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Pressemitteilung 259/2019

17.07.2019

Kreis investiert mehr als 2,5 Millionen Euro in die Straßen – Wichtige Verkehrsinfrastruktur in Schuss halten

Gemeinsam für die Kreisstraßen unterwegs: (v. li.) Eugen Reichwein (Regionalbevollmächtigter HessenMobil), Roland Döhler (Leiter des zuständigen Fachbereichs beim Kreis), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, Roswitha Kraus (zuständige Sachbearbeiterin beim Kreis) sowie Roland Reitz (Bauaufsicht von HessenMobil).

Marburg-Biedenkopf – Rund 370.000 Meter – so lang ist das Netz der Kreisstraßen, um das sich der Landkreis Marburg-Biedenkopf kümmern muss. Ausbauen, sanieren, Schadstellen ausbessern – und vieles mehr. Mit mehr als zweieinhalb Millionen Euro bringt der Kreis in diesem Jahr – im doppelten Wortsinne – reichlich Schotter auf die Straßen. 

Neben größeren Straßenbauprojekten steht in diesem Jahr auch wieder eine Vielzahl von kleineren und größeren Ausbesserungsarbeiten auf dem Bauprogramm, die die Fachabteilung des Landkreises Marburg-Biedenkopf in enger Abstimmung mit HessenMobil plant und auf den Weg bringt. Kostenvolumen: 2.650.000 Euro. 

„Die Kreisstraßen sind ein wichtiger Aspekt der regionalen Verkehrsinfrastruktur“, stellte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow bei der Vorstellung der Baumaßnahmen fest. Die Straßen seien elementare Verbindungen für den Individual- und Nahverkehr, aber auch für die Landwirtschaft und andere Wirtschaftszweige, sagte Zachow. „Deshalb ist es wichtig, dass wir diese Verkehrswege in Schuss halten, denn: Die intensive Nutzung geht nicht spurlos an den Straßen vorüber und auch der sprichwörtliche Zahn der Zeit hat schon an der einen oder anderen Fahrbahndecke genagt“, machte der Erste Kreisbeigeordnete deutlich. 

Zu den größeren Straßenbauprojekten zählt der Ausbau der Kreisstraße 108 in der Ortsdurchfahrt von Breidenbach-Wiesenbach. Hier wird der Kreis zusammen mit der Gemeinde, dem Abwasserverband und der Energie-Netz Mitte aktiv: Mit dem Ausbau der Kreisstraße erfolgt auch die Erneuerung der Gehwege, des Kanals, der Wasserversorgung und von Stromkabeln. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und werden etwa zwei Jahre andauern. Hierfür ist eine Vollsperrung der Kreisstraße erforderlich. Die Baukosten sind auf rund 727.600 Euro kalkuliert. Der Kreis erhält eine Zuwendung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) eine Zuwendung in Höhe von voraussichtlich 697.500 Euro. 

Ebenfalls ein „dickerer Brocken“ ist die Erneuerung der Fahrbahndecke auf der Kreisstraße 50 zwischen den Lohraer Ortsteilen Seelbach und Rollshausen. Hier wird die Fahrbahn zunächst abgefräst und dann im Hocheinbau eine zehn Zentimeter dicke Asphalttragschicht und eine vier Zentimeter dicke Deckschicht aus Asphaltbeton hergestellt. Schadstellen werden, dort wo es nötig ist, auch im Tiefeinbau saniert. Schutzplanken und Querdurchlässe werden ebenfalls erneuert. Die Bauarbeiten haben am Anfang Juli begonnen und werden voraussichtlich Ende September beendet sein. Hierfür ist eine Vollsperrung der Kreisstraße erforderlich. Die kalkulierten Baukosten belaufen sich für den Kreis auf rund 611.000 Euro, die Zuwendung nach dem GVFG beträgt voraussichtlich 412.400 Euro. 

Auch auf der Kreisstraße 66 zwischen den Gladenbacher Stadtteilen Sinkershausen, Frohnhausen und Friebertshausen lässt der Kreis die Fahrbahndecke erneuern. In dem Abschnitt zwischen Sinkershausen und Frohnhausen wird die vorhandene Asphaltdeckschicht abgefräst und im Hocheinbau eine etwa acht Zentimeter dicke Asphalttragschicht und eine vier Zentimeter dicke Deckschicht aus Asphaltbeton hergestellt. Zwischen den Ortslagen Frohnhausen und Friebertshausen wird die vorhandene Oberfläche abgefräst und eine etwa acht Zentimeter dicke Asphalttragschicht und eine vier Zentimeter dicke Deckschicht aus Asphaltbeton hergestellt. Zusätzlich werden Schadstellen sowie auch die Randbereiche der Fahrbahn im Tiefeinbau mit Frostschutzschicht und Asphalttragschicht saniert, um einen tragfähiger Oberbau zu erhalten. Die Fahrbahnränder werden außerdem in engen Kurvenbereichen mit „Bankettplatten“ befestigt, die Schutzplanken werden ebenfalls erneuert.

