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Pressemitteilung 225/2020

03.06.2020

Corona-Krise führt zum deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im SGB II-Bereich – Rund 11 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum

Marburg-Biedenkopf – Die Corona-Pandemie schlägt sich weiterhin auch im hiesigen Arbeitsmarkt nieder. Die Zahl der arbeitslosen Menschen, die das KreisJobCenter betreut (Rechtskreis SGB II), ist im Mai im Vergleich zum Vormonat deutlich angestiegen. Das KreisJobCenter (KJC) weist in seiner aktuellen Statistik 3.356 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Das sind 215 Personen (6,8 Prozent) mehr als im April. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis um 336 Personen beziehungsweise 11,1 Prozent angestiegen.

Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt aktuell bei 2,5 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 2,2 Prozent. Somit ist sowohl die Zahl der arbeitslosen Personen der Grundsicherung für Arbeitsuchende als auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vergleich zum Vormonat erneut deutlich gestiegen.

„Die Corona-Krise setzt auch unseren regionalen Arbeitsmarkt stark unter Druck. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist parallel zum Anstieg der Arbeitslosigkeit und zum noch nie da gewesenen Niveau bei der Kurzarbeit regelrecht eingebrochen“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow. 

In der Folge hätten die Menschen aktuell weniger Chancen aus der Arbeitslosigkeit rauszukommen. „Das wird die nächste Zeit prägen“, sagte Zachow, der zudem darauf hinwies, dass unterstützende Maßnahmen des KJC zur Arbeitssuche ab Juni auch wieder in Präsenzform angeboten werden können. Seit Mitte März konnten diese lediglich per E-Mail, Telefon oder Videoberatung angeboten werden. 

Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich die Zahl der Bedarfsgemeinschaften um 193 beziehungsweise 3,1 Prozent. Aktuell liegt sie bei 6.373 (Vormonat: 6.180). Verglichen mit dem Vorjahresmonat bedeutet dies einen Rückgang um 102 oder 1,6 Prozent. Bei den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im Vergleich zum Vormonat ein Anstieg um 227 beziehungsweise 2,7 Prozent auf 8.526 Personen zu registrieren. Im langfristigen Vergleich liegt die Zahl um 2,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Dies entspricht einem Rückgang um 217 Personen. 

Bei den Angaben zu Bedarfsgemeinschaften und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten handelt es sich um einen zum Stichtag 14. Mai 2020 ermittelten vorläufigen Bestand. Der endgültige Bestand für den Berichtsmonat Mai wird von der Bundesagentur für Arbeit nach einer Wartezeit von drei Monaten festgeschrieben.

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