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Pressemitteilung 370/2020

25.08.2020

Erster Infopunkt der Route der Arbeits- und Industriekultur eröffnet – Im Regionalmuseum Weidenhausen werden Elektrifizierung und Wasserversorgung der Region gezeigt

Das Regionalmuseum „Hinz Hoob“ in Gladenbach-Weidenhausen ist nun Teil der Route der Arbeits- und Industriekultur des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Der Kreisbeigeordnete Roland Petri hat Anneliese Müller vom Heimatverein Weidenhausen die entsprechende Plakette überreicht.

Marburg-Biedenkopf – Der Kreisbeigeordnete Roland Petri hat im Regionalmuseum „Hinz Hoob“ in Gladenbach-Weidenhausen den ersten Informationspunkt der Route der Arbeits- und lndustriekultur des Landkreises Marburg-Biedenkopf eröffnet. Mit der Route soll die regionale Arbeits- und Industriegeschichte erlebbar werden. Im Schloss in Biedenkopf und im Dokumentations- und Informationszentrum Stadtallendorf hat der Kreis bereits zwei von fünf Ankerpunkten der Route eröffnet.

Das Regionalmuseum ist der erste von vorerst drei geplanten Informationspunkten der Route der Arbeits- und Industriekultur. Der Heimatverein Weidenhausen e.V. stellt im Regionalmuseum „Hinz Hoob“ eine Sammlung rund um die Themen Handwerk, Industrie und Landwirtschaft aus. Vom landwirtschaftlichen Gerät bis hin zu Gegenständen aus dem Alltagsleben des vergangenen Jahrhunderts werden viele Themen der Arbeits- und Industriekultur durch Bildmaterial und zahlreiche Ausstellungsstücke vermittelt.

Im Rahmen der Themenschwerpunkte der Route präsentiert das Regionalmuseum die Elektrifizierung der Strom- und Wasserversorgung mit entsprechenden Geschichten und Ausstellungsstücken wie zum Beispiel ein Joch zum Tragen von Wassermengen oder ein Dachständer. Darüber hinaus lockt eine große Ausstellung der Karl-Lenz-Stiftung von regionalen Gemälden des Hinterländer Malers Karl Lenz in das Dachgeschoss des Museums. Die Arbeit im Museum „Hinz Hoob“ zeigt zudem das große ehrenamtliche Engagement der Beteiligten.

Entwickelt wurde das Raum-Konzept vom  Bonner Unternehmen „Con Cultura“ um Elke Hartkopf mit Unterstützung des Mainzer Architekten Peter Kneip und in Zusammenarbeit mit Anna Margarethe Becker und Dr. Markus Morr vom Landkreis Marburg-Biedenkopf. Auch Anneliese Müller, Vorsitzende des Heimatvereins Weidenhausen, sowie die im Vorstand tätigen Mitglieder haben bei dem Konzept geholfen.

In die Gestaltung des Informationspunktes im Regionalmuseum brachten sich zudem besonders die Weidenhäuser Bürgerinnen und Bürger Elfriede Thomas, Irmgard und Heinrich Müller, Erhard Schneider sowie Heinrich Lang ein. Sie erklärten sich zu einem Zeitzeugen-Interview bereit und bereichern die Ausstellung nun mit spannenden Interviews zum Hören. Ob als außerschulischer Lernort oder als touristisches Ziel: Der Informationspunkt bietet viele Möglichkeiten für Entdeckungen.

Während der Einschränkungen durch das Corona-Virus kann die Dauerausstellung im Rahmen der Öffnungszeiten unter Einhaltung der geltenden Hygiene-Richtlinien besucht werden. Öffnungszeiten: Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr und auf Anfrage. Der Heimatverein Weidenhausen ist per Telefon unter 06462 85-33 sowie per E-Mail an infohv-weidenhausende zu erreichen.

Hintergrund und Routen-Ausblick:

Neben den bereits eröffneten Ankerpunkten im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf und im Dokumentations- und Informationszentrum Stadtallendorf sind auch die Marburger Behring-Route und die Brücker Mühle in Amöneburg als Ankerpunkte geplant. Außerdem wird zurzeit der Standort Carlshütte bei Buchenau als Ankerpunkt geprüft.

Die fünf geplanten Ankerpunkte der Route werden wiederum durch Informationspunkte, wie den Informationspunkt im Regionalmuseum „Hinz Hoob“ in Gladenbach-Weidenhausen, ergänzt. Hierzu werden verschiedene Standorte, wie etwa der Basaltbruch Nickel in Dreihausen und das Daniel-Martin-Haus in Schwabendorf, eingebunden. Es soll dabei konkret sichtbar werden, wie und unter welchen Rahmenbedingungen die Menschen früher im Gebiet des heutigen Landkreises gearbeitet haben. Auf diese Standorte weisen seit dem Frühjahr 2020 zunächst Schilder mit dem Logo und dem Schriftzug: „Wir werden Standort" beziehungsweise. „Wir sind Standort“ hin.

Weitere Informationen zur Route der Arbeits- und Industriekultur sowie zu den einzelnen Informationspunkten gibt es online unter www.lkmb.de/route.

Blick in den Infopunkt
Ortsvorsteher Markus Wege hebt das Joch mit den Eimern. Die Eimer haben das entsprechende Gewicht von vollen Wassereimern.

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