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Pressemitteilung 817/2021

22.12.2021

Kreis stellt 750.000 Euro für soziale und freie Träger zur Verfügung – Zweites Zukunftspaket zur Überwindung der Corona-Pandemie verabschiedet

Marburg-Biedenkopf – Der Kreistag des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat im November das Zweite Zukunftspaket zur Überwindung der Corona-Pandemie verabschiedet. Der Kreis stellt damit zusätzliche Fördermittel bereit, um kurzfristig und unbürokratisch weitere Hilfen zur Überwindung der Corona-Pandemie, für die Sicherung bestehender Strukturen sowie für den Klimaschutz und den Wohnungsbau zu gewähren.

Für die Förderung sozialer und freier Träger beinhaltet das Zukunfts-Paket 750.000 Euro. „Die erheblichen Einschränkungen während der Pandemie haben in Teilen der Bevölkerung immaterielle Schäden durch Belastung, Überforderung und Anspannung hervorgerufen, welche insbesondere von den Trägern der Wohlfahrtspflege aufgefangen wurden“, so der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow. In verschiedenen Treffen mit den Trägern sei mitgeteilt worden, dass Beratungstermine im gesamten sozialen Bereich stark nachgefragt sind. Daher sei es in der immer noch anhaltenden Pandemie ein zukunftsweisender Beschluss. Mit den bereitgestellten Mitteln sollen auf Bedarfe nachhaltig, schnell und unbürokratisch für den gesamten Zeitraum bis 2023 reagiert werden können, ergänzt Zachow.­

Der Landkreis fördert bereits zahlreiche Träger der freien Wohlfahrtspflege. Diese wurden bereits von der Kreisverwaltung informiert und können eine finanzielle Unterstützung beantragen, die in folgenden sozialen Themenfeldern gewährt wird:

  • Armutsprävention/Armutsintervention
  • Familienunterstützende Angebote
  • Frühkindliche Förderangebote
  • Gewaltprävention/Gewaltintervention
  • Inklusion/Gesundheitsprävention/Gesundheitsintervention
  • Psychosoziale Unterstützungsangebote
  • Schuldenprävention/Schuldenintervention
  • Sozialpädagogische Angebote an Schulen
  • Suchtprävention/Suchtintervention

Die Mittel können zum Ausgleich für erhöhte Aufwendungen oder weggebrochene Erträge verwendet werden, soweit diese nicht bereits anderweitig aufgefangen werden. „Damit leistet der Landkreis einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer vielfältigen sozialen Trägerlandschaft und sichert ein wohnortnahes Beratungsangebot für Menschen in Lebenskrisen, sei es finanzieller oder gesundheitlicher Art“, so Zachow. Das Zukunftspaket stärkt auch die Beratungsangebote zur Entwicklung der Kinder, der Gewaltprävention, der Inklusion und zum Schutz von Frauen.

Das Zukunfts-Paket stellt auch für zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche Fördermittel bereit. Dafür antragsberechtigt sind Jugendverbände und -gruppen einschließlich der anerkannten Jugendclubs sowie Träger der freien Jugendhilfe. Dadurch will der Kreis die Jugendarbeit zum Weg zurück in die Normalität der Verbandsarbeit unterstützen.

„Kinder und Jugendliche waren in der Zeit des Lockdowns vielfachen Einschnitten ausgesetzt und haben durch ihr Verhalten Rücksicht und Solidarität für die älteren Menschen gezeigt“, so der Leiter des Fachbereiches Familie, Jugend und Soziales, Uwe Pöppler. Unterricht von zu Hause und die fehlenden Kontakte zu Gleichaltrigen hätten diese Zeit geprägt. In dieser Lebenszeit seien soziale Kontakte für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und zur Herausbildung sozialer Kompetenzen von unschätzbarem Wert. „Die Jugendarbeit und damit auch die Vereine und Verbände, die für junge Menschen einen wichtigen Beitrag in der Prävention und Unterstützung leisten, waren erheblich eingeschränkt und konnten lange Zeit keine Angebote machen“, so Pöppler.

Anträge und weitere Informationen zur Förderung können über die Homepage unter http://lkmb.de/corona-unterstuetzung heruntergeladen und bis Freitag, 7. Januar 2022, per E-Mail an Berichtswesen-FJSmarburg-biedenkopfde des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales eingereicht werden.

 

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