Die Kosten für den Abschnitt 1 zwischen Sinkershausen und Frohnhausen kalkuliert der Kreis auf rund 339.000 Euro, das Geld stammt aus dem Deckenprogramm des Kreises.

Die Kosten für den Abschnitt 2 zwischen Frohnhausen und Friebertshausen belaufen sich auf etwa 333.000 Euro und sollen aus der Hessenkasse finanziert werden. 

Eine neue Fahrbahndecke erhält außerdem noch die Kreisstraße 39/46 in der Ortsdurchfahrt von Dautphetal-Silberg. Diese Maßnahme findet gemeinschaftlich mit der Gemeinde Dautphetal statt. Zusammen mit der Erneuerung der Fahrbahndecke lässt die Gemeinde die Gehwege, den Kanal und die Wasserversorgung erneuern sowie Telekommunikationsleitungen verlegen. Die Bauarbeiten hier sollen im Herbst 2019 beginnen und werden etwa ein Jahr andauern. Hierfür ist eine Vollsperrung der Kreisstraße erforderlich. Die Kostenschätzung für den Kreis beläuft sich auf 647.000 Euro. Der Kreis rechnet mit einer Zuwendung nach dem GVFG in Höhe von 419.000 Euro; die restlichen Kosten sollen über die Hessenkasse getragen werden. 

Neben diesen Projekten lässt der Landkreis Marburg-Biedenkopf in diesem Jahr noch Schadstellen auf der Kreisstraße 85 zwischen Treisbach und Warzenbach, auf der Kreisstraße 17 in der Ortslage von Momberg sowie auf der Kreisstraße 38 bei Moischt sanieren. Zusätzlich ist vorgesehen, an sechs verschiedenen Fußgängerüberwegen die beleuchteten Verkehrszeichen „Fußgängerüberweg“ zu erneuern. Darüber hinaus stehen an verschiedenen Brücken Instandsetzungsarbeiten auf der Agenda. 

„Wir bitten um Verständnis für die Unannehmlichkeiten während einer Baumaßnahme sowie um ein rücksichtsvolles Miteinander“, betonte Zachow. Dies gelte gerade auch im Hinblick auf die Beachtung von ausgeschilderten Umleitungsstrecken und eingerichtete Straßensperrungen. „Wer Umleitungen oder Sperrungen missachtet, gefährdet nicht nur die Arbeiter auf der Baustelle sondern belastet die direkten Baustellenanlieger noch zusätzlich“, unterstrich Zachow. Er machte deutlich, dass jede Baumaßnahme letztlich zu einer Verbesserung der Infrastruktur, des Straßenzustandes und auch der Sicherheit führe und daher im Interesse aller Verkehrsteilnehmer sei. 

„Bei einer Gesamtlänge des Kreisstraßennetzes von rund 370 Kilometern ist klar, dass wir nicht überall zur gleichen Zeit arbeiten und nicht sofort jedes Schlagloch ausbessern können“, sagte Zachow. Gemeinsam mit HessenMobil habe der Kreis aber seine Straßen im Blick und sorge für zügige und angemessene Sanierungs- und Ausbesserungsarbeiten. „Und jeder Verkehrsteilnehmer kann sicher sein: Wenn es notwendig ist, handeln wir sofort“, betonte Zachow.

 

Stichwort: GVFG:

Durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (im Langtitel: Gesetz über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden) gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen für Investitionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden.

Der Kreis nutzt die Sommerzeit, um an seinem rund 370 Kilometer langen Kreisstraßennetz zu arbeiten – wie hier auf der Kreisstraße 50 zwischen Lohra-Seelbach und Lohra-Rollshausen.
Die Kreisstraßen sind ein wichtiger Teil der regionalen Verkehrsinfrastruktur. Mehr als 2,5 Millionen Euro investiert der Kreis aktuell in seine Kreisstraßen mit einer Vielzahl größerer und kleinerer Baumaßnahmen.

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