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Pressemitteilung 199/2021

19.04.2021

Landkreis startet Projekt für mehr Jugendbeteiligung – Digitale Konferenz am 28. April bildet den Auftakt

Marburg-Biedenkopf – Mit einer digitalen Konferenz für Fachkräfte aus der Jugendarbeit am Mittwoch, 28. April 2021, um 17:15 Uhr, startet der Landkreis Marburg-Biedenkopf ein Projekt für mehr Jugendbeteiligung. Ein erstes Ziel ist es, Gesprächsebenen zu schaffen und die Mitwirkung von Jugendlichen bei der Gestaltung des örtlichen und kommunalen Lebens im Kreis zu fördern. 

Für den Einführungsvortrag konnte Professor Dr. Kurt Möller als Referent gewonnen werden. Er ist Mitglied der Sachverständigenkommission des 16. Kinder- und Jugendberichts des Bundes. Möller ist ausgewiesener Experte zum Thema Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter und wird über zentrale Ergebnisse des kürzlich veröffentlichten Berichts und die daraus zu ziehenden Konsequenzen berichten. Die Bedeutung von Angeboten der offenen und aufsuchenden Kinder- und Jugendarbeit für die demokratische Bildung wird ebenso Thema sein wie die Potentiale der Jugendbeteiligung für die Gestaltung des Gemeinwesens. Zudem wird er darauf eingehen, welche strukturellen Voraussetzungen für eine nachhaltige Strategie zur Jugendbeteiligung gegeben sein müssen. Nach dem Einführungsvortrag wird ausreichend Raum für Austausch geboten. Anschließend sollen einzelne Fragestellungen an digitalen Thementischen vertieft werden. Durch die Veranstaltung führt Sebastian Sack, Vorsitzender des Kreisjugendringes Marburg-Biedenkopf. 

Jugendliche engagieren sich vielfältig und zahlreich in den Verbänden und Vereinen des Landkreises, sei es im Feuerwehrverband, im Sportverein, in der Kirchengemeinde, der Nachbarschaft oder dem familiären Umfeld. Sie sind damit ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Trotzdem zählen sie sowohl in formellen Beteiligungsstrukturen wie Parteien, Gremien und gewählten Vertretungen, aber auch bei informellen Beteiligungsangeboten wie der Bürgerbeteiligung häufig zu den unterrepräsentierten Gruppen. Sie wirken deutlich seltener an Entscheidungen auf kommunaler Ebene mit, sind aber von diesen oftmals genauso betroffen. Jugendstudien wie der kürzlich veröffentliche 16. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung zeigen allerdings, dass die aktuelle Jugendgeneration ein starkes Interesse an politischen Themen hat und mitbestimmen möchte. 

Dieser Widerspruch soll im Rahmen des Projektes „Jugend stärken – Beteiligung fördern“ thematisiert und bearbeitet werden. Unstrittig ist, dass junge Menschen sich beteiligen und gehört werden wollen. Es geht daher vor allem um die Frage, wie eine sinnvolle und altersgerechte Einbeziehung der Wünsche und Vorstellungen junger Menschen umgesetzt werden kann. Wie wollen junge Menschen beteiligt werden? Welche Themen sind ihnen wichtig? Und welche Unterstützung brauchen sie, um sich einzubringen? Bei Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern soll daher eine stärkere Sensibilität für die Bedeutung und Bedarfe von jungen Menschen aufgebaut und ihnen das „Handwerkszeug“ für eine gute Jugendbeteiligung mitgegeben werden. Dazu wählt der Landkreis ein Vorgehen, in dem zunächst die unterschiedlichen Schlüsselgruppen adressiert werden sollen. Ein erstes Ziel ist es, Gesprächsebenen und Orte zu schaffen in denen Jugendliche und Entscheidungstragende miteinander ins Gespräch kommen. So erhalten Jugendliche die Möglichkeit, an Entscheidungen mitwirken zu können. Die Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen im Alter zwischen 13 und 25 Jahren steht dabei besonders im Fokus. 

Fachkräfte in der Jugendarbeit, seien sie verbandlich, schulisch oder kommunal organisiert, sind für die Mitwirkungserfahrungen und demokratischer Teilhabe junger Menschen zentrale Akteure und für den Kreis daher wichtige Ansprechpersonen. Zu der digitalen Fachkonferenz im April sind daher alle eingeladen, die in der Jugendarbeit tätig sind oder sich dort engagieren. Das Projekt „Jugend stärken – Beteiligung fördern“ wird unter Federführung des Landkreises Marburg-Biedenkopf mit seinen Fachdiensten „Bürgerbeteiligung und Ehrenamtsförderung“ sowie „Jugendförderung“ gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Kreisjugendrings, dem Fachausschuss Jugendförderung und den LEADER- Regionen Marburger Land sowie Burgwald-Ederbergland umgesetzt. 

Die Veranstaltung beginnt um 17:15 Uhr, eine Einwahl ist bereits ab 17:00 Uhr möglich. Die Zugangsdaten zu der digitalen Veranstaltung werden auf www.mein-marburg-biedenkopf.de veröffentlicht. 

Der Fachdienst Bürgerbeteiligung und Ehrenamtsförderung ist telefonisch unter 06421 405-1751 sowie per E-Mail an buergerbeteiligungmarburg-biedenkopfde erreichbar.

Kontakt zum Fachdienst Jugendförderung ist telefonisch unter 06421 405-1313 oder unter 06421 405-1660 sowie per E-Mail an bartholomesnmarburg-biedenkopfde oder markshmarburg-biedenkopfde möglich.

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