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Pressemitteilung 448/2020

28.09.2020

Beratungsangebote im Landkreis helfen bei der beruflichen Weiterbildung – Initiative „ProAbschluss“ bietet Unterstützung beim Nachholen eines Berufsabschlusses

(von links): Stefan Hesse (IHK Kassel-Marburg), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, Volker Breustedt (Leiter Agentur für Arbeit Marburg), Bildungscoach Romana Hemmers, Dr. Frank Hüttemann (Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf) und Oliver Amrhein (Weiterbildung Hessen e.V.) stellen die Beratungsangebote zur Weiterqualifizierung vor.

Marburg-Biedenkopf – Mit einer kostenlosen Beratung zu Weiterbildungsangeboten und der Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung hilft die Qualifizierungsoffensive „ProAbschluss“ bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf Beschäftigten beim Nachholen eines Berufsabschlusses.

„Qualifizierung hört nicht nach der Schule auf, sondern begleitet Menschen oft ein Leben lang. Das Nachholen von Berufsabschlüssen schafft neue Lebenswege“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow anlässlich der bundesweiten Aktionswochen zur Fachkräftesicherung. Im Zuge dessen machten der Landkreis, die Initiative „ProAbschluss“, der Verein Weiterbildung Hessen, die Agentur für Arbeit und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg am Marburger Cineplex darauf aufmerksam, dass Bund und Land viele Unterstützungsmöglichkeiten und kostenfreie Beratung hierfür anbieten. 

In Sachen Weiterbildung berät Romana Hemmers, der Bildungscoach der Qualifizierungsoffensive „ProAbschluss“ von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die unverbindliche Beratung richtet sich an alle Unternehmen und Beschäftigte, die sich beruflich weiterentwickeln und Fragen zu passenden Qualifizierungen und Fördermitteln beantworten lassen möchten. Gerade für Quereinsteigende mit Berufserfahrung gibt es viele Möglichkeiten, einen Berufsabschluss nachzuholen. Zudem werden Weiterbildungen wieder in Präsenz angeboten, viele Träger haben ihr Angebot erweitert und bieten auch Online-Seminare an. 

„Ein starkes Argument, jetzt die Nachqualifizierung anzugehen, ist die finanzielle Unterstützung durch den Qualifizierungsscheck, gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und des Europäischen Sozialfonds“, sagt Oliver Amrhein von Weiterbildung Hessen. Der hessische Qualifizierungsscheck übernimmt 50 Prozent der Seminar- und Prüfungskosten. Der Verein bietet in Zusammenarbeit mit dem Bildungscoach außerdem eine mobile Beratung an. An öffentlichen Plätzen wie beispielsweise dem Marburger Cineplex, aber auch direkt bei Unternehmen. Der Qualifizierungsscheck kann noch bis Ende 2021 beantragt werden. 

Auch Beschäftigte in Kurzarbeit können gefördert werden und Weiterbildungen besuchen. Die Agentur für Arbeit bieten hierfür ebenfalls Beratungen und finanzielle Unterstützung an. „Es ist immer wieder das fachliche und soziale Wissen, das in Betrieben die Entscheidung für oder gegen eine Beschäftigung (auf Dauer) ausmacht“, so Volker Breustedt, Leiter der Agentur für Arbeit in Marburg. 

Beratungsangebote zu nutzen und Berufsabschlüsse nachzuholen ist auch aus unternehmerischer Sicht ein sinnvolles Angebot für die Mitarbeitenden und Unternehmen: „Die Gewinnung von Fachkräften aus der eigenen Belegschaft gibt erfahrenen Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung. Dies wirkt sich positiv motivierend auf die Belegschaft aus und ist daher ein geeignetes Mittel, dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen", sagt Enrico Gaede, Teamleiter Bildungsberatung der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg. 

Gerade in den letzten Monaten habe sich gezeigt, dass viele Menschen für den Arbeitsmarkt gut qualifiziert sein wollen und sich über die Möglichkeiten und Wege dafür auch informieren, berichtet Bildungscoach Romana Hemmers. Neben einer persönlichen Beratung bietet sie auch Beratungen per Telefon und Videokonferenz an. Termine hierzu können unter der E-Mailadresse Qualimarburg-biedenkopfde oder telefonisch unter 06421 405-1229 vereinbart werden. Mehr Informationen zu „ProAbschluss“ mit allen Beratungsstellen in Hessen gibt es online unter www.proabschluss.de und www.wifoe.marburg-biedenkopf.de.

 

Hintergrund: Die Qualifizierungsoffensive „ProAbschluss“:

Mehr als 325.000 Beschäftigte mit Wohnort in Hessen  haben keinen anerkannten Berufsabschluss. Das sind 13 Prozent aller hessischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Hier setzt die Initiative „ProAbschluss“ des Landes Hessen an. Sie unterstützt sozialversicherungspflichtig Beschäftigte dabei, einen Berufsabschluss nachzuholen. 

„ProAbschluss“ richtet sich an Personen, die ihren Hauptwohnsitz in Hessen haben, mindestens 21 Jahre alt sowie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und über keinen Berufsabschluss verfügen oder seit mindestens vier Jahren in einem anderen als dem erlernten Beruf arbeiten.

Gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds) werden im Bundesland Hessen Beratungsmöglichkeiten und Finanzhilfen bereitgestellt, die das Nachholen eines Berufsabschlusses wesentlich erleichtern.

Bildungscoach Romana Hemmers erläutert im direkten Gespräch Unterstützungsmöglichkeiten beim Nachholen eines Berufsabschlusses.

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