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Pressemitteilung 654/2020

27.12.2020

Folgemeldung 268: Gesundheitsamt verabreicht erste Impfungen gegen Corona – Mobile Impfteams sind unterwegs / Schwerpunkt liegt auf Pflegeeinrichtungen

Vor dem Einsatz mussten sich die Mitglieder des mobilen Impfteams einem Corona-Schnelltest unterziehen. Hier testet Kay-Uwe Wucher von der Task-Force „Pflege und Gesundheit“ des Gesundheitsamtes seine Kollegin Silvia Mussong.

Marburg-Biedenkopf – Mit dem Einsatz eines mobilen Impfteams hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf am Sonntag mit den Impfungen gegen das Corona-Virus begonnen. Das Team suchte zunächst je eine Alten-Pflegeeinrichtung in Marburg-Wehrda und Marburg auf, um dort Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden den Impfstoff zu verabreichen. In den kommenden Tagen werden dann mehrere Teams in Marburg-Biedenkopf unterwegs sein und nach und nach die Einrichtungen aufsuchen. 

Um 10:16 Uhr am Sonntag war es soweit: Ein 86 Jahre alter Mann war der erste, der den Impfstoff erhielt. Eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes verabreichte dem Bewohner eines Alten-Pflegeheims in Marburg-Wehrda die Substanz. In einer ersten Lieferung hatte der Kreis Marburg-Biedenkopf zunächst 155 Impfdosen erhalten. Weitere Lieferungen mit mehreren hundert Impfdosen werden in den nächsten Tagen erwartet, so dass insgesamt mehr als 1.500 Dosen zur Verfügung stehen werden – eine Menge, die nach Einschätzung des Gesundheitsamtes zur Erfüllung des Auftrages ausreichen wird. „Der Schwerpunkt der Impfaktion liegt derzeit, den Vorgaben des Landes folgend, auf den Alten-Pflegeeinrichtungen. Hier sollen zunächst die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden geimpft werden“, sagte Landrätin Kirsten Fründt. 

Der Einsatz am Sonntag begann am Impfzentrum des Kreises auf dem Marburger Messegelände. Dort traf sich das Team, nahm das erforderliche Material auf und unterzog sich noch einem Corona-Schnelltest. Mit diesem Test wurde sichergestellt, dass nur Personal in die sensiblen Alten-Pflegeeinrichtungen kommt, das nicht mit dem Corona-Virus infiziert ist. 

Neben der Aufbereitung des Impfstoffs mit einer Kochsalzlösung, der Vorbereitung der Spritzen und der eigentlichen Impfung musste für jede Person, die sich impfen lassen wollte, natürlich eine ärztliche Aufklärung und Beratung sowie die entsprechende Dokumentation in den Einrichtungen stattfinden. Dies wurde von den Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes sichergestellt. 

„Der erste Impftag war wichtig, damit wir die Abläufe überprüfen und auch Erfahrungen sammeln konnten“, sagte Dr. Birgit Wollenberg, die Leiterin des Gesundheitsamtes. Sie wies darauf hin, dass eine solche Impfaktion in diesem Ausmaß für alle Beteiligten Neuland sei und man nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen könne. Die Amtsärztin zeigte sich jedoch optimistisch, dass das Gesundheitsamt – trotz kurzer Vorlaufzeiten – gut vorbereitet sei. 

Im weiteren Verlauf werden die Dienstleister (Deutsches Rotes Kreuz – Kreisverband Marburg und Gießen, Johanniter-Unfallhilfe – Regionalverband Mittelhessen), die im Auftrag des Kreises das Impfzentrum betreiben werden, auch die mobilen Impfteams unterstützen, so dass mindestens drei Teams unterwegs sein werden. Auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, die Patientinnen und Patienten in den Einrichtungen betreuen, haben ihre Unterstützung angeboten. Wichtige Unterstützung erhalten die Impfteams auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Alten- und Pflegeeinrichtungen. 

Das Gesundheitsamt stimmt den zeitlichen Ablauf und die Organisation der Impfbesuche mit den Einrichtungen ab. Dabei wird auch berücksichtigt, dass zwei Impfungen innerhalb von drei Wochen pro Person erforderlich sind. 

Wann mit den Impfungen im Impfzentrum auf dem Marburger Messeplatz begonnen werden kann, steht indes noch nicht fest. Nach dem Impfauftakt mit mobilen Teams am Sonntag werden nach den Vorgaben des Landes zunächst hessenweit sechs regionale Impfzentren in Betrieb gehen, wozu die Einrichtung in Marburg aber nicht gehört. In einem dritten Schritt sollen dann die übrigen Impfzentren in Hessen in Betrieb gehen. 

Klar ist aber bereits jetzt: Es ist nicht möglich, über das Gesundheitsamt oder das Impfzentrum direkt Termine für eine Impfung im Impfzentrum zu vereinbaren. Dies wird im kommenden Jahr über ein bundesweit einheitliches Anmeldeportal und einer hessischen Telefon-Hotline möglich sein. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat hierauf keinen Einfluss, die Organisation hierfür liegt beim Land Hessen.

Amtsärztin Dr. Birgit Wollenberg (re.) gewährt Landrätin Kirsten Fründt (li.) einen kurzen Blick in die Kühlbox und auf den Impfstoff, der gekühlt transportiert werden muss.
Insgesamt 155 dieser Ampullen mit dem Corona-Impfstoff hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit einer ersten Lieferung erhalten. Weiter Lieferungen folgen, so dass in den nächsten Tagen mehr 1.500 Impfdosen für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden in Alten- und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung stehen werden.
Erst in den Einrichtungen haben die Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes den Impfstoff mit Hilfe einer Kochsalzlösung aufbereitet und zum Spritzen vorbereitet.
Erst in den Einrichtungen haben die Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes den Impfstoff mit Hilfe einer Kochsalzlösung aufbereitet und zum Spritzen vorbereitet.
Um 10:16 Uhr am Sonntag war es soweit: Als erste Person erhielt ein 86 Jahre alter Bewohner einer Alten- und Pflegeeinrichtung in Marburg-Wehrda den lang ersehnten Impfstoff.
Um 10:16 Uhr am Sonntag war es soweit: Als erste Person erhielt ein 86 Jahre alter Bewohner einer Alten- und Pflegeeinrichtung in Marburg-Wehrda den lang ersehnten Impfstoff.
Um 10:16 Uhr am Sonntag war es soweit: Als erste Person erhielt ein 86 Jahre alter Bewohner einer Alten- und Pflegeeinrichtung in Marburg-Wehrda den lang ersehnten Impfstoff.

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