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Pressemitteilung 247/2019

28.06.2019

Redner geben NOWA-Gästen Impulse – Sabine Asgodom und Dragoslav Stepanović begeistern 400 Teilnehmende

Rund 400 Gäste nutzten die diesjährige Kongressmesse NOWA Start im Marburger Cineplex-Kino zum Austausch und Netzwerken. Höhepunkt waren die Vorträge von Sabine Asgodom und Dragoslav Stepanović.

Marburg-Biedenkopf – Mit ihren Vorträgen haben die Fußball- und Trainerlegende Dragoslav Stepanović und die Rednerin und Journalistin Sabine Asgodom die Höhepunkte der diesjährigen Kongress-Messe NOWA Start gesetzt. Rund 400 Interessierte aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren der Einladung des Landkreises Marburg-Biedenkopf ins Marburger Cineplex-Kino gefolgt.

In seiner Begrüßung betonte Marian Zachow, Erster Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent des Landkreises Marburg-Biedenkopf, wie bedeutend Innovationen für den Kreis seien: „Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist mit den Hochschulstandorten und der unternehmerischen Vielfalt ein Innovationsmotor, der weit über Mittelhessen hinaus wirkt“, unterstrich Zachow. Er bekräftigte, dass der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seinem Fachdienst Wirtschaftsförderung innovative Entwicklungen immer positiv begleite und gute Rahmenbedingungen schaffen wolle.

Die Management-Trainerin Sabine Asgodom aus München überschrieb ihren Vortrag mit dem Titel „Greif nach den Sternen – acht Impulse, um groß zu denken“. Im Fokus der Rednerin, Autorin und Unternehmerin stand das Anliegen, Gründende zu motivieren‚ nicht zu kleckern, sondern zu klotzen. „Der Erfolg ist immer das Erreichen selbst gesteckter Ziele“, so Asgodom. Nur wer große Träume angehe, könne auch groß herauskommen. Sie hatte ihren humorvollen Vortrag mit Beispielen aus ihrer eigenen langjährigen Erfahrung gespickt. Dabei verdeutlichte sie auch, wie schwer es sich die Menschen häufig selber machten. Gerade in Deutschland gebe es ein weit verbreitetes vorauseilendes Jammern, etwa am Wochenanfang nach dem Motto „Oh je, heute ist Montag, da muss ich ja wieder arbeiten“. „Warum jammern?“, fragte sie. „Arbeiten kann doch auch viele erfüllende Momente haben, wenn es zum Beispiel eine Arbeit ist, von der ich verstehe, warum sie nötig ist. Dies sollten Unternehmen unbedingt berücksichtigen“, sagte sie und warb damit für Transparenz in jeder Firma.

Ein weiterer Impuls bezog sich auf das Selbstverständnis. Eine positive Einstellung beeinflusse wesentlich das Denken, die Ideen und die Kreativität des eigenen Handelns. „Tue, was du liebst und liebe, was du tust“, schilderte sie ihre Devise. Mit dem Hinweis, dass laut neuer Untersuchungen auch das eigene Selbstbild über den persönlichen Erfolg entscheide, rief sie dazu auf, zu sich zu stehen, auch zu den Fehlern. Das habe auch sie zunächst lernen müssen. Neben mentalen Empfehlungen wie ‚Riskiere zu scheitern‘ appellierte sie an die Teilnehmenden, dass die Menschen doch nicht alle gleich sein müssten, sondern sehr wohl sein können, wie kein anderer und lud damit dazu ein, zu sich und der individuellen Einzigartigkeit zu stehen.

Im Anschluss präsentierte die als „Stepi“ bekannte Fußball- und Trainer-Legende Dragoslav Stepanović Episoden aus seiner Lebensgeschichte. Mit diesen Geschichten verdeutlichte er: „Das Lebbe geht weider!“ – trotz der Höhen und Tiefen. Bereits zu Beginn seiner Karriere habe es zu seinen Prinzipien gehört, zu sich und seiner Überzeugung zu stehen. Trotz der Androhung, aus der damaligen jugoslawischen Fußball-Nationalmannschaft zu fliegen, heiratete er seine Frau kirchlich und nicht, wie damals im kommunistischen Jugoslawien üblich, nur standesamtlich. „Ich behielt dann doch den Job als Außenverteidiger, weil es für die Nationalmannschaft keinen besseren Spieler auf dieser Position gab“, erzählte er grinsend.

Aus seiner Zeit als Trainer von Bayer Leverkusen schilderte er eine Gratwanderung mit seinem Team: Eine seiner größten Schwierigkeiten habe darin bestanden, den richtigen Umgang mit den damaligen Stars Rudi Völler und Bernd Schuster zu finden. Er habe in seinem Spieler-Team quasi zwei Gruppen gehabt, mit denen er es sich nicht habe verscherzen dürfen. Auch habe er nicht riskieren wollen, dass diese gegen ihn arbeiteten. Dies kenne jede Geschäftsführerin und jeder Unternehmer: „Mit zentralen Stars und Persönlichkeiten der Firma sollte man sich gut stellen ohne sich dabei zu verbiegen“, so sein Hinweis.

Zum Schluss berichtete er von der für ihn höchsten Anerkennung seiner Karriere: die persönliche Einladung zum Abschiedsspiel des ehemaligen brasilianischen Fußballprofis und Jahrhundertspieler Pelé (Edson Arantes do Nascimento) vor rund 180.000 Zuschauer, die für ihn kostbarer gewesen sei, als jeder seiner Pokale.

Nach diesen beiden anregenden Vorträgen nutzen die Besucherinnen und Besucher der Kongressmesse NOWA Start die Veranstaltung, um sich fachlich und informell auszutauschen.

Am Ball bleiben: Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (Mitte) dankte Sabine Asgodom und Dragoslav Stepanović für die informativen und kurzweiligen Vorträge.

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