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Pressemitteilung 274/2021

20.05.2021

Gemeinwohl-Ökonomie: Jugend- und Kulturförderung des Kreises zieht Bilanz

Marburg-Biedenkopf – Als erster Bereich der Kreisverwaltung hat der Eigenbetrieb Jugend- und Kulturförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf eine Gemeinwohl-Bilanz vorgelegt. 

Mit dem bereits 2018 vorgelegten Nachhaltigkeitskonzept hat sich der Landkreis Marburg-Biedenkopf als einer der ersten Landkreise in Deutschland auf den Weg gemacht, ein Konzept für eine nachhaltige Kreisentwicklung vorzulegen. Mit der Bilanzierung des Eigenbetriebes im Sinne der Gemeinwohl-Ökonomie hat die Kreisverwaltung nun einen weiteren Schritt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung getan. 

„Die Ideen der Gemeinwohlökonomie haben eine umfassende Schnittmenge mit unseren Bemühungen, den Landkreis Marburg-Biedenkopf nachhaltig, offen, kooperativ, gemeinschaftlich und transparent zu entwickeln“, sagte Landrätin Kirsten Fründt. Entsprechende Ansätze seien bereits im Nachhaltigkeitskonzept eingeflossen. „Die Bilanzierung ist also nur konsequent“, sagte Fründt. 

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein alternatives Wirtschaftsmodell, das auf den gemeinwohlfördernden Werten Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung aufbaut. Hieraus ergibt sich eine Bewertungsmatrix, die zur Bewertung des Gemeinwohlberichts des Eigenbetriebs herangezogen wurde. 

Beides zusammen, der Bericht und die Bewertung, das sogenannte Testat, ergeben die Gemeinwohl-Bilanz. Bei der Bewertung können maximal 1000 Gemeinwohl-Punkte erreicht werden. Das Minimum liegt bei -3600. Dem Eigenbetrieb wird mit 332 Punkten in seiner ersten Gemeinwohl-Bilanzierung also ein recht gutes Ergebnis bescheinigt. Begleitet wurde die Bilanzierung von Josef Rother von der Marburger Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH und dem freiberuflichen Organisationsberater Dirk Posse. Gitta Walchner vom Auditor*innen Team Deutschland bewertete den Bericht und stellte das Testat aus.  

Die Gemeinwohlbilanzierung des kommunalen Eigenbetriebs Jugend- und Kulturförderung wurde als Pilot-Projekt angegangen. Zwischenzeitlich hatte der Kreistag beschlossen, die Kreisverwaltung den begonnen Prozess der Bilanzierung abzuschließen. Außerdem sollen einzelne ökologische, soziale und ökonomische Maßstäbe auch auf andere Bereiche des Verwaltungshandelns im Landratsamt angewandt werden. Wie genau soll in einer der zukünftigen Sitzungen des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur, Energie, Landwirtschaft und Umwelt thematisiert werden.

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