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Pressemitteilung 623/2021

06.10.2021

Neuer Radweg an K92 in Stadtallendorf verbindet Industriegebiet mit Innenstadt –
Bauarbeiten starten / Kreis informiert mit Bau-Schildern über die Arbeiten

Johannes Ranft, Bauleiter bei der Firma Wachenfeld, Landrätin Kirsten Fründt, Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi und Andreas Wagner vom Planungsbüro Müller (v.l.) beim Spatenstich für den Fuß- und Radweg entlang der K92 in Stadtallendorf.

Marburg-Biedenkopf – Mit dem Bau eines Rad- und Fußweges entlang der Kreisstraße 92 in Stadtallendorf verbessern der Kreis und die Stadt Stadtallendorf das Radverkehrsangebot vor Ort weiter. Der rund 800 Meter lange, neue Radweg von der Kinzigstraße bis zur Waldstraße schafft eine sichere und direkte Verbindung für Radfahrende zwischen dem industriell geprägten DAG-Gebiet und der Innenstadt. Die Kosten liegen bei insgesamt rund 530.000 Euro. Die nun startenden Arbeiten sollen voraussichtlich Ende des Jahres fertiggestellt sein. 

„Gerade auch an einem Industriestandort wie Stadtallendorf ist es wichtig, sichere und direkte Anbindungen für Radfahrerinnen und Radfahrer zu Kernbereichen der Stadt zu schaffen. So ist das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit, zum Lebensmittelgeschäft oder zum Bahnhof eine echte Alternative zum Auto, die zudem gut für Gesundheit und Umwelt ist“, betonte Landrätin Kirsten Fründt beim Spatenstich am Mittwoch. Mit dem Bau des Radweges gehe der Kreis ein wichtiges Vorhaben in seinem Entwicklungsplan für den Radverkehr an. Dieses seit 2018 bestehende kreisweite Radverkehrskonzept mit 181 Maßnahmen zielt darauf ab, den Radverkehr im Landkreis Marburg-Biedenkopf zu stärken und die dafür notwendige Infrastruktur auszubauen. Im Radverkehrsentwicklungsplan des Landkreises kommt der Maßnahme eine hohe Bedeutung zu. Die große Bedeutung des Radverkehrs insgesamt für den Kreis zeigt sich auch in seinem Haushaltsansatz: So fließt ein Drittel des Geldes für die Verkehrsinfrastruktur in den Radverkehr.

In der Stadtallendorfer Innenstadt finden sich wesentliche Anlaufstellen des städtischen Lebens, darunter Einzelhandel, Gastronomie und Verwaltung. Zudem gibt es hier Anbindungen an den Öffentlichen Personennahverkehr über den Bahnhof, die Schulen sowie die städtischen Sportstätten und kulturellen Einrichtungen. Innenstadt und DAG-Gebiet sind damit wichtige Ausgangspunkte und Ziele des Radverkehrs in Stadtallendorf.

Bislang gibt es in dem Abschnitt der K 92 von der Verlängerung der Kinzigstraße bis zur Waldstraße noch kein Angebot für den Radverkehr. Fahrradpendlerinnen und -pendler aus dem oder in das DAG-Gebiet müssen bisher in diesem stark durch den Güterverkehr befahrenen Abschnitt entweder im Mischverkehr auf der Straße fahren oder sie nutzen andere Routen in das Stadtallendorfer Zentrum, die oft einen Umweg bedeuten.

Der geplante Rad- und Fußweg gliedert sich in zwei Abschnitte – einen außerörtlichen Abschnitt von 575 Metern Länge und einen innerörtlichen Abschnitt von 225 Metern Länge. Da auf den circa letzten 100 Metern (östlich des Kreisels in der Waldstraße) zahlreiche Versorgungsleitungen verlaufen, wird so gebaut, dass nötige Eingriffe vorgenommen werden können, ohne dass die Qualität der Fahrbahndecke beeinträchtigt wird. Zudem ist eine Beleuchtung des Radweges vorgesehen, den kommunalen Eigenanteil für die Kosten dieser Beleuchtung trägt die Stadt Stadtallendorf. 

Ausgeführt werden die Bauarbeiten im Auftrag des Kreises von der Korbacher Firma Wachenfeld. Die Kosten liegen bei insgesamt 530.371 Euro, davon kostet der eigentliche Bau 384.873 Euro. Zusätzliche Kosten entstehen durch Planung, Rodungsarbeiten, Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz sowie natur- und wasserschutzrechtliche Genehmigungen. Das Land Hessen unterstützt das Vorhaben finanziell. 

Der Kreis informiert über die Baumaßnahme vor Ort auch mithilfe eines Bauschildes, auf dem Informationen zu den Bauarbeiten zu finden sind. Auch in Zukunft werden entsprechende Baustelleninformationen die zunehmende Zahl von Infrastrukturmaßnahmen des Landkreises im Radverkehr sichtbar machen. „Damit wollen wir das Wirken der Kreisverwaltung für den Radverkehr im Kreis noch transparenter machen. Interessierte können sich somit zudem direkt am Ort des Geschehens informieren“, sagte Landrätin Fründt.

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