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Pressemitteilung 012/2019

18.01.2019

Kreis bringt Schotter auf die Straße – Sanierungsprogramm für Kreisstraßen

Marburg-Biedenkopf – In die Sanierung, Unterhaltung und Instandsetzung der Kreisstraßen investiert der Landkreis Marburg-Biedenkopf im Jahr 2019 rund 4 Millionen Euro. Das Geld stammt sowohl aus dem Kreishaushalt als auch aus den Mitteln der Hessenkasse. Am Beispiel der Kreisstraße (K) 66 zwischen den Gladenbacher Stadtteilen Frohnhausen, Sinkershausen und Friebertshausen stellte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow am Donnerstag das Bauprogramm und erste Planungsschritte vor. 

Sanierungsbedarf besteht an der K 66 sowohl im Abschnitt zwischen Sinkershausen und Frohnhausen, als auch auf der Strecke zwischen Frohnhausen und Friebertshausen. Auf einer Gesamtlänge von rund 3,1 Kilometern soll hier in diesem Jahr die Fahrbahn instandgesetzt werden. Hierzu wird die schadhafte Deckschicht abgefräst und eine neue, rund 14 Zentimeter dicke Asphaltschicht aufgebracht. „Hierdurch können wir die Fahrbahn verstärken und ein dauerhaftes Sanierungsergebnis erzielen“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete. Seit wenigen Tagen liege auch ein detailliertes Gutachten vor, auf dessen Basis die Fachabteilung des Kreises weitere Planungsschritte auf den Weg bringen könne. „Auch eine genaue Kostenermittlung ist jetzt mit dem Gutachten möglich. Im Moment gehen wir von Baukosten in Höhe von rund 600.000 Euro aus, die etwa je zur Hälfte aus dem Kreishaushalt und zur anderen Hälfte aus Mitteln der Hessenkasse finanziert werden“, erläuterte Zachow.

„Wir können beide Streckenabschnitte nur unter Vollsperrung sanieren“, berichtete Jutta Herrmann, die beim Landkreis die Kreisstraßen betreut. Daher stünden jetzt auch noch Gespräche mit HessenMobil, dem RMV und den Rettungsdiensten auf der Tagesordnung, um die notwendigen Umleitungen abzustimmen. 

„Wir sind optimistisch, dass wir diese Maßnahme 2019 umsetzen können. Gleichwohl ist man bei der Planung von Straßenbaumaßnahmen vor Überraschungen nicht gefeit – vor der Hacke ist es dunkel“, sagte Zachow in Anspielung auf die Arbeit der Bergleute unter Tage. Wichtig sei das Signal an die Stadt Gladenbach und an die Menschen in den anliegenden Orten, dass die Planung voranschreitet und die Sanierung nun auch angepackt werde. 

Zachow bat gleichzeitig auch um Verständnis, dass es in der Zeit der Bauarbeiten und der Vollsperrung durch die Umleitungen zu Unannehmlichkeiten für die Verkehrsteilnehmer kommen könne. „Das lässt sich nicht vermeiden und liegt in der Natur der Sache. Es handelt sich aber um einen überschaubaren Zeitraum und wenn wir Straßen haben möchten, die in einem guten Zustand sind, dann müssen wir auch mal kurzzeitige Einschränkungen oder vorübergehend längere Wege in Kauf nehmen“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete. 

Eine weitere große Maßnahme, die der Kreis 2019 beginnen möchte, sind die Kreisstraßen 39/46 in der Ortsdurchfahrt von Dautphetal-Silberg. Hier soll, in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dautphetal, die hier Arbeiten an den Gehwegen und den Wasserleitungen plant, auf einer Länge von rund 900 Metern die Fahrbahn grundhaft erneuert werden. Die erste Kostenschätzung beläuft sich hier auf rund 630.000 Euro, finanziert über die Hessenkasse. Für diese Baumaßnahme liegt ebenfalls seit kurzem ein Fachgutachten vor, mit dem jetzt die Detailplanungen vorangetrieben werden kann. 

Auf dem Plan des Kreises stehen außerdem für dieses Jahr der Ausbau der Kreisstraße 108 in der Ortsdurchfahrt von Breidenbach-Wiesenbach auf einer Länge von rund 700 Metern sowie die Erneuerung der Kreisstraße 50 auf etwa einem Kilometer Länge zwischen den Lohraer Ortsteilen Seelbach und Rollshausen. Die Arbeiten in Wiesenbach finden ebenfalls gemeinsam mit der Gemeinde Breidenbach statt und werden rund 700.000 Euro kosten. Die Erneuerung der Straße zwischen Seelbach und Rollshausen soll rund 630.000 Euro kosten. 

Allein mit dem Programm der Hessenkasse plant der Kreis bis 2024 rund 4,5 Millionen Euro auf die Straße zu bringen. Neben den beschriebenen Maßnahmen auf der K 39/K 46 in Silberg und der K 66 rund um Frohnhausen stehen noch die K 49 in der Ortsdurchfahrt von Lohra-Weipoltshausen, die K 70 zwischen Neuhöfe und Marburg-Wehrshausen, die K 117 in der Ortsdurchfahrt Gladenbach bis nach Kehlnbach, die K 9 zwischen Rauschenberg und Kirchhain-Sindersfeld, die K 29 zwischen Amöneburg und der Brücker Mühle, die K 21 bei Bad Endbach-Dernbach, die K 16 in der Ortsdurchfahrt von Biedenkopf-Kombach, die K 56 in der Ortsdurchfahrt von Weimar-Kehna sowie die K 67 in der Ortsdurchfahrt von Weimar-Weiershausen im Bau- und Planungsprogramm des Kreises. 

„Wann wir hier welche Maßnahme anpacken werden, können wir konkret noch nicht sagen. Es stehen noch umfangreiche Voruntersuchungen, Kostenermittlungen und Abstimmungen mit HessenMobil an“, dämpfte der Erste Kreisbeigeordnete allzu euphorische Stimmungen angesichts dieser Pläne. „Wichtig ist, dass wir uns konkrete Maßnahmen im Zeitfenster bis 2024 vorgenommen haben und auch der politische Wille und im Grunde auch der Auftrag durch den Kreisausschuss besteht, dieses Programm Wirklichkeit werden zu lassen“, sagte Zachow. 

Rund 2,1 Millionen Euro sind für die Unterhaltung und Instandsetzung des rund 350 Kilometer langen Kreisstraßennetzes vorgesehen, um zum Beispiel Schadstellen auszubessern.


Kontakt

Kreisausschuss Marburg-Biedenkopf, Fachdienst Presse- und Medienarbeit, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, E-Mail: pressestellemarburg-biedenkopfde. Tel.: 06421 405-1350, Fax.: 06421 405-921350. www.facebook.com/landkreis.marburg.biedenkopf, alle Pressemitteilungen unter www.marburg-biedenkopf.de. Pressesprecher: Stephan Schienbein.

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