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Pressemitteilung 140/2019

15.04.2019

Kreis fördert Altenhilfekonzept in Weimar mit 7.000 Euro – Gute Wohn- und Lebensformen sind zentrales Thema für Senioren

Freuen sich über die Förderung des Altenhilfekonzeptes in der Gemeinde Weimar (v. li.): Martina Berckhemer (Leiterin der Stabsstelle Altenhilfe), Bürgermeister Peter Eidam, Landrätin Kirsten Fründt und Katharina Albrecht (Mitarbeiterin in der Stabsstelle Altenhilfe). (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Marburg-Biedenkopf – Mit 7.000 Euro fördert der Landkreis Marburg-Biedenkopf die Entwicklung eines Altenhilfekonzeptes in der Gemeinde Weimar. Landrätin Kirsten Fründt übergab am Montag im Marburger Landratsamt den Förderbescheid an den Bürgermeister der Gemeinde Weimar, Peter Eidam. 

Die Erstellung des Konzeptes, wofür eine Dauer von einem Jahr veranschlagt ist, soll 10.000 Euro kosten, so dass die Gemeinde Weimar 3.000 Euro aus eigenen Mitteln aufbringt. Die Förderung durch den Kreis erfolgt im Rahmen des Programms „Bausteine für ein gutes Leben im Alter“, das aus den seniorenpolitischen Leitlinien des Kreises hervorgegangen ist. 

„Mit dem Modul ,Partizipative Entwicklung lokaler Altenhilfekonzepte‘ fördern wir die Erstellung von Altenhilfekonzepten in den Städten und Gemeinden. Auf der Grundlage fundierter Informationen, eines breiten Diskussionsprozesses und gemeinsamer Strategien soll ein breit getragenes Konzept für die Kommune entstehen, das konkrete Handlungsansätze für die Zukunft enthält“, erläuterte die Landrätin die Hintergründe des Programms. „Die Gemeinde Weimar hat die Zeichen der Zeit erkannt und macht sich auf den Weg, ein nachhaltiges Konzept für die Seniorinnen und Senioren zu erarbeiten. Das unterstützen wir gerne fachlich-inhaltlich mit unserer Stabsstelle Altenhilfe und auch finanziell mit unserem Förderprogramm“, unterstrich die Landrätin.

Der Kreis fördert Ausgaben für den moderierten Beteiligungsprozess und die Ausarbeitung eines kommunalen Altenhilfekonzeptes. Darunter fallen zum Beispiel Kosten für Moderations- und Beratungsdienstleistungen oder Informationsveranstaltungen.
„Im Vorfeld haben wir Gespräche mit der Stabsstelle Altenhilfe des Kreises geführt und Ideen für das methodische Vorgehen gesammelt sowie erste zentrale Bedarfe definiert“, sagte Bürgermeister Peter Eidam. Er dankte dem Kreis für die Förderung und die konstruktive Beratung durch die Stabsstelle Altenhilfe.

„Ein Thema, das von den Senioren in der Gemeinde Weimar besonders häufig angesprochen wurde, ist das Wohnen und der Verbleib in den eigenen vier Wänden“, schilderte der Bürgermeister die Hintergründe. Eine Befragung der über 60-Jährigen in Weimar zum Thema Wohnen und Mobilität im Alter habe bereits einige Bedarfe identifiziert. An diese Ergebnisse solle nun angeknüpft werden.

„Wohnformen im Alter sind regelmäßig Thema im Sozialausschuss der Gemeinde und wir haben diskutiert, wie das weitere Vorgehen im Bereich der Altenarbeit strukturiert werden könnte“, erläuterte der Bürgermeister. Durch ein Altenhilfekonzept werde nun die Planung und weitere Bedarfserhebung von alternativen Wohnformen angepackt. Im Fokus des Konzeptes solle deshalb das Thema „alternative Wohnformen in Weimar“ stehen, so Eidam weiter. Dabei gelte es die unterschiedlichen Wohn- und Lebensformen von der eigenen Häuslichkeit bis hin zur stationären Pflegeeinrichtung mitzudenken. Für ein gutes Leben und Wohnen im Alter seien auch unterstützende Strukturen und Netzwerke vor Ort nötig, die ebenfalls im Rahmen des Konzeptes analysiert werden sollen.

„Es gibt insgesamt bereits viel Engagement und Unterstützungspotenzial in der Gemeinde Weimar, etwa durch die Vereine ,Bürger helfen Bürgern‘ oder ,Bürgerhilfe Weimar‘. Handlungsbedarf besteht vor allem darin, die Angebote transparent zu machen und die Hemmschwelle zur Nutzung dieser Angebote abzubauen“, sagte der Bürgermeister.

Mit der Förderung des Kreises soll nun eine Ist-Analyse zu den bestehenden Wohnformen und Wohnsituationen der älteren Menschen in der Gemeinde Weimar auf den Weg gebracht werden. Dabei werden die Bedarfe im Bereich Wohnen im Alter erfragt und erarbeitet, zum Beispiel durch eine Zukunftswerkstatt, die Einbindung der Ortsvorsteher und Ortsbeiräte anhand von Leitfadeninterviews oder Gruppendiskussionen und die Entwicklung einer „Kümmerer-Struktur“. Auch soll die Bevölkerung für das Thema Wohnen im Alter sensibilisiert und bestehende Unterstützungsleistungen bekannter gemacht werden. Ein weiteres Ziel ist die Gründung und Moderation eines „Runden Tisches“ zur besseren Vernetzung, um gemeinsam Bedarfe und Lösungsvorschläge zu sammeln.


Kontakt

Kreisausschuss Marburg-Biedenkopf, Fachdienst Presse- und Medienarbeit, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, E-Mail: pressestellemarburg-biedenkopfde. Tel.: 06421 405-1350, Fax.: 06421 405-921350. www.facebook.com/landkreis.marburg.biedenkopf, alle Pressemitteilungen unter www.marburg-biedenkopf.de. Pressesprecher: Stephan Schienbein.

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