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Pressemitteilung 115/2019

05.04.2019

Grundschulkinder in Gönnern sind jetzt kleine Forscher – Landrätin und IHK zeichnen naturwissenschaftlichen Lernort aus

Naturwissenschaften zum Begreifen – lustig, praktisch, lebensnah und dreidimensional: Das Betreuungsangebot an der Gansbachtalschule in Gönnern fördert gezielt die frühkindliche Bildung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Hier wird beispielsweise spielerisch gelernt, wieviel Luft in eine Seifenblase passt.

Marburg-Biedenkopf – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg hat in Abstimmung mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lahn-Dill das Betreuungsangebot an der Gansbachtalschule Angelburg in Gönnern als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert.

Hintergrund ist die dauerhafte Förderung frühkindlicher Bildung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Überreicht wurde die Auszeichnung am Donnerstag, 4. April 2019 von Landrätin Kirsten Fründt und einem Vertreter der IHK gemeinsam mit dem Schulleiter Steffen Jacobi.

„Kinder sind geborene Forscher, Entdecker und sind allem Neuen gegenüber sehr aufgeschlossen“, betonte Landrätin Kirsten Fründt. „Das forschende Lernen ist ein spannender Prozess, bei dem die Kinder eigene Ideen entwickeln können und die Lösungsmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen. Die Kinder erleben, dass ihr eigenes Ausprobieren zum Erfolg führt“, stellte die Landrätin fest. „Die Mädchen und Jungen beobachten und erforschen Phänomene in ihrem Alltag. Dabei werden auch eine Reihe weiterer Kompetenzen, wie Sprach- und Sozialkompetenz, Feinmotorik und ein Gewinn an Selbstbewusstsein und innerer Stärke, die die Kinder für ihren späteren Lebensweg benötigen, gefördert“, betonte die Landrätin.

„Aus Sicht der regionalen Wirtschaft ist insbesondere die frühe Vermittlung einer positiven, offenen Grundhaltung gegenüber Naturwissenschaften, Technik und Digitalisierung sehr zu begrüßen", erklärte Dr. Gerd Hackenberg, Bildungsexperte bei der IHK Lahn-Dill. „Als starke Industrieregion brauchen wir beim Nachwuchs ebenso wie unter den Eltern Offenheit und Interesse am technischen Fortschritt und dessen naturwissenschaftlichen Grundlagen. Wir freuen uns daher sehr über dieses Engagement und gratulieren der Gansbachtalschule zu ihrer erfolgreichen Arbeit“.

Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie Jugend und Soziales, betonte, dass die Kinder lernen, wieviel Freude es machen kann, selber Erfahrungen mit den verschiedenen Bereichen der Naturwissenschaft zu machen und sich in der Gruppe darüber auszutauschen. „Die Kinder erleben, dass das eigene Handeln zu Ergebnissen führt. Diese wertvolle Erfahrung stärkt nachhaltig das Selbstvertrauen, was für die Persönlichkeitsentwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnt“.

Auch Sabine Otto, Fachdienstleiterin der Betreuungsangebote an Grundschulen in der Kreisverwaltung freut sich über die Zertifizierung. Sie wies darauf hin, dass es Kindern natürliche Freude bereite, wenn sie in die Welt der Naturwissenschaften eintauchen.

Die Betreuerin Natascha Piscator griff das Thema „Klein aber Oho“ im Rahmen der Arbeit im Betreuungsangebot auf und stellte fest: „Das Thema des Forscherprojektes passte gut zu unserer Gruppe. Ich war selbst erstaunt, mit wieviel Begeisterung die Kinder bei der Sache waren. Wir haben alle gemeinsam viele wertvolle Erfahrungen beim Forschen mit dem Element Wasser gemacht, zum Beispiel wie Gegenstände sich in Verbindung mit Wasser verändern können. Der Betreuungsalltag wurde aber ganz besonders durch den Austausch untereinander und damit das soziale Miteinander bereichert“.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betreuungsangebote an Grundschulen bilden sich regelmäßig fort, um mit den Kindern auf Entdeckungsreise durch die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gehen zu können. Die Fortbildungen werden in Marburg von der IHK Kassel-Marburg „IHK Forscherkids“ und lokalen Netzwerkpartnern der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ angeboten. „Damit tragen wir dazu bei, das pädagogische Personal weiter zu professionalisieren und so die Qualität der Betreuungsangebote insgesamt weiter voran zu bringen“, sagte Landrätin Fründt. Das Betreuungsangebot in Gönnern ist nach Cölbe, Amönau, Bürgeln-Betzisdorf und Wetter der fünfte Betreuungsstandort, der diese Auszeichnung erworben hat.

Die Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ ist an feste Qualitätskriterien gebunden, die sich am Deutschen Kindergarten-Gütesiegel und den „Prozessbezogenen Qualitätskriterien für den naturwissenschaftlichen Unterricht“ orientieren. Sie wird für zwei Jahre verliehen, dann können sich die Einrichtungen neu bewerben. Mit dem Zertifizierungsverfahren möchte die Stiftung das Engagement der pädagogischen Einrichtungen wertschätzen und sie bei ihrer Qualitätsentwicklung unterstützen. Zudem können so der Entdeckergeist gefördert und die Bildungschancen der Kinder verbessert werden.

Mit dem Zertifizierungsverfahren möchte die Stiftung das Engagement der pädagogischen Einrichtungen wertschätzen und sie bei ihrer Qualitätsentwicklung unterstützen. Zudem können so der Entdeckergeist gefördert und die Bildungschancen der Kinder verbessert werden.

Hier zeigen vier kleine Forscherinnen der Landrätin Kirsten Fründt wie mit Hilfe einer Flasche Sauerstoff gesammelt werden kann.
Das Betreuungsangebot an der Gansbachtalschule Angelburg in Gönnern ist jetzt ein „Haus der kleinen Forscher“: (hinten, von links) Katja Kinkel (Förderverein der Grundschule Gönnern), Landrätin Kirsten Fründt, Dr. Gerd Hackenberg (IHK Lahn-Dill), Thomas Madry (IHK Kassel-Marburg), Betreuerin Natascha Piscator, Betreuerin Natascha Huainig, Schulleiter Steffen Jacobi und Katharina Sänger (Förderverein der Grundschule Gönnern) freuen sich gemeinsam mit den Kinder über die Auszeichnung.

Kontakt

Kreisausschuss Marburg-Biedenkopf, Fachdienst Presse- und Medienarbeit, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, E-Mail: pressestellemarburg-biedenkopfde. Tel.: 06421 405-1350, Fax.: 06421 405-921350. www.facebook.com/landkreis.marburg.biedenkopf, alle Pressemitteilungen unter www.marburg-biedenkopf.de. Pressesprecher: Stephan Schienbein.

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