statt. Bei diesem Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen werden die unterschiedlichen Mittel zur Warnung der Bevölkerung erprobt. Ab 11 Uhr erfolgt an diesem Tag eine Probewarnung auf unterschiedlichen Kanälen: Sirenen, Warn-Apps und Soziale Medien. Informationen zum Warntag gibt es online unter www.warnung-der-bevoelkerung.de (Öffnet in einem neuen Tab). 

Ziel des Warntages ist es, so teilt es das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit, Schwachstellen im Warnsystem zu erkennen, diese im Nachgang zu korrigieren und das System damit für den Ernstfall stabiler und effektiver zu machen. Auch soll die Bevölkerung für das Thema Warnung sensibilisiert und auf die unterschiedlichen Warnmöglichkeiten aufmerksam gemacht werden. „Eine erfolgreiche Warnung verbindet Menschen und Technik. Sie muss von den Menschen wahrgenommen und in ihrer Dringlichkeit angemessen eingeschätzt werden, damit die Menschen auch sich selbst schützen können“, so das Bundesamt. 

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf beteiligt sich ebenfalls an diesem Probelauf: So werden die Sirenen in der Zeit von 11 Uhr bis 11:45 Uhr entweder das Signal „Warnung der Bevölkerung“ (einminütiger Heulton, auf- und abschwellend) oder das Signal „Feueralarm“ (dreimaliges Heulen, jeweils etwa 15 Sekunden lang) aussenden. Da die Umstellung auf digitale Sirenenalarmierung im Landkreis Marburg-Biedenkopf noch nicht abgeschlossen ist und damit noch nicht überall die Möglichkeit besteht, das Signal „Warnung der Bevölkerung“ auszulösen, kann es hier zu Unterschieden kommen. Dort, wo das Signal „Warnung der Bevölkerung“ möglich ist, wird gegen 11:45 Uhr zusätzlich noch das Sirenensignal „Entwarnung“ (einminütiger Dauerton) ertönen. „Leider sind die Sirenen in Marburg-Biedenkopf noch nicht flächendeckend auf digitale Alarmierung umgestellt, so dass hier das Signal zur Alarmierung der Feuerwehr genutzt werden muss. Wir warten noch auf Standortgenehmigungen des Bundes, die für jede Sirenenstandort erforderlich sind, so dass uns hier leider die Hände gebunden sind“, bedauert Kreisbrandinspektor Lars Schäfer. 

Der Kreis wird zudem über seine Social Media-Kanäle (Facebook, Instagram), über den Messenger-Dienst „Telegram“ und auf seiner Website auf den Warntag hinweisen. 

„Die Warnung der Bevölkerung ist ein wichtiger Eckpfeiler, um die Resilienz der Gesellschaft gegenüber Krisen aller Art zu steigern. Ereignisse wie die Corona-Pandemie, die Flutkatastrophe im Juli 2021, der andauernde Angriffskrieg in der Ukraine aber auch kleinere lokale Gefahrenlagen wie Großbrände, Unfälle mit Schadstoffen oder Unwetter rücken die verschiedenen Warnkanäle regelmäßig in den Fokus“, erläutert der Kreisbrandinspektor. 

Erstmals möchte der Bund auch die Möglichkeit des „Cell Broadcast“, also die Aussendung von Warnmeldungen auf Mobiltelefone unabhängig von Apps, testen. Die Einführung dieses zusätzlichen Warndienstes war nach der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021 vorangetrieben worden. 

Da eine Warnung sehr wichtige Informationen enthält, soll sie möglichst viele Menschen erreichen. Deswegen kann eine Warnung über viele verschiedene Warnmittel und Wege verbreitet werden, zum Beispiel Radio und Fernsehen, Internetseiten, Warn-Apps wie NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) oder HessenWarn, Soziale Medien, Sirenen, „Cell Broadcast“, Lautsprecherwagen oder Digitale Stadtinformationstafeln. 

Um die Warnung insbesondere bei der Einführung des neuen Warnkanals „Cell Broadcast“ zu optimieren, spielt die Rückmeldung der Bevölkerung als Empfänger der Warnmeldungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund wird die Bevölkerung am bundesweiten Warntag und in den darauffolgenden Tagen gebeten, ihre Erfahrungen mit „Cell Broadcast“ und weiteren Warnmitteln im Zuge einer Umfrage mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zu teilen. Die Möglichkeit zum Feedback wird es zur genannten Zeit auf der Website www.warnung-der-bevölkerung.de (Öffnet in einem neuen Tab), in der Warn-App NINA, auf der Unterseite zum bundesweiten Warntag auf www.bbk.bund.de (Öffnet in einem neuen Tab) und auf den Social Media-Kanälen des BBK geben. Die Unterstützung der Bevölkerung soll dabei helfen, die Einführung von „Cell Broadcast“ als Warnmittel schon während der Testphase zu verbessern und das Warnsystem insgesamt sicherer zu machen. Die Möglichkeit die Warnungen über „Cwll Broadcast“ zu empfangen, hängt von der Art, dem Alter und dem Betriebssystem des Mobiltelefons ab. Unter Umständen sind hier Updates erforderlich. Nähre Informationen erhalten Nutzende ebenfalls online unter www.warnung-der-bevölkerung.de (Öffnet in einem neuen Tab).

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